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Amerikanische Umgangssprache

Posted on July 22, 2014 by

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Amerikanische UmgangsspracheBabbels neuer Kurs, Amerikanische Umgangssprache, bringt dir einige sehr nützliche Ausdrücke des amerikanischen Englisch bei. Und wir haben uns gefragt: Warum wird etwas Einfaches als „ein Stück Kuchen“ bezeichnet?

Hier geht es um die (mutmaßliche) Herkunft einiger typisch amerikanischer Ausdrücke. Aber lies sie „mit einer Prise Salz“!

 

broke (zerbrochen, kaputt) – kein Geld haben, pleite/ bankrott sein

Nach der Renaissance übergaben viele Banken in Europa ihren Kunden kleine Porzellanfliesen, auf denen der Name des Kunden, sein Kreditrahmen sowie der Name der Bank standen: wie Kreditkarten, nur schwerer. Der Kunde brachte die Fliese zur Bank, wenn er Geld leihen wollte, und wenn er den Kreditrahmen überschritten hatte, wurde die Fliese vom Bankkassierer „zerbrochen“.

flirt – jemand, der sich gegenüber einer anderen Person spielerisch verhält, so, als fühle er/ sie sich sexuell angezogen

Hiermit ist nicht nur der Flirt als „ein ungezwungenes, spontanes Spiel mit der gegenseitigen Anziehungskraft zwischen zwei Personen“ gemeint, ein Ausdruck, den wir ins Deutsche übernommen haben, sondern auch die Person, die dieses Spiel initiiert. Es ist ein sehr altes Wort, das Samuel Jackson 1560 in einem Wörterbuch so definiert hat: a pert young hussey, also „ein vorlautes junges Luder“. Zum Glück wird er heutzutage gleichermaßen für Männer wie für Frauen verwendet.

 

a piece of cake („ein Stück Kuchen“) – etwas, das leicht von der Hand geht

Es gibt im amerikanischen Englisch einige Ausdrücke mit Kuchen oder Torte, die bedeuten, dass etwas einfach ist: as easy as pie – „so einfach wie Torte“ (kinderleicht), a cake-walk – „ein Kuchengang“ (ein Kinderspiel), to take the cake – „den Kuchen nehmen“ (den Preis davontragen). Weshalb? Nun, Kuchen wurden in amerikanischen Sklavenstaaten oft als Preise in ländlichen Wettbewerben vergeben. Dort ließen Plantagenbesitzer ihre Sklaven paarweise im Kreis um den Kuchen in der Mitte herum tanzen, wobei die Sklaven die affektierte Gangart der Weißen nachahmen sollten. Dem anmutigsten Paar, dem dies am leichtesten fiel, wurde der Preis verliehen.

 

my two cents worth („meine zwei Cent wert“) – meine (unbedeutende) Meinung

Der Ursprung dieses Ausdrucks ist heiß umstritten. Manche Leute sagen, er stamme aus der Welt der Geldspiele, so muss man etwa im Poker einen Mindesteinsatz entrichten, um am Spiel teilzunehmen. Der Begriff könnte aber auch von two bits, zwei „Bit“, ins Amerikanische adaptiert worden sein: Die wertvollste Silbermünze in der früheren Währung des spanischen Kolonialreiches, der real de a ocho (auf Deutsch „das Achterstück“), bestand aus acht real oder bits. Eine mögliche ähnliche Herkunft wäre das englische two pennies worth. Vielleicht geht der Begriff damit auf die Kosten einer Postsendung zurück? Einen Brief zu verschicken kostete in England lange Zeit zwei Pennies.

 

to be hard as nails („so hart wie Nägel sein“) – knallhart/ stahlhart/ hart wie Eisen sein

Dies stammt aus Zeiten, als Nägel noch enorme Stücke aus Eisen waren, die sich sehr schwer verbiegen ließen. Im Internet wurde dieser Ausdruck inzwischen durch ein Bild von Chuck Norris ersetzt.

 

the whole nine yards („die ganzen neun Yard“) – alles, komplett, das volle Ausmaß

1 yard = 91,44 cm

Wusstest du, dass kein anderer Ausdruck der englischen Sprache so viele Spekulationen und Debatten ausgelöst hat? Er hat sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg verbreitet. Zu gängigen Erklärungen für seine ursprüngliche Bedeutung zählen die Menge Stoff, die es braucht, um einen dreiteiligen Anzug zu schneidern, die Kapazität eines Betonmischer-Lastwagens (neun Kubik-Yard), die Länge eines Munitionsgurtes für Maschinengewehre in Kampfflugzeugen im Zweiten Weltkrieg, oder die Anzahl der „Yards“ (in diesem Fall Pfosten), die die Segel auf einem Segelschiff spannen.

Zum ersten Mal trat der Begriff 1907 in Erscheinung, in einem Artikel über Baseball in einer Zeitung aus dem amerikanischen Bundesstaat Indiana. Daraufhin verschwand er wieder für fast ein halbes Jahrhundert, nur um in einem Zeitschriftenartikel über das Angeln in der Kentucky Happy Hunting Ground (etwa „Ideales Jagdrevier Kentucky“) von 1956 erneut aufzutauchen.

Doch die Geschichte nimmt noch eine Wendung wie im „Tatort“: 1921 verkündete eine Zeitung aus South Carolina in einer Überschrift „The Whole Six Yards of It“ („Die ganzen sechs Yard“).

Tja, liebe Sprach-Detektive, wahrscheinlich steckt hinter der Nummer Neun rein gar nichts. Über die Jahre werden Sprüche und Ausdrücke oft ausgeschmückt – auch wenn wir im Deutschen noch „Wolke Sieben“ sagen, ist diese im englischsprachigen Raum über die Jahre von der cloud seven zur cloud nine angeschwollen. Das wird die Leute dennoch nicht am Spekulieren hindern… denn worauf nun bezog sich ursprünglich the whole six yards?

 

Noch mehr interessante Wörter und Ausdrücke aus dem amerikanischen Slang findest du im neuen Kurs von Babbel, „Amerikanische Umgangssprache“!

 

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Comments

Ich mag Englisch weil es mir Spaß macht es zu lernen und weil es sich einfach total gut anhört

ich habe es gern,weil ist es Deutsch leicht verstehend wenn für viele Jahre mein Sprach verloren ist.I tried not to use Google trad to write this reply !

ich möchte die amerikanische umgangssprache lernen

Hallo Marie – probieren Sie unseren Kurs aus!

Ich moechte amerikanisch
englisch lernen, Schwerpunkt: Konversation

I am interested in the American Slang program for German speaking people. Also , as a new language I would like to start a Swedish course.

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