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Mit dem besten Porzellan in den Pub – Britischer Slangkurs bei Babbel

Posted on November 21, 2013 by

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Wir hatten es schon immer vermutet und spätestens wenn wir einen Film oder eine Serie auf Englisch sehen, stellen wir fest: Die sprechen ganz anders als wir das in der Schule gelernt haben! Da heißt “money” plötzlich “dough” (Teig), niemand ist “speechless” sondern viel eher “gobsmacked” (baff) und keiner sagt, wenn er müde von der Arbeit kommt, “I’m exhausted!”, sondern “I’m knackered!” (Ich bin geschlaucht!).

Mit dem Kurs zur “Britischen Umgangssprache” wollen wir ein paar dieser alltäglichen Begriffe und Redewendungen vorstellen und geben mit lustigen Dialogen einen Einblick, wie sich britische Freunde über die abgefahrene Party letzte Nacht unterhalten oder wie sich ein Pärchen im Auto streitet, weil es sich verfahren hat und deshalb total abgenervt ist. Auch Lektionen zum Flirten und über Gefühle tragen dazu bei, dass man mitreden kann, falls man “chuffed” (geflasht) oder für jedes Späßchen zu haben ist.

BritishSlang

Als kleines Extra gibt es am Ende des Kurses zwei Lektionen zum Cockney rhyming slang, der im östlichen London gesprochen wird. Diese umgangssprachliche Varietät entstand Mitte des 19. Jahrhunderts und wird auch heute noch in Filmen und Literatur benutzt. Der rhyming slang klingt englisch und ist auch Englisch – und dennoch schwer zu verstehen. Beispiel gefällig? “Fancy going down the German for a few Britneys, me old China?” ist Cockney rhyming slang für “Do you want to go to the pub for a few beers, my mate?”

Für alle, die nun ein großes Fragezeichen über dem Kopf stehen haben, ist hier des Rätsels Lösung: der rhyming slang reimt Namen, Orte oder Begriffe auf die Wörter, die man sagen möchte, z. B. reimt sich “China plate” (Porzellanteller) auf “mate” (Kumpel). Dann wird beim Sprechen allerdings das Reimwort ausgelassen und nur der Teil gesagt, der sich nicht reimt! Somit bedeutet “China” = “mate”. Ganz schön verzwickt, oder?

Wenn du wissen willst, was es mit den “Britneys” und dem “German” auf sich hat, dann klicke hier für mehr Umgangssprache und rhyming slang.

Über die Bloggerin: Maren hat den Kurs “Britische Umgangssprache” als Content-Projektmanagerin produziert. Schon im Anglistik-Studium interessierte sie sich mehr für Slang als für Shakespeare und hat anhand von amerikanischen und britischen Fernsehserien und Filmen ihren Wortschatz in der Umgangssprache ausgebaut und von Zeit zu Zeit mit Begeisterung an Freunden “ausprobiert”.

Shakespeare und die polnische Sprache

Posted on November 15, 2013 by

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Wer Polnisch lernen möchte, der hat es besonders am Anfang nicht leicht. Vor allem die Aussprache kann einen in den Wahnsinn treiben. Polnisch, so scheint es, hat eine sonderbare Vorliebe für ellenlange Konsonantenkombinationen. Eine der ersten Hürden ist daher auch die etwas befremdliche Rechtschreibung. So mancher Lerner fragt sich, wie denn ein Wort wie “sznycel” in verständliche Laute umgewandelt werden solle – und ahnt nicht, dass sich dahinter das von der Aussprache fast identische “Schnitzel” verbirgt. Dieses wissen die Polen auf ihrem Mittagsteller nämlich genauso zu schätzen wie seine Namensgeber aus dem deutschsprachigen Raum.

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Überhaupt teilen die Polen mit anderen Ländern nicht nur viele kulinarische Vorlieben, Sitten und Gebrauchsgegenstände, sondern auch das dazugehörige Vokabular. Diese sogenannten “Lehnwörter” und “Internationalismen” – oder “guten Freunde”, wie jene bei Babbel heißen – erleichtern einem das Erlernen einer Fremdsprache enorm. Dass sie auf Polnisch als solche häufig nur schwer zu erkennen sind, liegt wohl daran, dass das Polnische insbesondere die alteingesessenen “Migranten” aus anderen Sprachen freundschaftlich in ihr eigenwilliges System der Laut-Schrift-Verbindungen aufgenommen hat. So verbirgt sich hinter “szofer” der “Chauffeur”, während “cywilizacja” schlicht und ergreifend die “Zivilisation” meint.

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Damit ihr also ein Wort wie “dżinsy” auf Anhieb als “Jeans” erkennt, aber auch damit euch originär polnische Wörter wie “pszczoła” (Biene) und “drzwi” (Tür) ganz leicht von der Zunge kommen, haben wir den Kurs “Gute Freunde” zusammengestellt. Hier lernt ihr Schritt für Schritt einige der wichtigsten Verbindungen zwischen Laut und polnischer Schreibweise an euch bereits vertrauten Wörtern. Aha-Erlebnisse sind garantiert: Denn auch wenn die polnische Rechtschreibung auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig erscheinen mag, ist sie doch sehr regelmäßig. Hat man erst ein paar Buchstabenkombinationen geknackt, geht das Lesen also wie von selbst. Schließlich belohnt eine echte Freundschaft am Ende immer alle auf sich genommenen Strapazen.

Übrigens gelten die Integrationsbemühungen der polnischen Rechtschreibung nicht nur den aus anderen Sprachen übernommenen Vokabeln, sondern sogar den Namen berühmter ausländischer Persönlichkeiten. So schreibt man den großen englischen Dichter Shakespeare mit dem langen und komplizierten Namen auf Polnisch – Szekspir. Wenn das mal keine Vereinfachung ist…!

Hier geht es zum Polnischkurs “Gute Freunde” !

Über die Bloggerin: Katharina ist bilingual deutsch-polnisch aufgewachsen und seit Juli als Content Trainee im Babbel-Team.