The Babbel Blog

language learning in the digital age

Neujahrsvorsätze 2015 – Klischees, Überraschendes und der Kampf gegen den inneren Schweinehund

Posted on January 16, 2015 by

Internationale Neujahrsvorsätze 2015

Die letzten Tannenbäume liegen auf der Straße, die Weihnachtszeit ist vorbei und hat viele von uns mit schönen Erinnerungen, tollen Geschenken und plötzlich ein bisschen enger gewordenen Klamotten zurückgelassen. War das etwa ein zustimmendes Nicken? Gehört das Abnehmen der über Weihnachten (oder womöglich über das ganze Jahr) angesammelten Pfunde etwa auch zu deinen guten Vorsätzen für das neue Jahr? Steht, nach all den Lebkuchen und Plätzchen, Braten und Soßen, eine gesündere Ernährung ganz oben auf deiner Liste? Oder sind dir andere Dinge wichtiger, wie etwa, die kommenden Monate ein bisschen entspannter anzugehen und dich weniger stressen zu lassen? Schreib uns gerne deine persönlichen Neujahrsvorsätze in den Kommentaren

Nachdem wir im Dezember erklärt haben, “Weshalb Sprachenlernen dein guter Vorsatz fürs neue Jahr werden sollte”, wollten wir jetzt herausfinden, welche guten Vorsätze weltweit zu den beliebtesten gehören und wie viele Menschen wirklich erfolgreich Ihre Vorsätze umsetzen. Deswegen haben wir Babbel-Lerner in Deutschland, Italien, der Schweiz, Großbritannien, Frankreich, Österreich und den USA gefragt, was ihre Pläne für das Jahr 2015 sind. Könnte ein beliebtes Vorhaben beispielsweise das Lernen einer neuen Sprache sein? (Das wäre ja wirklich ein Zufall!). Und unterscheiden sich die Vorsätze von Land zu Land?

Internationaler Vergleich – Wer ist sportlicher, wer gesünder und wer will einfach nur ein bisschen mehr entspannen

Um mit einer Gemeinsamkeit zu beginnen: In allen befragten Ländern war das Lernen einer neuen Sprache der Spitzenreiter unter den Neujahrsvorsätzen. Das ist natürlich Musik in unseren Ohren, aber ehrlich gesagt nicht wirklich eine Riesenüberraschung. Schließlich sind die befragten Babbel-Lerner bereits begeistert vom Sprachenlernen. Also richten wir unseren Blick auf die anderen Top-Neujahrsvorsätze, die unsere knapp 10.000 Umfrageteilnehmer genannt haben.

Die amerikanischen Lerner beispielsweise halten es zwar für wichtig, ein paar Kilos zu verlieren und sich gesünder zu ernähren – also Adieu Burger und Pizza und Hallöchen grüner Smoothie und Salat (aber bitte ohne Mayonnaise und Käsewürfel). Sie scheinen aber, was mehr sportliche Betätigung betrifft, deutlich weniger enthusiastisch zu sein. Verglichen etwa mit Ländern wie Deutschland, Italien oder Österreich spielt Sport bei unseren Freunden jenseits des Atlantiks kaum eine Rolle im Jahr 2015.

Aber Halt! Vielleicht ist schlanker, fitter und gesünder zu werden, ohne sich dabei physisch zu verausgaben, ein Geheimtipp aus englischsprachigen Ländern? Die Umfrageteilnehmer aus Großbritannien scheinen ebensowenig zu planen, in den kommenden Monaten einen Fitness-Preis zu gewinnen. In spätestens einem Jahr werden wir vielleicht wissen, wie erfolgreich sie damit waren – und wenn ja, natürlich alles dafür tun, um ihr Geheimrezept zu erfahren!

Ein großes Thema in Großbritannien ist dagegen der Vorsatz, im kommenden Jahr weniger Alkohol zu trinken – fast doppelt so viele Briten nehmen sich das im Vergleich zu den anderen teilnehmenden Nationen vor: in Italien etwa bildet dieser Vorsatz das Schlusslicht. Also entweder sind die Italiener bereits ein gutes Beispiel an Selbstkontrolle, oder aber sie sehen einfach keinen Sinn in einem guten Abendessen ohne ein schönes Glas Rotwein (nur allzu verständlich).

Aber oh lá lá, was ist mit dem guten alten französischen Laissez-faire passiert? Gemäß unserer Umfrage scheinen die Franzosen ein stressiges Jahr hinter sich zu haben. Zumindest waren sie die einzigen, die weniger Stress im neuen Jahr häufiger genannt haben als Gesundheitsthemen wie gesünder essen, abnehmen oder Sport treiben.

Der traditionelle Neujahrsvorsatz, mit dem Rauchen aufzuhören, scheint, im Vergleich zu anderen Themen, kaum eine Rolle zu spielen – zumindest unter Sprachlernern. Und das in allen befragten Ländern. Das könnte mehrere Gründe haben: Sie sind entweder bereits Nichtraucher (Bravo), sie haben bereits aufgegeben, mit dem Rauchen aufhören zu wollen (weniger gut) oder sie haben einfach viel zu viel Freude daran, sich bei kaltem Schmuddelwetter in einen Restauranteingang zu quetschen, während ihre Nichtraucherfreunde drinnen gemütlich die Vorspeise genießen … Warum auch nicht, immerhin sind sie dabei an der ‘“frischen” Luft.

Zu viel Gerede über Gesundheit und neues Körperbewusstsein? Bitte schön…

Es gibt auch vielversprechende Neuigkeiten – neben dem beliebten und bereits erwähnten Sprachenlernen natürlich – für die Intellektuellen unter uns: Trotz oder gerade wegen der steigenden Anzahl an Talent-, Casting-, Reality- oder Freakshows im Fernsehen haben eine Menge Leute beschlossen, in Zukunft den Fernseher öfters mal auszuschalten (oder gar nicht erst anzumachen) und stattdessen ein interessantes Buch zu lesen.

Und was ist eigentlich den Deutschen wichtig?

Die Deutschen legen vor allem Wert auf ihre körperliche und geistige Fitness: Nach dem Lernen einer Sprache auf Platz eins der Neujahrsvorsätze für 2015 folgen mehr Sport, weniger Stress und Abnehmen. Und ein bisschen Dichter und Denker lässt sich auch hier erkennen, denn mehr Lesen befindet sich auf Platz fünf der Vorhaben – ehrlicherweise muss man dazu aber sagen, dass sich die Leseratten unserer Umfrage zufolge ziemlich stark in Europa und den USA ausgebreitet haben.

Das Rauchen aufzugeben und weniger Alkohol zu trinken gehören zu den am seltensten genannten Neujahrsvorsätzen der Deutschen. Und auch hier stellt sich die Frage, ob Rauchen und Trinken in Zeiten von Gesundheits-, Öko- und Anti-Aging-Wahn schon gar keine relevanten Themen mehr sind oder ob diese Vorsätze bereits als nicht einhaltbar eingestuft und daher einfach aufgegeben wurden. Vielleicht sind eine Zigarette und ein Bier (wahlweise auch ein Glas Wein) in netter Gesellschaft aber auch einfach zu liebgewonnene kleine Sünden, um sie einfach aufzugeben.

Alles schön und gut… aber wer schafft es tatsächlich, seinen guten Vorsätzen treu zu bleiben?

Immerhin scheint Optimismus etwas zu sein, mit dem Babbel-Lerner überall auf der Welt besonders gesegnet sind, vor allem die Österreicher: 71 % von ihnen sagen, dass sie mit ihren Vorsätzen vom letzten Jahr erfolgreich waren. Und selbst bei den Italienern, die hier das Schlusslicht bilden, geben noch 42 % an, im letzten Jahr erfolgreich ihren inneren Schweinehund überwunden zu haben (bei den Deutschen sind es übrigens 62 %). Hut ab!

Wir wünschen dir viel Glück beim Einhalten deiner persönlichen Neujahrsvorsätze! Versuche doch auch, optimistisch zu bleiben und mach dir nichts draus, falls es nicht klappen sollte. Das nächste neue Jahr kommt so oder so, soviel ist sicher.

Winterbräuche in Schweden und Russland

Posted on December 18, 2014 by

Winterbräuche

Babbel hat gerade zwei neue Kurse zum Thema Winterbräuche veröffentlicht: Winterfeste und Feiern in Russland. In den Kursen kannst du herausfinden, wie die Schweden zu mys stehen, wer ‘Lucia’ ist, wie Russen das neue Jahr feiern und noch Vieles mehr. Aber weshalb finden eigentlich so viele dieser Feiern und Feste im Winter statt?

Stell dir vor, du stehst auf und gehst im Stockdunkeln zur Arbeit. Kurz vor der Mittagspause geht die Sonne auf, nur um dann schon wenig später wieder unterzugehen – deine Pause ist gerade erst vorbei. Du gehst also nach der Arbeit im Dunkeln nach Hause,wachst vierzehn Stunden später wieder auf – und es ist immer noch dunkel. Das mag nicht besonders ansprechend klingen, aber so sieht der Winter in großen Teilen Nordeuropas aus. Feiern und kleine Rituale sind da eine gute Hilfe, um mit dem „langen Fünfuhrtee der Seele“ zurecht zu kommen.

Schauen wir uns etwa die Schweden an. Sie zünden Kerzen an und versammeln sich zu Hause, um ein bisschen mys zu erleben – was soviel bedeutet wie es sich gemütlich zu machen. Mys – das ist heutzutage wohl so etwas wie ein Schlüsselwort für die schwedische Kultur.

Alles ist mys und alle möglichen Wörter können daraus konstruiert werden: myskväll (gemütlicher Abend), höstmys (die Herbstgemütlichkeit), vintermys (die Wintergemütlichkeit), mystofflor (gemütliche Pantoffeln) oder – das berühmteste unter den mys-Wörtern – fredagsmys (die Freitagsgemütlichkeit). Das ist, wenn du mit der ganzen Familie vor dem Fernseher sitzt und Tacos isst. Oder vielleicht auch Kebabpizza, eine schwedische Fusion aus Kebab und Pizza, mit Eisbergsalat und Joghurtsauce obendrauf.

Alles in mys zu verwandeln, hilft den Schweden durch den Winter. Und Mitte Dezember, wenn die Nächte dem julianischen Kalender zufolge am längsten sind, bringt Lucia Licht ins Dunkel. Jeder Kindergarten, jedes Altersheim und jede Kirche wird von einer singenden Luciaprozession besucht, bestehend aus Lucia selbst, mit leuchtenden Kerzen im Haar, ihren weiblichen, tärnor genannten Begleiterinnen und den männlichen stjärngossar (Sternsinger), die riesige Papierkegel auf ihren Köpfen tragen.

Es ist schwer zu sagen, woher der Luciabrauch stammt, aber Teile davon gehen bis ins Mittelalter oder sogar bis in die vorchristliche Zeit zurück. Damals sollen dunkle Mächte ihr Unwesen getrieben haben, um Menschen zu quälen – insbesondere die Hexe Lussi, die mit ihren Lakaien durch den Himmel ritt und auf all jene Jagd machte, die leichtsinnig genug waren, sich draußen aufzuhalten. Später verschmolz diese Legende mit der katholischen Feier zu Ehren der Heiligen Lucia von Syrakus. Heute stellen die Luciafeste eine Mischung aus verschiedenen Traditionen dar, drehen sich dabei aber alle um ein zentrales Thema: Licht in die dunkelste Jahreszeit zu bringen.

Das wichtigste Jahresfest in Russland ist das Neujahrsfest, Novy God (Новый Год). Da auf Silvester (am 31. Dezember) fast direkt Weihnachten (am 7. Januar) folgt, haben die Russen etwa zehn Tage Urlaub mit jeder Menge Champagner, Kaviar und – mit ein bisschen Glück – Geschenken. Die Geschenke werden vom russischen Pendant zum Weihnachtsmann gebracht, dem дед Мороз (Ded Moroz, Väterchen Frost), der in Begleitung seiner Enkelin Снегурочка (Snegurochka, dem Schneemädchen oder Schneeflöckchen) Neujahrsfeste, Schulen und Kindergärten besucht.

Russische Bräuche haben meist religiöse, heidnische oder kommunistische Ursprünge und werden mit großem Enthusiasmus gefeiert, fast wie eine Art Protest gegen die alltägliche Mühsal. Der Alltag in Russland kann mitunter sehr hart sein, sei es im Kampf gegen das Wetter, soziale Ungerechtigkeit oder Bürokratie. Je schlimmer das Problem, desto härter und wilder feiern die Menschen – schließlich weiß niemand, was morgen kommt!

Während die einen an besinnlichen Gemütlichkeitszeremonien mit Glühwein teilnehmen, lassen andere den Wodka fließen, bis der Tag anbricht. Und du? Wie wirst du mit der Dunkelheit des Winters fertig? Hast du einen nordeuropäischen Lieblingsbrauch? Erzähl uns davon in deinem Kommentar!

Übersetzung aus dem Englischen von Inga Opitz

Porträt: Daniela in Brüssel

Posted on December 17, 2014 by

retratoBabbel-Nutzer-Porträts sind Auszüge aus dem Leben von Menschen aus der ganzen Welt. Wenn du deine Geschichte mit uns teilen möchtest, schreib einfach unten einen Kommentar. Diesen Monat haben wir mit  Daniela Schaller gesprochen, die mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn seit ein paar Monaten in Brüssel lebt und mit Babbel von null auf fünfzig Niederländisch gelernt hat.

Niederländisch habe ich im Mai 2013 angefangen mit Babbel zu lernen. Damals wusste ich noch gar nicht, dass ich eines Tages in Belgien leben würde. Mich hat die Sprache einfach schon immer interessiert. Der konkrete Anlass, endlich damit anzufangen, war dann die Hochzeit einer Freundin, die einen Niederländer geheiratet hat. Dafür wollte ich gerne ein bisschen Niederländisch lernen, um mich mit ihm und den niederländischen Gästen zumindest ein wenig unterhalten zu können. Als mein Mann dann die Stelle beim europäischen Parlament in Brüssel angeboten bekam, war das natürlich ein schöner Zufall.

Als ich in Brüssel ankam, hätte ich mich selbst dem Anfängerniveau A1 oder A2 zugeordnet, aber als ich mich in einer Brüsseler Sprachschule einschätzen ließ, wurde ich auf das Niveau B1 oder sogar B2, also Fortgeschrittenen-Niveau eingestuft. Dabei hatte ich nur mit Babbel gelernt. Hier in Brüssel gibt es zwar zuhauf Anfängerkurse für Niederländisch, aber Fortgeschrittene-Kurse leider kaum, zumindest nicht solche, die ich zeitlich problemlos besuchen kann, ich hab ja einen kleinen Sohn, den ich täglich vom Kindergarten abhole. Deshalb lerne ich jetzt einfach mit Babbel weiter.

Was mir so gut an Babbel gefällt ist eben auch, dass ich das Lernen einfach in meinen Alltag integrieren kann. Als wir noch in Potsdam gewohnt haben, habe ich immer unterwegs in der Bahn, auf dem Weg zu meiner Arbeit in Berlin gelernt. Ich sitze aber auch gerne zu Hause ein halbes Stündchen dran, während mein kleiner Sohn Nikolai spielt oder schläft.

Nikolai lernt übrigens Französisch in der Vorschule. In Brüssel wird nämlich vornehmlich Französisch gesprochen und kaum Niederländisch. Deshalb habe ich kurz vor meinem Umzug auch noch angefangen mein Schulfranzösisch mit Babbel aufzufrischen. Das hilft mir hier sehr, denn Französisch spreche ich wirklich täglich, angefangen bei der Wohnungssuche in Brüssel, aber auch beim Einkaufen, bei der Behörde oder jetzt wieder beim Kinderarzt. Englisch kommt allerdings auch immer noch vor, zum Beispiel, wenn es um Anmeldeformulare geht, oder wenn die französisch sprechende Lehrerin meines Sohnes merkt, dass Sie doch zu schnell für mich spricht.

Mein Mann fängt gerade erst an, Französisch auf der Arbeit zu lernen, obwohl da natürlich auch noch viel Deutsch gesprochen wird. Wahrscheinlich wird der kleine Nikolai das schneller draufhaben, als sein Papa! Er sagt in der Schule bereits “Maman” zu mir und kann schon bis dreizehn zählen. Es geht jetzt auch schon los, dass er durch die anderen Kinder vieles aufschnappt. Er sagt immer: “Ja, die anderen Kinder, die sprechen alle so ‘ne komische Sprache.”

 

Wenn du deine Geschichte mit uns teilen möchtest, schreib einfach unten einen Kommentar!

Weshalb Sprachenlernen dein guter Vorsatz fürs neue Jahr werden sollte

Posted on December 5, 2014 by

Guter Vorsatz fürs neue Jahr

Es ist mal wieder soweit, das Jahr neigt sich seinem Ende zu. Zeit, um stolz und zufrieden auf die vergangene Monate zurückzuschauen.  Vielleicht verspürst du aber auch tief in dir ein klitzekleines Bedauern: Hast du wirklich erreicht, was du wolltest? Die Gehaltserhöhung bekommen, die große Liebe gefunden, deinen Roman geschrieben? Oder sitzt du gerade auf einer Couch, umgeben von alten Oreokrümeln, schaust dir Wiederholungen von Eine schrecklich nette Familie an und fragst dich, wo alles schief zu laufen begann?

Nun, es ist Zeit, mit alldem abzuschließen. Das neue Jahr bringt neuen Schwung, Aufbruchstimmung und die Möglichkeit der Veränderung mit sich. Und entgegen aller schrecklichen Klischees, die sich um gute Vorsätze ranken, kann der richtige Vorsatz für das neue Jahr sehr motivierend wirken. (more…)

Porträt: Aldo aus Triest

Posted on November 26, 2014 by

Porträt: Aldo aus Triest

Wir starten eine Serie von Babbel-Nutzer-Porträts - Auszüge aus dem Leben von Menschen aus der ganzen Welt. Wenn du deine Geschichte mit uns teilen möchtest, hinterlasse bitte unten einen Kommentar. Diesen Monat haben wir mit Aldo gesprochen, einem 70-jährigen Italiener, der nach wie vor voller Energie und Motivation ist. Kanufahren am Morgen, Schach am Nachmittag und nun ein neues Ziel: Englisch lernen. (more…)

Britisches und irisches Essen: Nicht so schlecht, wie man denkt

Posted on November 19, 2014 by

britisches und irisches Essen

Matthew Youlden, Editor in unserer Didactics-Abteilung (oben mit Senior Project Manager Maren Pauli) und einer unserer Lieblingspolyglotts, hat einen neuen Kurs über britisches und irisches Essen entworfen. Er erzählt uns, warum das Essen aus seinem Land einen so schlechten Ruf hat, was man mit altem Brot alles machen kann und warum er irischen Whisky dem schottischen vorziehen muss.
(more…)

Weshalb das Alter nicht am Sprachenlernen hindert

Posted on October 22, 2014 by

gehirn

„Altsein heißt für mich immer: Fünfzehn Jahre älter als ich.“
– Bernard Baruch, US-amerikanischer Finanzexperte und Philanthrop.

 

Lieber Leser, stehst du gerade in der Blüte deiner Jugend? Bist du zwanzig, fit und voller Tatendrang? Liegt dein Leben noch vor dir wie ein majestätischer persischer Teppich?

Gut für dich. Dann mach dich jetzt vom Acker und lies etwas anderes.

Ah, so ist es schon viel besser. Jetzt, da alle jungen Hüpfer das Spielfeld verlassen haben, können wir offen über eine etwas heikle Frage sprechen: Ist es möglich, eine neue Sprache zu lernen, obwohl man schon ein bisschen älter ist? Kann man all die neuen Vokabeln noch im Kopf behalten? Neue Grammatikstrukturen lernen? Oder ist es zu spät, jetzt noch damit anzufangen? (more…)

Porträt: Mirelle aus Lausanne

Posted on October 17, 2014 by

Portrait: Mirelle aus Lausanne

Wir starten eine neue Reihe:  Babbel-User-Porträts aus der ganzen Welt – ein Schnappschuss aus dem Leben der Babbel-User, die verraten, warum sie eine neue Sprache lernen. Wenn ihr auch eure Geschichte teilen wollt, schreibt uns einen Kommentar. In diesem Monat haben wir mit Mireille, einer 24-jährige Schweizerin, gesprochen, die Schwedisch aus einem ganz bestimmten Grund lernt: der Liebe.

Meine erste Begegnung mit dem Schwedischen war in der Schule. Als ich 16 war, habe ich dort meinen Freund, einen waschechten Schweden, kennengelernt. (more…)

Wie wir Sprachen lernen: die “Militär-Methode”

Posted on October 8, 2014 by

Audiolinguale Methode

Meine Großmutter hatte in Australien in den späten Fünfzigern Französisch als Schulfach. Jahrelang lernte sie pflichtbewusst die Sprache, doch der einzige Satz, an den sie sich bis heute lebhaft erinnert, lautet:

La plume de ma tante est dans le jardin avec le lion.

Für diejenigen, die nie das Vergnügen hatten, sich mit der französischen Sprache zu beschäftigen: Das lässt sich mit „Der Federhalter meiner Tante befindet sich mit dem Löwen im Garten“ übersetzen. Dieser Satz ist eher ungeeignet, ihn galant in eine ungezwungene Unterhaltung einfließen zu lassen, um es mal vorsichtig auszudrücken. (more…)

Die Zungenbrecher-Challenge

Posted on October 1, 2014 by

Zungenbrecher

Wenn man eine Fremdsprache lernt, sind Zungenbrecher hervorragend dafür geeignet, die eigene Aussprache zu trainieren. Zungenbrecher, das sind ganze Sätze oder eine Folge von Worten, die schwer auszusprechen sind. Dahinter steckt oftmals eine Kombination ähnlicher Laute, wie „s“ und „sch“ oder „p“ und „b“. Meistens ist die Bedeutung von Zungenbrechern purer Quatsch, auch wenn der englische Klassiker „She sells sea shells on the sea shore, and the shells that she sells are sea shells, I’m sure“ im Jahre 1908 tatsächlich zu einem ziemlich populären Lied wurde, das auf dem Leben von Mary Anning, einer britischen Fossiliensammlerin, beruhte.

Um unseren neuen Kurs mit schwedischen Zungenbrechern zu feiern, haben wir uns unsere acht Lieblings-Zungenbrecher aus verschiedenen Sprachen – Englisch, Deutsch, Italienisch, Französisch, Dänisch, Schwedisch, Türkisch und Russisch – vorgeknöpft und sie in kurze Animationen verwandelt. Schaffst du es, sie nachzusprechen, ohne dich zu verhaspeln? (more…)