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language learning in the digital age

Amerikanische Umgangssprache

Posted on July 22, 2014 by

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Amerikanische UmgangsspracheBabbels neuer Kurs, Amerikanische Umgangssprache, bringt dir einige sehr nützliche Ausdrücke des amerikanischen Englisch bei. Und wir haben uns gefragt: Warum wird etwas Einfaches als „ein Stück Kuchen“ bezeichnet?

Hier geht es um die (mutmaßliche) Herkunft einiger typisch amerikanischer Ausdrücke. Aber lies sie „mit einer Prise Salz“!

 

broke (zerbrochen, kaputt) – kein Geld haben, pleite/ bankrott sein

Nach der Renaissance übergaben viele Banken in Europa ihren Kunden kleine Porzellanfliesen, auf denen der Name des Kunden, sein Kreditrahmen sowie der Name der Bank standen: wie Kreditkarten, nur schwerer. Der Kunde brachte die Fliese zur Bank, wenn er Geld leihen wollte, und wenn er den Kreditrahmen überschritten hatte, wurde die Fliese vom Bankkassierer „zerbrochen“.

 

flirt – jemand, der sich gegenüber einer anderen Person spielerisch verhält, so, als fühle er/ sie sich sexuell angezogen

Hiermit ist nicht nur der Flirt als „ein ungezwungenes, spontanes Spiel mit der gegenseitigen Anziehungskraft zwischen zwei Personen“ gemeint, ein Ausdruck, den wir ins Deutsche übernommen haben, sondern auch die Person, die dieses Spiel initiiert. Es ist ein sehr altes Wort, das Samuel Jackson 1560 in einem Wörterbuch so definiert hat: a pert young hussey, also „ein vorlautes junges Luder“. Zum Glück wird er heutzutage gleichermaßen für Männer wie für Frauen verwendet.

 

a piece of cake („ein Stück Kuchen“) – etwas, das leicht von der Hand geht

Es gibt im amerikanischen Englisch einige Ausdrücke mit Kuchen oder Torte, die bedeuten, dass etwas einfach ist: as easy as pie – „so einfach wie Torte“ (kinderleicht), a cake-walk – „ein Kuchengang“ (ein Kinderspiel), to take the cake – „den Kuchen nehmen“ (den Preis davontragen). Weshalb? Nun, Kuchen wurden in amerikanischen Sklavenstaaten oft als Preise in ländlichen Wettbewerben vergeben. Dort ließen Plantagenbesitzer ihre Sklaven paarweise im Kreis um den Kuchen in der Mitte herum tanzen, wobei die Sklaven die affektierte Gangart der Weißen nachahmen sollten. Dem anmutigsten Paar, dem dies am leichtesten fiel, wurde der Preis verliehen.

 

my two cents worth („meine zwei Cent wert“) – meine (unbedeutende) Meinung

Der Ursprung dieses Ausdrucks ist heiß umstritten. Manche Leute sagen, er stamme aus der Welt der Geldspiele, so muss man etwa im Poker einen Mindesteinsatz entrichten, um am Spiel teilzunehmen. Der Begriff könnte aber auch von two bits, zwei „Bit“, ins Amerikanische adaptiert worden sein: Die wertvollste Silbermünze in der früheren Währung des spanischen Kolonialreiches, der real de a ocho (auf Deutsch „das Achterstück“), bestand aus acht real oder bits. Eine mögliche ähnliche Herkunft wäre das englische two pennies worth. Vielleicht geht der Begriff damit auf die Kosten einer Postsendung zurück? Einen Brief zu verschicken kostete in England lange Zeit zwei Pennies.

 

to be hard as nails („so hart wie Nägel sein“) – knallhart/ stahlhart/ hart wie Eisen sein

Dies stammt aus Zeiten, als Nägel noch enorme Stücke aus Eisen waren, die sich sehr schwer verbiegen ließen. Im Internet wurde dieser Ausdruck inzwischen durch ein Bild von Chuck Norris ersetzt.

 

the whole nine yards („die ganzen neun Yard“) – alles, komplett, das volle Ausmaß

1 yard = 91,44 cm

Wusstest du, dass kein anderer Ausdruck der englischen Sprache so viele Spekulationen und Debatten ausgelöst hat? Er hat sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg verbreitet. Zu gängigen Erklärungen für seine ursprüngliche Bedeutung zählen die Menge Stoff, die es braucht, um einen dreiteiligen Anzug zu schneidern, die Kapazität eines Betonmischer-Lastwagens (neun Kubik-Yard), die Länge eines Munitionsgurtes für Maschinengewehre in Kampfflugzeugen im Zweiten Weltkrieg, oder die Anzahl der „Yards“ (in diesem Fall Pfosten), die die Segel auf einem Segelschiff spannen.

Zum ersten Mal trat der Begriff 1907 in Erscheinung, in einem Artikel über Baseball in einer Zeitung aus dem amerikanischen Bundesstaat Indiana. Daraufhin verschwand er wieder für fast ein halbes Jahrhundert, nur um in einem Zeitschriftenartikel über das Angeln in der Kentucky Happy Hunting Ground (etwa „Ideales Jagdrevier Kentucky“) von 1956 erneut aufzutauchen.

Doch die Geschichte nimmt noch eine Wendung wie im „Tatort“: 1921 verkündete eine Zeitung aus South Carolina in einer Überschrift „The Whole Six Yards of It“ („Die ganzen sechs Yard“).

Tja, liebe Sprach-Detektive, wahrscheinlich steckt hinter der Nummer Neun rein gar nichts. Über die Jahre werden Sprüche und Ausdrücke oft ausgeschmückt – auch wenn wir im Deutschen noch „Wolke Sieben“ sagen, ist diese im englischsprachigen Raum über die Jahre von der cloud seven zur cloud nine angeschwollen. Das wird die Leute dennoch nicht am Spekulieren hindern… denn worauf nun bezog sich ursprünglich the whole six yards?

 

Noch mehr interessante Wörter und Ausdrücke aus dem amerikanischen Slang findest du im neuen Kurs von Babbel, „Amerikanische Umgangssprache“!

 

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Quiz: Welche Vorurteile gegenüber Russland und den Russen stimmen wirklich?

Posted on July 16, 2014 by

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vorurteile gegenüber Russland und den Russen

Zur Veröffentlichung des neuen Russischkurses auf Babbel möchten wir ein paar typische Vorurteile gegenüber Russland und seinen Einwohnern auf den Prüfstand stellen. Dazu haben wir nicht nur Statistiken gewälzt, sondern auch Larisa Bulanova, Content Editor für Russisch in unserer Didaktik-Abteilung, um ihre russische Sicht auf die Dinge gebeten.

Also: Ist es wahr, dass Russen Wodka trinken, als gäbe es kein Morgen? Ist die russische Seele so eisig wie der sibirische Winter? Wird man in Russland zwangsläufig von Beamten gefressen oder von Bären geschröpft? (Halt, nein… umgekehrt.)

Achtung: Diese Vorurteile spiegeln nicht unsere tatsächliche Meinung wider. Sie dienen lediglich zur Unterhaltung – bitte nimm sie nicht allzu ernst.

Teste dein Wissen über Vorurteile gegenüber Russland… klicke, um mit dem Quiz zu beginnen.

 

 

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Die Verbindung von Träumen und Sprachenlernen

Posted on July 9, 2014 by

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Träumen und Sprachenlernen

Hast du dir schon einmal Gedanken gemacht über die Verbindung von Träumen und Sprachenlernen?

Man sagt, wer beginnt, in einer anderen Sprache zu träumen, fängt an, sie zu beherrschen. In den Achtzigern beobachtete der kanadische Psychologe Joseph de Koninck bei seinen Studienteilnehmern, die Französisch lernten, dass jene, die früher in ihren Träumen anfingen, Französisch zu sprechen, schnellere Lernfortschritte machten.

Aber waren sie schneller, weil sie träumten, oder träumten sie, weil sie schneller waren?

Psychologen und Neurowissenschaftler versuchen, den Zusammenhang zwischen Träumen und Sprachenlernen näher zu erforschen. Aber zu bestimmen, was tatsächlich während des Träumens passiert, ist eine sehr schwere Aufgabe. Manche Leute behaupten zwar, im Traum fließend eine Sprache zu sprechen, die sie im Wachzustand kaum beherrschen. Doch Träumer sind unzuverlässige Zeugen.

Das Unterbewusstsein ist zu erstaunlichen Dingen imstande, so etwa bei der Koma-Patientin, die ihre Muttersprache vergessen hatte und nur noch Deutsch sprach, nachdem sie wieder aufgewacht war. Vielleicht ist es so, dass das Gehirn beim Lernen einer Fremdsprache so beschäftigt damit ist, die neuen Informationen zu verdauen, dass das Bewusstsein nicht alles auf einmal aufnehmen kann – und vieles erst im Schlaf aus dem Unterbewusstsein zutage tritt.

Vielleicht aber auch nicht. Der springende Punkt ist, dass sich diese These bislang weder beweisen noch widerlegen lässt.

Ob Träume überhaupt einen psychologischen oder physiologischen Zweck haben, wird nach wie vor kontrovers diskutiert. Häufig wird angenommen, dass das Träumen dabei hilft, Probleme zu lösen, Informationen zu verarbeiten, oder das loszuwerden, was das Gehirn nicht braucht.

 

Wir sind aus solchem Stoff wie Träume sind, und unser kleines Leben ist von einem Schlaf umringt.

– William Shakespeare, The Tempest (Der Sturm)

 

Weil sich die Wissenschaft so schwer damit tut, Träume zu erklären, haftet ihnen immer noch  etwas Mysteriöses an. Damit erfüllen sie auch wichtige, kulturspezifische Funktionen: Man denke an Schamanen, die mithilfe von Träumen Menschen heilen oder die Zukunft vorhersagen, oder an die anhaltende Anziehungskraft der New-Age-Bewegung.

Vielleicht ist das Träumen in einer anderen Sprache der Ausdruck unseres Wunsches, sprachlich und kulturell „dazu zu gehören“. Ob man es nun als linguistischen Meilenstein betrachten mag oder nicht, es spiegelt auf jeden Fall das Bewusstsein für und die Beschäftigung mit der neuen Fremdsprache wider.

Lebe deinen Traum

Träumen und Sprachenlernen

Funktioniert denn das wortwörtliche Lernen im Schlaf (Hypnopädie), bei dem während des Schlafes Aufnahmen abgespielt werden, wirklich?

Um es kurz zu machen: nein. Die Wissenschaft hat Hypnopädie größtenteils als Humbug entlarvt. „Um komplexe Inhalte zu verarbeiten, braucht unser Gehirn eine Phase, in der äußere Reize ausgeschaltet sind“, sagt Jan Born, Schlafforscher an der Universität Tübingen. Florence Cardinal von der kanadischen National Sleep Foundation empfiehlt, vor dem Zubettgehen den Lehrstoff zu wiederholen und dann das Gehirn im Tiefschlaf die Arbeit machen zu lassen, das Gelernte im Gedächtnis zu verankern.

Im Durchschnitt schläft ein Mensch 75 Jahre lang jede Nacht acht Stunden. Das sind 220.000 Stunden Schlaf. Was, wenn man diese Zeit nun doch aktiv nutzen könnte?

Willkommen in der Welt des Klarträumens, oder luziden Träumens – wenn man im Traum merkt, dass man träumt und seinen Traum beeinflussen kann.

Dieser nicht unumstrittene Ausdruck wurde durch den niederländischen Psychologen Frederik van Eeden geprägt. Mittlerweile ist eine ganze Industrie gerne dabei behilflich, „die eigene Traumwelt zu erforschen, jede Fantasie zu erfüllen und das innere Genie zu entfesseln“ – natürlich gegen die ein oder andere Gebühr.

Es gibt allerdings wissenschaftliche Rückendeckung für das luzide Träumen. Der britische Psychologe Keith Hearne demonstrierte in den Siebzigern, dass man im Klartraumzustand bewusst die Augen bewegen kann. In weiterführenden Studien konnte Stephen LaBerge aus Stanford zeigen, dass sich die Gehirnaktivität während eines luziden Traums deutlich von der während eines „normalen“ Traums unterscheidet. Tatsächlich sehen Skeptiker das Klarträumen eher als meditativen Zustand, nicht als Schlaf.

Luzide Träumer räumen ein, dass man im Traum keine neuen Informationen lernen kann, etwa Wörter, die man zuvor noch nie gehört hat. Allerdings könne man bewusst die Entscheidung treffen, Vokabeln zu wiederholen, Verben zu konjugieren oder ein Gespräch mit einer ausgedachten Person zu führen.

Das ist so, als hätte man den Wiederhol-Manager von Babbel im Schlaf parat!

Oder man schaut bei Jan Born im Schlaflabor vorbei. Er hat entdeckt, dass sich das Erinnerungsvermögen seiner Studienteilnehmer um 8% verbesserte, wenn ihr Gehirn beim Schlafen mit Strom stimuliert wurde. Bitte nicht nachmachen! Außer im Traum.

In welchen Sprachen träumst du? Hattest du schon einmal einen luziden Traum? Wir freuen uns über deinen Kommentar!

 

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Fußballsprache in Brasilien: Englische Wurzeln treiben portugiesische Blüten

Posted on July 4, 2014 by

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Brazilian football language

Die Fußballsprache in Brasilien mit Ausdrücken wie Jogo bonito! oder Golaço! grassiert, seitdem die WM in vollem Gange ist, nicht mehr nur unter beinharten Fans und natürlich den Brasilianern selbst.

Mittlerweile gehören diese Begriffe zum Wortschatz eines jeden Fußball-Fans, der etwas auf sich hält, und spiegeln somit die schillernde brasilianische Fußballkultur und ihren Einfluss auf die ganze Welt wider.

Wenn man den Blick aber ein Jahrhundert zurück auf die Geburt des brasilianischen Fußballs richtet, kann man nicht anders, als den Einfluss einer kleinen Inselnation anzuerkennen, die nur ein einziges Mal die WM gewonnen hat (und im Vergleich zu Brasiliens fünf WM-Titeln daher etwas hinterherhinkt) – England.

Zwei Fußbälle, eine Luftpumpe und ein Regelwerk

Brazilian football language

Zwei Männer haben sich besonders darum verdient gemacht, den futebol nach Brasilien zu bringen.

Charles Miller, Sohn eines schottischen Lokführers und einer Brasilianerin mit englischen Wurzeln, wurde zum Studieren nach England geschickt, wo er Cricket und Fußball spielte. Er kehrte in seine Heimatstadt São Paulo mit zwei Fußbällen, einer Luftpumpe und einem Regelwerk zurück. (Man stelle sich vor, wie die Dinge gelaufen wären, hätte er stattdessen einen Cricket-Ball mitgebracht!)

Millers Biograf John Mills zitiert einen irritierten Journalisten aus São Paulo, der darüber schrieb, dass britische Sportsmänner an den Wochenenden zusammen kamen, „um etwas herumzutreten, das aussah wie die Blase eines Ochsen, was ihnen großes Vergnügen oder Verdruss bereitete, wann immer diese gelbliche Blase in ein mit Pfosten aufgestelltes Rechteck geriet.“

Miller spielte eine maßgebliche Rolle in der Gründung des São Paulo Athletic Club, wo er natürlich sich selbst als Stürmer aufstellte.

In der Zwischenzeit entdeckte ein junger Spross einer reichen englisch-brasilianischen Familie mit dem Namen Oscar Alfredo Cox in der Schweiz die Freuden des Fußballs. Als er zurückkam, organisierte er das erste Spiel überhaupt in Rio de Janeiro, im September 1901. Was Miller in São Paulo machte hatte sich herumgesprochen und so reiste Cox mit einer Gruppe Freunde nach Süden, wo sich die beiden Männer schließlich auf dem Platz trafen. Zweimal traten sie gegeneinander an; beide Spiele endeten unentschieden. Cox gründete ein Jahr später, im Alter von 22 Jahren, den Fluminense FC.

Ihre englischen Wurzeln kann man auch heute noch in der brasilianischen Fußballsprache nachhallen hören. Ein Innenverteidiger, im Englischen „centre-back“, wird in Brasilien manchmal noch beque genannt. Ein richtig guter Spieler ist ein craque, ein „crack“. Damit die eigene Mannschaft („team“ auf Englisch, time im Portugiesischen) den Pokal (Englisch: trophy, Portugiesisch: troféu) holt, ist es nötig, das ein oder andere Tor („goal“ / gol) zu schießen („shoot“ / chutar).

Fußball ist unser Leben

Brazilian football language

Schon 1919 zog das Lokalderby in Rio 18.000 Fans ins Stadion, vor dem weitere 5.000 standen und lange Gesichter machten, weil sie keine Tickets mehr bekamen.

Warum hat Fußball in Brasilien einen derartigen Siegeszug hingelegt?

Zugänglichkeit ist sicherlich ein Faktor. Alles, was man braucht, ist ein flacher Platz (und manchmal nicht mal das) sowie einen Ball, sonst nichts. Das allein ist aber keine hinreichende Erklärung für das Ausmaß, mit dem sich König Fußball durchgesetzt hat, denn China und Indien, Länder vergleichbarer Größe, haben ihn nicht derart angenommen. In Brasilien wurde Fußball zu einer Religion, einer Philosophie, einer Identität – und einer Sprache.

Der Ball – a bola, im Gegensatz zu seinem deutschen Gegenstück in weiblicher Form – ist etwas, das in Brasilien geschätzt und geliebt wird. Das Schlimmste was man tun kann, ist pisar na bola, auf den Ball zu trampeln. Da kann man gleich pendurar as chuteiras, die Fußballschuhe (an den Nagel) hängen und jegliche Hoffnung aufgeben: tirar o time de campo, das Team vom Platz ziehen. Wenn etwas absolut katastrophal gelaufen ist, hat man vielleicht sogar ein maracanaço erlitten – ein Begriff, der sich auf Brasiliens Niederlage gegen Uruguay im Finale der WM 1950 im Maracanã-Stadion bezieht, auch nach über einem halben Jahrhundert noch ein kollektives nationales Trauma.

Aber zurück auf die Sonnenseite. Der Ausdruck golaço ist nicht nur für spektakuläre Tore reserviert: Er kann für jede Meisterleistung genutzt werden, etwa wenn man einen Kunden mit einer unglaublichen Powerpoint-Präsentation umgehauen hat. Schließlich ist es wichtig, einen guten Eindruck zu machen wenn man das Trikot trägt, vestir a camisa, sprich, wenn man die Firma repräsentiert.

Falls man dann noch einen Schritt weiter geht und sich den Kunden selbst schnappt, um sein eigenes Unternehmen zu gründen… tja, ab und zu muss man eben ein bisschen egoistisch sein, oder im brasilianischen Fußball-Jargon die Ecke mit einem Kopfball verwandeln, bater o escanteio e cabecear a bola (die Ecke schlagen und den Ball köpfen). Es ist schließlich ein pontapé inícial (Anstoß), ein Neubeginn.

Nachspielzeit

Niemand möchte seine Mannschaft „an der Laterne“ sehen, na laterna – auf dem letzten Tabellenplatz.

Stattdessen wollen alle „den Ball essen“, comer a bola – hervorragend spielen.

Und jeder Torwart verzichtet gern darauf, „einen Truthahn zu bekommen”, levar um peru – einen richtig dämlichen Fehler zu machen.

Jetzt, wo du mit dem Jargon versorgt bist, probier doch mal unser Quiz zu brasilianischen Fußball-Ausdrücken!

 

Photo 1: ‘World Cup football – Soccer ball with flags of different countries’ ©iStock.com / andresr

Photo 2: Charles Miller & Oscar Alfredo Cox | CC0 1.0

Photo 3 ‘Maracana Stadium’ ©iStock.com / CelsoDiniz

 

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Warum lernen wir wirklich Fremdsprachen? Nutzerumfrage

Posted on June 18, 2014 by

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Wenn du gerade eine Sprache lernst, nimm dir kurz Zeit, um folgende Frage zu beantworten: Warum?

Diese Frage wurde kürzlich unter ökonomischen Gesichtspunkten gestellt. „Freakonomics” startete das Ganze mit einem Podcast, der die finanziellen Vorteile des Sprachenlernens hinterfragte. Im Prospero Blog des „Economists”, stellte Robert Lane Greene die Behauptung auf, der finanzielle Nutzen sei höher als zuvor angenommen und variiere stark, je nach Sprache.

Es lohnt sich, das zu diskutieren – obwohl es einen irgendwie traurig macht, die Schönheit (und den nicht messbaren Wert) des Erlernens einer neuen Sprache auf wirtschaftliche Rentabilität zu reduzieren. Aber wie entscheidend ist dieser Faktor? Für welche Altersgruppen und Nationalitäten spielt er eine Rolle? Was sind die wichtigsten Gründe, die Leute dazu bewegen, eine neue Sprache lernen zu wollen?

Dies sind Fragen, die uns stetig beschäftigen, daher haben wir uns Anfang des Jahres damit an unsere Nutzer gewandt.

Die Ergebnisse der Babbel-Nutzerumfrage liegen jetzt vor. Insgesamt gab es über 5000 Teilnehmer aus sechs verschiedenen Ländern: Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Spanien, Italien und den USA. Wir fragten dabei nach der Motivation der Nutzer, eine Sprache zu lernen und nach ihren Lerngewohnheiten und analysierten die Ergebnisse in Bezug auf Alter und Land.

 

Reisen, Sprachinteresse – und kognitives Training

Als Antwort auf die Frage, warum sie sich entschieden haben eine Sprache zu lernen, konnten die Umfrageteilnehmer bis zu drei Gründe angeben. Die zwei meistgenannten, „um sich besser auf Reisen zu verständigen” (26%) und „aus Interesse an der Sprache” (22%) waren keine Überraschung.

Die dritthäufigste Antwort, „um sich geistig fit zu halten” (17%), offenbart, wie schnell sich die Einstellung zum Sprachenlernen verändert.

Der laufende Fortschritt im Bereich der Neurowissenschaft hat zu einer Fülle von positiven Studien über das Sprachenlernen geführt, die zeigen, wie es kognitive Abläufe steigern, den Alterungsprozess des Gehirns verlangsamen und Demenz verzögern kann. Dies führte im Gegenzug dazu, dass „Gehirntrainings”-Firmen, wie Lumosity und Fit Brains aus dem Boden schossen und die Vorteile des Sprachenlernens und kognitiven Trainings für die Gesundheit betonten.

Sprachen zu lernen wird zunehmend als ein direktes Hilfsmittel zur persönlichen, kognitiven Weiterentwicklung verstanden.

Das Alter ist hier natürlich ein entscheidender Faktor: Mehr als 30% der Leute über 70 nannten das Sprachenlernen als Möglichkeit, sich geistig fit zu halten, während nur 5% der Leute unter 18 diese Angabe machten.

 

Französische Disziplin, Deutsches Laissez-faire

Im Gegensatz zu den Stereotypen von deutscher Effizienz und französischem Müßiggang, gaben 60% der französischen Nutzer an nach einem „festgelegten Rhythmus” zu lernen. Bei den deutschen Nutzern waren es nur 38%. Die Franzosen führen auch das Feld an, wenn es darum geht, täglich zu lernen (23%).

Das französische Schulsystem mit seinem Fokus auf Disziplin und regulären Unterrichtsstunden könnte dafür verantwortlich sein. Diese Theorie wird aber auch durch einen anderen, ziemlich charmanten Beweis untermauert – die hohe Anzahl der französischen Sprachenlerner, die uns schreiben, um sich dafür zu entschuldigen, dass sie in letzter Zeit zu wenig geübt haben.

 

Geld regiert die Welt

Wie viele Leute sind also de facto motiviert, eine Sprache (vielleicht auch nur indirekt) aufgrund finanzieller Vorteile zu lernen?

Diejenigen, die angaben, „für die Arbeitssuche” zu lernen gehören wohl dazu. Wenn wir großzügig sind, können wir auch diejenigen in die Gruppe aufnehmen, die „für die Arbeit” lernen, um dadurch ihre Chancen auf eine Beförderung oder eine bessere Position zu erhöhen.

Wenn wir diese beiden Faktoren zusammen nehmen, sind italienische Nutzer ganz oben auf der Liste (18%), gefolgt von den deutschen (12%) und französischen Nutzern (10%). Das Schlusslicht bilden die Amerikaner mit nur 5%.

Es bleibt aber anzumerken, dass unter den Babbel-Nutzern andere Beweggründe, wie, „um sich auf Reisen besser zu verständigen”, „aus Interesse an der Sprache” und „um sich geistig fit zu halten” weitaus verbreiteter sind.

 

 

 

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Quiz: Brasilianische Fußball-Ausdrücke

Posted on June 11, 2014 by

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Footballquiz_crops-09

Kennst du alle Spielsysteme im Fußball? Kannst du zwischen Flügelspieler” und Mittelfeldspieler” unterscheiden? Weißt du, wodurch Ungarn 1950 die Spieltaktik revolutioniert hat?

Wir auch nicht.

Mache stattdessen unser Quiz, um einige ungewöhnliche brasilianische Fußball-Ausdrücke zu entdecken.

 

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Nutzer-Tipps: Wie man sich am besten Vokabeln merkt

Posted on June 4, 2014 by

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Wir haben unsere Nutzer nach ihren persönlichen Methoden zum Merken von Vokabeln gefragt und die Tipps, die wir bekommen haben, waren wirklich großartig. Manche sind alte Lern-Klassiker, andere eher unkonventionell. Auf welche Art lernst du, was würdest du ergänzen? Erzähl es uns in den Kommentaren.

 

1. Ich mache Sport, während ich mir die Vokabeln vorsage - Joseph

Das ist erwiesenermaßen sehr effektiv. Eine Studie von 2010 untersuchte Personen, die Fahrrad fuhren, während sie Vokabeln lernten. Das Ergebnis: „Gleichzeitige physische Aktivität während des Vokabellernens erleichterte das Merken neuer Elemente”.

 

2. Ich singe die gelernten Wörter – David (und Charlie)

Singen ist eine sehr gute Lernmethode, nicht nur zum Wiederholen von Vokabeln, sondern allgemein zum Erlernen einer Sprache – nachzulesen beispielsweise im Blog-Eintrag von Benny Lewis, inklusive Karaoke.

Forscher an der Universität von Edinburgh haben herausgefunden, dass Erwachsene, die Wörter oder Sätze in einer fremden Sprache gesungen hatten, diese hinterher doppelt so gut sprechen konnten.

 

3. Ich schreibe die Wörter auf kleine Karteikarten und lernen mit ihnen, wann und wo es möglich ist – Stefan (und Milène)

Mit Karteikarten zu lernen ist eine beliebte und bekannte Methode. Manche Menschen  bevorzugen Karten, die auf einer Seite ein Bild haben und auf der anderen ein Wort, um sich eine Vokabel besser merken zu können. Andere schreiben lieber kleine Beschreibungen oder Übersetzungen auf die Rückseite.

Beide Varianten haben den Vorteil, dass man mit ihnen spielerisch lernen kann – etwa durch Memory- oder Tauschkarten-Spiele, das Einteilen der Karten in Kategorien, das Kombinieren verschiedener Karten, um Sätze zu bilden und vieles mehr.

 

4. Ich benutze das neue Wort in Sätzen oder Gesprächen mit mir selbst (ja, ich führe Selbstgespräche in verschiedenen Sprachen) – Chris (und Zelu)

Das ist kein Grund, sich selbst als verrückt abzustempeln! Babbels Sprach-Chamäleon Matthew Youlden nutzt diese Technik ebenfalls.

 

5. Ich schaue Filme immer in der Originalsprache, mit den Untertiteln ebenfalls in der Originalsprache; wenn ein Wort vorkommt, das ich nicht kenne, dann schreibe ich es auf und schlage seine Bedeutung nach. Am Ende schaue ich den Film noch einmal von vorne, mit allen übersetzten Wörtern. Das funktioniert wirklich – Claudio

Ein super Tipp für Film-Fans. Es ist vielleicht etwas zeitraubend, aber was könnte schöner sein, als Almodóvar und Bergman in der Originalsprache zu schauen, wenn man Filme und Sprachen liebt?

 

6. Ich spiele Videospiele in der Sprache, die ich lerne – Julius

Ein toller Vorschlag! Vokabeln werden in Videospielen oft wiederholt und in abgewandelter Form wieder verwendet. Es ist erstaunlich, wie wenig Aufmerksamkeit das Potenzial von Spielen als Hilfsmittel zum Sprachenlernen bekommt. Mit der Geburtsstunde der Online-Multiplayer-Games und der Möglichkeit, regionale Einstellungen zu ändern, wird es allmählich Zeit, dass man Videospiele in diesem Zusammenhang ernst nimmt. Spiele erschaffen oft authentische Szenarien, die eine plötzliche und schnelle Reaktion erfordern – es bleibt einfach keine Zeit, mal schnell nach einem Wörterbuch zu greifen, wenn gerade eine Armee Orks auf einen zustürmt…

 

Zum Schluss noch ein heißer Tipp von Lavinia, Iyes und Nicole, die Vokabeln am liebsten… mit Babbel lernen! Vielen Dank an alle, die über Facebook mitgemacht haben. Wir freuen uns sehr über weitere Tipps als Kommentar hier im Blog!

 

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Warum Grammatik (und Brokkoli) gut für dich sind

Posted on May 27, 2014 by

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Diesen Monat liegt unser Schwerpunkt auf Grammatik, mit einer bunten Vielfalt an neuen knackigen Kursen. Dazu gibt es neue Aussprachekurse, Aufbaukurse für Italienisch und Falsche Freunde.

 

Armer, alter Brokkoli, du ungeliebtes Gemüse! Ungeachtet der Tatsache, dass er sehr gesund ist und US-Präsident Barack Obama ihn als sein Lieblingsessen bezeichnet hat, mögen ihn die meisten Kinder überhaupt nicht – ebensowenig wie viele Erwachsene.

Ein bisschen wie Grammatik, die auch nicht sonderlich beliebt ist. Ewiges Konjugieren, schwierige Regeln und dicke, staubtrockene Regelbücher haben wohl jeden schon einmal zur Verzweiflung und zum Aufgeben gebracht.

Aber Grammatik muss nicht langweilig oder furchtbar sein. Der Trick liegt darin, sie richtig zuzubereiten – wie Brokkoli eben.

In kleinen, verträglichen Portionen kann Grammatik eine tolle Sache sein. Sie gibt vor, was funktioniert und was nicht. Sie schafft die Basis, die du brauchst, um reden und schreiben zu können. Und Grammatik ist nicht nur ein Werkzeug, um Sprache besser zu verstehenund zu variieren, sondern sie ermöglicht auch Einblicke in andere Kulturen – etwa ob Menschen mit einer Sprache “ohne Zukunft”, wie beispielsweise Chinesen, eher dazu neigen, ihr Geld zu sparen als solche, die eine Sprache “mit Zukunft” haben.

In diesem Monat erscheint eine große Auswahl an neuen Kursen mit viel knackiger Grammatik und Ausspracheübungen – und Falschen Freunden zum Nachtisch.

 

Für deutschsprachige Nutzer: Dänische und Niederländische Aussprache (Konsonanten), Polnische und Norwegische Grammatik, mehr Türkische und Französische Grammatik, Aufbaukurs 1 für Italienisch

 

 

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7 Gründe, warum wir Listen lieben – und warum sie schlecht für uns sind

Posted on May 22, 2014 by

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Wir mögen Listen, weil wir nicht sterben wollen.

- Umberto Eco, Die unendliche Liste

 

Ein allgegenwärtiges Phänomen besonders im englischsprachigen Internet sind die sogenannten „Listicles”, Artikel, die in Form einer Liste geschrieben sind. Sie lauern überall und ködern Leser mit reißerischen Überschriften wie „6 Gründe, warum Asiaten in der Schule besser sind als IHR Kind” oder „25 Lesben, die wie Justin Bieber aussehen”. (Halt, hier geblieben!)

Es ist Geschmackssache, ob sie einen zum Lachen bringen oder nur einmal mehr demonstrieren, dass die Menschheit dem Untergang geweiht ist. Mit Listicles sind Webseiten wie Buzzfeed, das es demnächst auch auf Deutsch geben soll, sehr groß geworden und beeinflussen wiederum klassische Print-Medien, allen voran die Klatschpresse.

Listen sind das in Text gegossene Abbild eines Zeitgeistes, der sich ständig ablenken lässt. Daher ist es spannend zu fragen: Was machen sie mit uns und unserer Art zu denken?

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Roll on: Die Geschichte der Babbel Bikes

Posted on May 14, 2014 by

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Gregory Simon in seiner natürlichen Umgebung – Foto von James Lane für Babbel.com

An einem sonnigen Mittwochmorgen im März machte sich Gregory Simon wie üblich für die Arbeit bereit. Er duschte, zog sich an, trank seinen Kaffee, verließ seine Wohnung…

…und kam einige Zeit später ziemlich aufgelöst und abgehetzt im Babbel-Büro an:

„Verdammt, mein Rad ist geklaut worden!”

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