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Babbel Courses

Warum deine Muttersprache bestimmt, wie du eine Fremdsprache lernst

Posted on April 3, 2014 by

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Wie kommt es eigentlich, dass es den meisten Deutsch-Muttersprachlern leichter fällt, Englisch zu lernen als Spanisch? Warum ist Spanisch dann aber doch nicht mehr ganz so schwer, wenn man schon Französisch kann? Und wieso sind Türkisch oder Indonesisch noch einmal extra knifflig für uns?

Die Antwort liegt auf der Hand, wenn du schon einmal von Sprachfamilien gehört hast: Das sind Gruppen ähnlicher Sprachen, die von einer gemeinsamen Grundsprache abstammen. So gehören gleich sechs unserer angebotenen Lernsprachen zu den germanischen Sprachen, nämlich Deutsch, Englisch, Niederländisch, Dänisch, Schwedisch und Norwegisch, wobei sich die skandinavischen Sprachen untereinander noch einmal besonders ähneln. Die zweite große Sprachfamilie, die bei Babbel vertreten ist, sind die romanischen Sprachen: Spanisch, Portugiesisch, Französisch und Italienisch gehören zum Beispiel dazu. Die Sprachen innerhalb einer Sprachfamilie haben viel gemeinsam, beispielsweise klingen Zeitausdrücke in miteinander verwandten Sprachen ähnlich. Enge sprachliche Verwandtschaft schlägt sich aber auch oft in grammatikalischen Regeln und Konzepten nieder.

Sprachfamilien

Was bedeutet das nun für das Erlernen einer Fremdsprache und die Kurse bei Babbel?

Wir erstellen neue Kurse für eine Lernsprache meistens auf Deutsch und adaptieren diese dann für unsere anderen sechs Sprachen, auf denen wir Kurse anbieten. Das machen wir grundsätzlich so, dass wir beim Übersetzen und Anpassen so nah wie möglich an der Lernsprache bleiben, sprich, dass möglichst verwandte Wörter und ähnliche Satzstrukturen wie in der Lernsprache verwendet werden. Dabei gilt: Je ähnlicher sich die Sprache, die du bereits sprichst, und die Sprache, die du lernst, desto schneller begreifst du Regeln und Zusammenhänge. Wenn du also eine Sprache lernst, die zur selben Sprachfamilie gehört wie deine Muttersprache, bist du oft auf weniger zusätzliche Erklärungen angewiesen als jemand, dessen Muttersprache zu einer anderen Sprachfamilie zählt.

So schneiden wir die Babbel-Kurse auf deine Muttersprache zu

Hier ein Beispiel: Die Unterscheidung zwischen den Verben “pouvoir” und “savoir” ist für einen Deutschen, der Französisch lernt, nicht ganz so offensichtlich wie etwa für einen Italiener. Denn im Italienischen gibt es die Entsprechungen “potere” und “sapere”, wohingegen beide Verben mit demselben Wort ins Deutsche übersetzt werden, nämlich “können”. Die Erläuterungen, wann man “pouvoir” benutzt – dann, wenn etwas erlaubt oder möglich ist – und wann “savoir”, das eher “wissen, kennen, fähig sein” bedeutet, werden in den Französisch-Kursen für Italiener einfach weggelassen. Die einzelnen Verbformen von “savoir” und “pouvoir” müssen aber natürlich alle User, die Französisch lernen, gleichermaßen üben.

savoir vs pouvoir

Umgekehrt müssen wir manchmal beim Übersetzen unserer Sprachkurse vom Deutschen in eine andere Sprache Erklärungen hinzufügen. Beispielsweise sind Deutsche es gewohnt, Verben zu beugen: “ich bin, du bist, er/sie/es ist, …”. Im Französischkurs für Deutsche weisen wir also bei der Einführung von “être”, “sein”, nicht extra darauf hin, dass es für jedes Personalpronomen eine eigene Verbform davon gibt. Schwedischsprecher, die für alle Personalpronomen die gleiche Verbform benutzen – “jag är, du är, han/hon/den/det är, …” bekommen jedoch eine zusätzliche Erläuterung, und die sieht dann so aus:

Schwedische Lokalisierung

Hast du’s bemerkt? Auch wenn Deutsch und Französisch nicht zur selben Sprachfamilie zählen, sind sie sich in diesem Punkt doch sehr ähnlich. Wenn du es dir beim Lernen leicht machen möchtest, probier doch mal unsere “Gute Freunde”-Kurse in der Kursrubrik “Neu”! Dort findest du Ausdrücke und Redewendungen in deiner Lernsprache, die dir sicher schon aus deiner Muttersprache bekannt vorkommen.

Du willst Stolperfallen lieber direkt umgehen? Dann schau dir die “Falsche Freunde”-Kurse in der Rubrik “Extras” (wie hier für die Lernsprache Englisch) an. Sie helfen dir, nicht mehr länger Begriffe zu verwechseln, die so ähnlich klingen wie in deiner Muttersprache, aber etwas völlig anderes bedeuten.

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Liebesbriefkurs: Verliebt euch auf Englisch, Französisch oder Spanisch!

Posted on February 13, 2014 by

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Anrede-und-Abschiedsformeln

 

Ein Glück passiert es das ganze Jahr über und nicht nur zum Valentinstag: Man lernt sich kennen, wird neugierig aufeinander und kann plötzlich an nichts anderes mehr denken als an diesen ganz besonderen Menschen. Dennoch nehmen wir genau diesen Tag zum Anlass, euch unsere neuen Special-Kurse vorzustellen. In dem Kurs “Liebesbriefe” könnt ihr die Geschichte von zwei Protagonisten verfolgen, die sich auf einer Dating-Plattform kennenlernen. Früher wurde im Bekanntenkreis ja schon mal die ein oder andere Augenbraue deswegen gehoben, mittlerweile ist es aber ziemlich alltäglich geworden, sich zuerst online zu begegnen. Auch ihr kennt sicher ein glückliches Pärchen, das sich auf diese Art gefunden hat, oder habt sogar selbst euren Partner so kennengelernt.

Es kann einem schon in der eigenen Muttersprache schwer fallen, die eigenen Gedanken und Gefühle so in Worte zu fassen, dass man sein Gegenüber nicht gleich vor den Kopf stößt. “Uns war es nicht nur wichtig, dass man in dem Kurs Lesen und Schreiben übt, sondern auch eine spannende Storyline verfolgt. Und die Liebe ist nunmal ein spannendes Thema!”, erklärt unsere Senior Content Managerin Katja Wilde. Ob Mariana und David ihre anfänglichen Schwierigkeiten hinter sich lassen können und zueinander finden, erfahrt ihr im Lauf des Kurses.

Gleichzeitig erweitert ihr euren Wortschatz um Begriffe rund um das Thema Idealvorstellungen von Liebe und Beziehungen. Dabei lernt ihr, eure Gefühle auch in einer anderen als eurer Muttersprache auszudrücken. Der Kurs trainiert neben Wortschatz auch das Leseverstehen und das freie Schreiben von Texten und ist für unsere Lerner gedacht, die das Niveau B1 erreicht haben.
So könnt ihr, wenn ihr dabei seid euch zu verlieben, zur Sprache bringen, was Sache ist.

Das französische Pendant zu David und Mariana sind übrigens Alain und Romy, die sich im Kurs “Lettres d’amour” kennen und vielleicht auch lieben lernen. Findet es heraus:
Love Letters
Lettres d’amour
Cartas de amor

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Mit dem besten Porzellan in den Pub – Britischer Slangkurs bei Babbel

Posted on November 21, 2013 by

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Read this post in French (Français)

Wir hatten es schon immer vermutet und spätestens wenn wir einen Film oder eine Serie auf Englisch sehen, stellen wir fest: Die sprechen ganz anders als wir das in der Schule gelernt haben! Da heißt “money” plötzlich “dough” (Teig), niemand ist “speechless” sondern viel eher “gobsmacked” (baff) und keiner sagt, wenn er müde von der Arbeit kommt, “I’m exhausted!”, sondern “I’m knackered!” (Ich bin geschlaucht!).

Mit dem Kurs zur “Britischen Umgangssprache” wollen wir ein paar dieser alltäglichen Begriffe und Redewendungen vorstellen und geben mit lustigen Dialogen einen Einblick, wie sich britische Freunde über die abgefahrene Party letzte Nacht unterhalten oder wie sich ein Pärchen im Auto streitet, weil es sich verfahren hat und deshalb total abgenervt ist. Auch Lektionen zum Flirten und über Gefühle tragen dazu bei, dass man mitreden kann, falls man “chuffed” (geflasht) oder für jedes Späßchen zu haben ist.

BritishSlang

Als kleines Extra gibt es am Ende des Kurses zwei Lektionen zum Cockney rhyming slang, der im östlichen London gesprochen wird. Diese umgangssprachliche Varietät entstand Mitte des 19. Jahrhunderts und wird auch heute noch in Filmen und Literatur benutzt. Der rhyming slang klingt englisch und ist auch Englisch – und dennoch schwer zu verstehen. Beispiel gefällig? “Fancy going down the German for a few Britneys, me old China?” ist Cockney rhyming slang für “Do you want to go to the pub for a few beers, my mate?”

Für alle, die nun ein großes Fragezeichen über dem Kopf stehen haben, ist hier des Rätsels Lösung: der rhyming slang reimt Namen, Orte oder Begriffe auf die Wörter, die man sagen möchte, z. B. reimt sich “China plate” (Porzellanteller) auf “mate” (Kumpel). Dann wird beim Sprechen allerdings das Reimwort ausgelassen und nur der Teil gesagt, der sich nicht reimt! Somit bedeutet “China” = “mate”. Ganz schön verzwickt, oder?

Wenn du wissen willst, was es mit den “Britneys” und dem “German” auf sich hat, dann klicke hier für mehr Umgangssprache und rhyming slang.

Über die Bloggerin: Maren hat den Kurs “Britische Umgangssprache” als Content-Projektmanagerin produziert. Schon im Anglistik-Studium interessierte sie sich mehr für Slang als für Shakespeare und hat anhand von amerikanischen und britischen Fernsehserien und Filmen ihren Wortschatz in der Umgangssprache ausgebaut und von Zeit zu Zeit mit Begeisterung an Freunden “ausprobiert”.

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Stadt, Land, Fluss, Berg, Meer… Polen.

Posted on October 10, 2013 by

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Wer beim Stichwort Polen lediglich an Ostseebäder in Sozialismusschick und sibirische Wintereinbrüche bis in den Frühsommer hinein denkt, der hat Einiges nicht mitbekommen. Spätestens seit dem EU-Beitritt 2004 ist Polen als Reiseziel kein Geheimtipp mehr und Touristen aus aller Welt tummeln sich in den Vorzeigemetropolen Krakau, Warschau, Danzig und Breslau. Tatsächlich ist der Städtetrip eine der häufigsten Urlaubsarten für Polenreisende: Die ehemalige Krakauer Residenz der polnischen Könige Wawel, die neue alte Starówka (Altstadt) von Warschau, die nach ihrer nahezu vollständigen Zerstörung im zweiten Weltkrieg nach alten Plänen wieder aufgebaut wurde und die Europäische Kulturhauptstadt 2016 Breslau laden zum Besichtigen, Erkunden und Flanieren ein.

Auch das Wetter ist nicht so schlecht wie sein Ruf und eine Reise nach Polen selbst in den kühleren Jahreszeiten durchaus empfehlenswert. Wer nach Warschau fährt, sollte unbedingt einen Abstecher in das zwei Stunden südöstlich gelegene Lublin wagen – vor allem im August ein kulturelles Highlight! Händler aus West- und Osteuropa bieten dann auf dem historischen Jagiellonischen Jahrmarkt folkloristische Ware feil, während auf dem Plac Po Farze die ukrainische Kultband Dakha Brakha auftritt. Kurz darauf werden beim Carnaval Sztukmistrzów (Straßenkünstlerfestival) die Hochseile zwischen den Renaissancehäuschen in der historischen Altstadt gespannt, die Stadt wird nachts von Feuerjongleuren erleuchtet und der Cirque Baroque gastiert auf dem Schlossplatz.

Aber auch für Naturliebhaber hat Polen einiges zu bieten: Gleich mehrere Gebirgszüge (Tatry, Beskidy, Bieszczady), Nationalparks mit frei lebenden Wisentpopulationen (Żubry) – übrigens Namensgeber des wohl berühmtesten polnischen Wodkas Żubrówka – und sogar eine kleine Wüste! Die “polnische Sahara” (Pustynia Błędowska) erstreckt sich auf stolzen (?!) 33 km² nördlich von Krakau – hier muss also niemand verdursten. Auf über 500 km führt der Ostseeküstenweg-Radweg von Usedom bis nach Kaliningrad, und auf der Seenplatte Masury (Mazuren) hat sich inzwischen die neue Warschauer High Society ihr kleines Segelparadies errichtet. Achtung – Mückenspray (spray na komary) ist hier sehr angebracht!

Insbesondere wer fernab der größeren Städte unterwegs ist, sollte nebst Lonely Planet und Reiseapotheke auch ein paar polnische Grundvokabeln im Gepäck haben. Deshalb lernst du im neuen Kurs “Polnisch für den Urlaub”, wie du ein erfrischendes Bier bestellst, wo du nach einer langen Besichtigungstour leckere Piroggen bekommst, übst die Kontaktaufnahme mit Einheimischen und bist auch mit hilfreichen Tipps zum Apothekenbesuch für den kleinen Notfall gerüstet. Und wenn dich bei Wörtern wie zwiedzić muzeum (Museum besichtigen) der Schwindel packen sollte: Nur Mut! Denn wer sich auf das Wagnis einlässt, sich an den exzentrischen Konsonantenkombinationen der polnischen Sprache die Zunge zu verdrehen, wird auf sehr viel Wohlwollen und Begeisterung seitens der Polen stoßen, die selbst wissen, dass ihre Sprache nicht zu den einfachsten der Welt gehört – und die wohl auch ein wenig Stolz darauf sind…

Hier geht’s zum Kurs

Über die Bloggerin: Katharina ist bilingual deutsch-polnisch aufgewachsen und seit Juli als Content Trainee im Babbel-Team.

 

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O’zapft is! – Der Kurs zum Oktoberfest

Posted on September 6, 2013 by

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Dieser Post auf: Englisch (English)Spanisch (Español), Italienisch (Italiano)

Wenn man in anderen Ländern fragt, was dort denn so über Deutschland und die Deutschen bekannt sei, dann stehen Lederhose, Dirndl, Bier und die gute Brezel oder “Pretzel”, wie sie in englischsprachigen Ländern heißt, ziemlich weit oben auf der Liste. Auch das Oktoberfest selbst hat sich als größtes Volksfest weltweit einen Namen gemacht und ist ein Magnet für Besucher aus aller Herren Länder. Grund genug also, sich selbst auf den Weg dorthin zu begeben und sich eine eigene Meinung über das bunte Treiben auf “der Wiesn” zu bilden.

Denn das Oktoberfest hat viel mehr zu bieten als nur Bierzelte und brezelkauende Besucher in Dirndl und Lederhose. Wusstest du beispielsweise, dass es dort historische Fahrgeschäfte gibt, die zum Teil noch aus dem 19. Jahrhundert stammen, aus Holz und mit eigener Blaskapelle, die live spielt? Das “Krinoline” genannte Karussell wurde noch in den 1930er Jahren von vier kräftigen Männern handbetrieben, weil man die besondere Drehbewegung bis dahin nur manuell erzeugen konnte.

Auch so manche altehrwürdige Tradition stellt sich bei näherer Auseinandersetzung als neuester Trend heraus. Am Anfang des 19. Jahrhunderts trug man nämlich gar keine bayerischen Trachten auf dem Oktoberfest, sondern französische Mode…

Es gibt also viel zu entdecken! Mit unserem Kurs zum Oktoberfest können sich Anfänger sprachlich darauf vorbereiten und sich natürlich auch für die Bierbestellung bei einer echt bayerischen Kellnerin wappnen. Die kurzen Dialoge und Infocards sind zudem mit kulturellen und historischen Fakten gespickt. In der letzten von sechs Lektionen können sich mutige Lernende dann am bayerischen Dialekt ausprobieren. Denn dieser wird jedem Angereisten früher oder später auf dem Oktoberfest begegnen. Dann also: “O’zapft is! Des wird a Mordsgaudi!

Frauke und Maren sind Projektmanagerinnen bei Babbel und haben schon mehrfach zusammen Deutschkurse entworfen und getextet. Für den Kurs zum Oktoberfest haben sie sich für euch auf die Recherchereise in die sprachlichen, historischen und gastronomischen Tiefen der so genannten Wiesn begeben.

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Babbel-Aufbaukurse: Was heißt A-B-C und was machen wir besser als die anderen?

Posted on July 30, 2013 by

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A1, A2, B1, B2, C1, C2. So heißen Sprachniveaus seit einigen Jahren in Europa. Aber wofür stehen sie? Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (GER) des Europarats benennt mit A1/A2 die Anfängerniveaus, mit B1/B2 die Mittelstufe und mit C1/C2 die fortgeschrittenen Niveaus.

Vor Einführung des GERs wurde Sprachkompetenz in erster Linie durch Grammatik- und Wortschatzwissen getestet, also: Können Lerner korrekt übersetzen, grammatische Formen bilden und beherrschen sie die Rechtschreibung? Digitale Lernprodukte dieser Tradition lassen auf allen Niveaustufen gerne Vokabeln und grammatische Formen in Lücken füllen – je höher das Niveau, desto komplizierter der Wortschatz oder die Grammatik. Aber leider kann ein Grammatikspezialist mit Wörterbuch-Wissen nicht unbedingt in der echten Welt kommunizieren; das weiß jeder, der in der Schule gute Noten in einer Fremdsprache hatte und im Ausland trotzdem kein Wort herausbringt.

Der GER hat einen anderen Ansatz: Die Sprachniveaus A1 bis C2 bilden ab, wie gut Lerner in verschiedenen echten Kommunikationssituationen zurechtkommen, und zwar in den Kompetenzen Lesen, Hören, Sprechen und Schreiben. Ein paar Beispiele der Fertigkeit “Schreiben”: Auf Niveau A1 kann man Formulare ausfüllen, auf B1 einen kurzen Brief über vertraute Themen schreiben, auf C1 schon einen Aufsatz über komplexe Sachverhalte.

Der GER fokussiert also auf Kommunikation und Handlungsorientierung. Die Niveaubeschreibungen für A1-C2 nennen daher weder bestimmte Grammatikpunkte, noch bestimmte Vokabeln. Gerade Selbstlerner müssen auf Anfängerniveau allerdings eine Grammatik- und Wortschatzbasis aufbauen. Denn ihnen muss klar werden, wie ihre neue Sprache funktioniert und sie brauchen ein paar Vokabelbrocken, um selbst erste Kommunikationssituationen (noch mit kurzen, oft auswendig gelernten Sätzen) bestehen.

Was hat das nun mit Babbel zu tun? Mit unseren Anfängerkursen 1 bis 6 erreicht man Niveau A2. Das ist übrigens das Sprach-Level, auf dem die Meisten nach ein paar Jahren Schulunterricht stehen bzw. standen. Dieses Jahr veröffentlichen wir (nach und nach für verschiedene Sprachen) unsere Aufbaukurse, mit denen man Schritt für Schritt die Kompetenzen des GER-Niveaus B1 trainiert.

In den Babbel-Anfängerkursen stehen die wichtigsten Grammatik- und Wortschatzthemen im Zentrum, jedoch immer handlungsorientiert an authentischen Kommunikationssituationen ausgerichtet. In den neuen Aufbaukursen ist der Fokus umgekehrt: Grammatik- und Wortschatzaufgaben sind ab jetzt stark reduziert und der Schwerpunkt liegt auf Handlung, also selbst lesen, hören, sprechen, schreiben in konkreten Alltagssituationen.

In jeder Lerneinheit der Aufbaukurse erzählen wir eine Geschichte, anhand der die vier Fertigkeiten trainiert werden. In Teil 1 geht es vor allem um’s Hören und Sprechen: Nach einer kurzen Wortschatzeinführung gibt es Diktate, Hörverständnistexte, Ausspracheübungen mit Spracherkennung – und zum Abschluss wird innerhalb der Storyline eine Sprecherrolle in einem Dialog übernommen. In Teil 2 wird geht es mit Lesen und Schreiben weiter: mit Übersetzungsübungen, Leseverständnistexten und Aufgaben zum freien Schreiben, immer innerhalb der Geschichte. Grammatik wird in Teil 1 jeder Lerneinheit implizit über den Wortschatz eingeführt und in Teil 2 erklärt sowie mit Hilfe der Lese- und Schreibaufgaben trainiert.

Während die meisten Sprachlernprodukte auf Mittelstufenniveau nur komplizierte Vokabeln und Grammatikkonstruktionen in Lücken füllen lassen, vermitteln unsere Babbel-Aufbaukurse echte Kommunikationsfertigkeiten.

Probiert unsere Aufbaukurse für Französisch und Englisch aus!

Über die Autorin: Miriam erarbeitete schon für verschiedene Bildungsanbieter Lernmedien mit kommunikativer Sprachdidaktik: von Material für Präsenzkurse über Print und CDs zu Onlinekursen und Apps. Sie ist seit vier Jahren bei Babbel und leitet die Redaktion.

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Public Viewing, Shootings und andere Missverständnisse

Posted on May 31, 2013 by

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Britische Kinder lernen in der Schule üblicherweise Französisch, Spanisch oder Deutsch. Ich liebte es richtiggehend, Deutsch zu lernen. So sehr, dass ich Deutsch bis zu den A-Levels (ungefähr gleichbedeutend mit dem deutschen Abitur) behielt und sogar später an der Uni studierte. Endlich konnte ich Schiller, Goethe und Brecht im O-Ton lesen. Stellt euch also meine Enttäuschung vor, als ich feststellte, dass mir die Sprache, die man tatsächlich in Deutschland sprach, nur allzu vertraut war… Einen Double Whopper mit lecker Bacon und Cheddar Cheese, bitte!

Trotzdem – irgendwas stimmte da nicht. Ich verstand zwar tendenziell schon, was mit diesen “denglischen” Ausdrücken gemeint war, die auf mittlerer Führungsebene oder bei Persönlichkeiten wie Detlef D! Soost so beliebt waren. Ihre deutschen Entsprechungen schienen jedoch leichter verständlich zu sein. Was war hier los? Wie sich herausstellte, waren diese Wörter fast immer Pseudo- bzw. Scheinanglizismen. Oder einfach schlechte Übersetzungen.

Alle Deutschen wissen mittlerweile, dass das Handy nicht dem englischen mobile phone entspricht (wobei weitaus weniger wissen, dass handy “praktisch” bedeutet). Aber hättet ihr gedacht, dass ihr, wenn ihr irgendwo im Vereinigten Königreich den besagten Doppel Whopper und dazu eine Portion Country Potatoes bestelltet, nur verständnislose Blicke ernten würdet? Weil die Dinger bei uns nämlich potato wedges, also Kartoffspalten, heißen. Mir ist der Kiefer heruntergeklappt, als ein Englisch sprechender Freund mich zum Fußballschauen beim Public Viewing einlud, denn ich nahm an, dass jemand gestorben sei und dieser Freund überhaupt keinen Anstand besäße: Bei uns schaut man beim public viewing kein Fußball, sondern auf einen aufgebahrten Leichnam.

Diese adoptierten Wörter haben im Englischen fast immer eine andere Bedeutung. Beispiel gefällig? Kein Problem, es gibt etliche… Bei einer Flugshow bewundert ihr den Looping, den das Flugzeug in den Himmel zeichnet, dabei ist es in Wirklichkeit ein loop-the-loop. Im englischen Original solltet ihr den IT-Mann lieber nicht darum bitten, den Beamer für eure PowerPoint-Präsentation einzurichten (fragt stattdessen nach einem projector).

Und es hat wirklich keinen Sinn, jemanden zu einem Wellness-Wochenende überreden zu wollen (wenn überhaupt, dann zu einem Aufenthalt in einem spa). Englischsprachige Menschen kichern vielleicht über deutsche Drive-Ins: Wir fahren nämlich bei diesen drive-through Restaurants durch, bzw. dran vorbei, und nicht rein. Bei eleganteren Anlässen sind viele Menschen davon überzeugt, einen Smoking (the smoking = “das Rauchen”) getragen zu haben, wo es sich doch vielmehr um einen tux, tuxedo oder ein dinner jacket handelte.

Auch wenn sie sich in der Vergangenheit nicht immer ganz gesetzestreu gezeigt hat, war Kate Moss doch sicher niemals an einem shooting beteiligt, sonst hätte die Polizei sicher härter durchgegriffen – sie hat also nicht unzählige Schießereien mitgemacht, sondern photo shoots.

Disziplinierte Menschen gehen bei uns vielleicht ins gym, aber ganz sicher nicht ins Fitness Studio. Und, ganz wichtig: Sagt eurem Hochzeits-DJ nicht, er solle Evergreens auflegen, da er in dem Fall nämlich denken wird, dass ihr entweder von Weihnachtsbäumen (oder irgendwas anderem Immergrünen) oder einem ganz üblen Song von Westlife sprecht. Versucht es lieber mit ein paar golden oldies. Wo wir gerade bei “Oldies” sind: Es ist nicht angemessen, den oldtimer zu entführen und mit ihm ungefragt eine Runde zu drehen. Denn bei uns ist der old-timer ein alter Hase, der vermutlich etwas dagegen einzuwenden hätte. Wenn schon, dann schlagt höflich das classic, vintage oder heritage Auto für eure Spritztour vor.

Wer jetzt annehmen sollte, dass nur die Deutschen den Fauxpas begingen und sich Wörter falsch borgten, liegt daneben. Wir Briten und unsere amerikanischen Cousins bestellen auf dem Oktoberfest ungehemmt ein “Stein” Bier und bekommen, wenn wir Glück haben, einen Maßkrug vorgesetzt. Das Glas “Hock” ist für Wein reserviert, den wir so nennen, weil er aus Hochheim am Main kommt (oder kommen könnte). In ganz anderem Kontext habt ihr vielleicht mal vom “Strafing” der Air Force gehört, der Beschussnahme des Feindes aus der Luft. Wir tun es also alle – und nehmen uns nichts.

Robert Compton lebt und arbeitet seit 2009 als Übersetzer und Lektor in Berlin.

Einige “typisch Deutsche” Fehler im Englischen werden auch im Englisch & Denglisch-Kurs behandelt. Viel Spaß und viel Erfolg!

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Ab durch den Schilderwald!

Posted on May 29, 2013 by

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Mitten im multikulturellen Berlin-Kreuzberg befinden sich eine der größten türkischen Gemeinden Deutschlands – und unser Babbel-Büro! Was für eingefleischte und waschechte Berliner längst zum Stadtbild dazugehört, sticht Besuchern oft ins Auge: Viele Ladenbesitzer und Händler werben längst nicht nur mit deutschsprachigen, sondern auch mit türkischen Schildern. Sicher wissen die meisten längst, was Döner und Ayran sind, aber welches Fleisch oder Gemüse bekommt man, wenn man “sığır” und “patlıcan” bestellt? Vielen geht es vielleicht auch so wie mir, dass sie sich wundern, warum die Tür zum Supermarkt nicht aufgeht, obwohl drinnen viele Leute sind? Hätte ich gewusst, dass das Schild “çıkış” mich auf den “Ausgang” hinweist, hätte ich natürlich die Tür mit dem Schriftzug “giriş” (Eingang) gewählt!

In der Babbel-Redaktion kam uns daher die Idee zu einem kleinen Kurs, in dem wir einige wichtige Schilder vorstellen, wie man sie in der Türkei selbst, aber auch in deutschen Großstädten finden kann. Mit Fahrrad und Kamera bewaffnet sind wir durch die Berliner Straßen gezogen und haben alles fotografiert, was uns vor die Linse gekommen ist. Und wenn man dann seine Augen richtig öffnet, entdeckt man plötzlich viele Schilder und Schriftzüge, die man vorher gar nicht wahrgenommen hat. So steht neben der Zahnarztpraxis “dişçi” (Zahnarzt) und der Buchhändler heißt “kitapçı”. Die Fahrschule wirbt mit “sürücü kursu” (Fahrkursen) und der “baklavacı” (Baklava-Bäcker/in) bietet türkische Köstlichkeiten an.

Einige Wörter, die man im Schilderwald finden kann, klingen sogar ziemlich deutsch: “taksi” (Taxi), “kurs” (Kurs), “büro” (Büro) und “yoğurt” (Joghurt) zum Beispiel. Diese sogenannten Internationalismen gibt es in mehreren Sprachen und sie klingen gleich oder ähnlich und haben dieselbe Bedeutung. Somit versteht man oft mehr als man denkt!

Damit der Kurs nicht nur Schilder zeigt und übersetzt, haben wir die Lektionen mit kurzen Grammatikerklärungen und Aussprachehinweisen gespickt. Damit man im Zweifelsfall auch mit korrekter Betonung nach einer “tuvalet” (Toilette) fragen kann – und sich danach mit einem “teşekkürler” bedanken kann! Probiert es mal aus!

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Fjorde, Berge, Mitternachtssonne …

Posted on May 14, 2013 by

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… und ganz viel Natur. Es gibt viele Gründe seinen Urlaub in Schweden oder Norwegen zu verbringen. Ob man nun die norwegischen Fjorde entdeckt, rund um die schwedischen Seen wandern geht oder einen Strandurlaub in Südschweden plant, früher oder später wird man die ersten “Einheimischen” treffen.

Denn Skandinavien hat noch mehr zu bieten als Natur und weite Landschaften. Erkundet die norwegischen Städte Oslo, Bergen und Trondheim mit der trikk (Straßenbahn) und versucht euren billett (Fahrschein) für die Osloer t-bane (U-Bahn) auf Norwegisch zu kaufen. Trinkt euren Kaffee typisk svensk (typisch schwedisch) mit kanelbullar (Zimtschnecken) und påtår (zum Nachnehmen) – in den meisten schwedischen Cafés darf man sich seine Kaffeetasse noch einmal auffüllen, eine Kaffeekanne steht meistens auf der Theke.

Damit ihr Stadtbesichtigungen, Restaurantbesuche oder im Notfall auch einen Arztbesuch meistern könnt, haben wir die Kurse “Schwedisch für den Urlaub” und “Norwegisch für den Urlaub” erstellt. In übersichtlichen und abwechslungsreichen Lektionen lernt ihr hier die wichtigsten Wörter und Sätze rund um typische Urlaubsthemen. Außerdem gibt es in jeder Lektion hilfreiche Landeskundetipps, die euch sicher das eine oder andere Fettnäpfchen ersparen und über skandinavische Besonderheiten informieren. Wusstest ihr zum Beispiel, dass in Schweden und Norwegen fast niemand mehr mit Bargeld bezahlt und es dort ganz normal ist, sogar sein Bier mit Karte zu zahlen?

Hier geht es zu den Schwedisch Urlaubskurs

Eva ist derzeit Content-Praktikantin und studiert skandinavische Sprachen. Sie war natürlich schon häufig in Schweden und Norwegen unterwegs! Ihr Tipp für Schweden: die Schärenküste vor Göteborg.

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Karneval, Strände und Caipirinha…

Posted on April 30, 2013 by

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Dieser Post auf: Englisch (English), Französisch (Français), Spanisch (Español), Italienisch (Italiano)

…spätestens beim dritten Schlagwort weiß wohl jeder wovon die Rede ist: Brasilien! Mit seinen Puderzucker-Sandstränden ist es eines der Traumreiseländer unseres Planeten. Schon aufgrund seiner schieren Größe ist es erstaunlich, dass drei Wörter scheinbar ausreichen, um es zu charakterisieren. Denn zwischen dem Amazonas und seinem Sumpfgebiet im Norden und der wie die Schweiz anmutende Gebirgsregion im Süden gibt es mehr zu entdecken als Samba oder die Copacabana.

Es verwundert z. B. nicht, dass dieses Land der Superlative mit den Cataratas do Iguaçu einen der größten Wasserfälle der Welt beherbergt. Gleich neben diesem gigantischen Naturphänomen gibt es aber auch kleine Wunder: Vorlaute quatís (Nasenbären) flitzen durch den Nationalpark und stibitzen den Touristen ihre Chips und anderes Naschwerk direkt unter deren Nase weg.

Aber ganz gleich, wofür ihr euch auf einer Reise durch Brasilien entscheiden solltet: Eine der schönste Sachen am Reisen ist es, in Kontakt mit den Einheimischen zu treten. Die Brasilianer sind sehr aufgeschlossen. Es reicht schon, ein paar Sprachbrocken wie “Oi, tudo bem?” (Hey, alles klar?) hervorzuholen, um ein Gespräch in Gang zu bringen.

Damit ihr eine so erfolgreich begonnene Kontaktaufnahme nicht ausschließlich mit Händen und Füßen fortführen müsst, weil euch nun doch die Worte fehlen, haben wir den Kurs “Portugiesisch für den Urlaub” erstellt, der in zwölf Lektionen die wichtigsten Kommunikationsgrundlagen für euren Brasilienaufenthalt behandelt. In übersichtlichen Häppchen werdet ihr für Situationen, wie Orientierung, Einkauf oder Reservierungen trainiert. Auch auf Bestellungen im Restaurant und Kulinarisches, wie “feijoada” oder “água de coco” (Kokoswasser), wird eingegangen.

Mit diesen Grundkenntnissen werdet ihr merken, wie schnell sie sich vor Ort noch erweitern lassen. Frei nach dem Motto: Wer “Uma cerveija, por favor.” bestellt, sollte auch “Mais uma!” fordern können. Zu Deutsch: Wer sich ein Bier bestellt, sollte sich auch ein weiteres bestellen können.

 Frauke ist Content-Projektmanagerin mit den Schwerpunkten Spanisch und Portugiesisch. Ihren letzten großen Urlaub verbrachte sie in Brasilien und bereiste u. a. Ilha Grande, Rio und Iguaçu. Im neuen Kurs “Portugiesisch für den Urlaub” gibt sie viele Tipps zu Sprache und Landeskunde an euch weiter.

Hier geht’s zum Kurs “Portugiesisch für den Urlaub” in den Referenzsprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch.

 

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