The Babbel Blog

Babbel Inside

Warum deine Muttersprache bestimmt, wie du eine Fremdsprache lernst

Posted on April 3, 2014 by

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Wie kommt es eigentlich, dass es den meisten Deutsch-Muttersprachlern leichter fällt, Englisch zu lernen als Spanisch? Warum ist Spanisch dann aber doch nicht mehr ganz so schwer, wenn man schon Französisch kann? Und wieso sind Türkisch oder Indonesisch noch einmal extra knifflig für uns?

Die Antwort liegt auf der Hand, wenn du schon einmal von Sprachfamilien gehört hast: Das sind Gruppen ähnlicher Sprachen, die von einer gemeinsamen Grundsprache abstammen. So gehören gleich sechs unserer angebotenen Lernsprachen zu den germanischen Sprachen, nämlich Deutsch, Englisch, Niederländisch, Dänisch, Schwedisch und Norwegisch, wobei sich die skandinavischen Sprachen untereinander noch einmal besonders ähneln. Die zweite große Sprachfamilie, die bei Babbel vertreten ist, sind die romanischen Sprachen: Spanisch, Portugiesisch, Französisch und Italienisch gehören zum Beispiel dazu. Die Sprachen innerhalb einer Sprachfamilie haben viel gemeinsam, beispielsweise klingen Zeitausdrücke in miteinander verwandten Sprachen ähnlich. Enge sprachliche Verwandtschaft schlägt sich aber auch oft in grammatikalischen Regeln und Konzepten nieder.

Sprachfamilien

Was bedeutet das nun für das Erlernen einer Fremdsprache und die Kurse bei Babbel?

Wir erstellen neue Kurse für eine Lernsprache meistens auf Deutsch und adaptieren diese dann für unsere anderen sechs Sprachen, auf denen wir Kurse anbieten. Das machen wir grundsätzlich so, dass wir beim Übersetzen und Anpassen so nah wie möglich an der Lernsprache bleiben, sprich, dass möglichst verwandte Wörter und ähnliche Satzstrukturen wie in der Lernsprache verwendet werden. Dabei gilt: Je ähnlicher sich die Sprache, die du bereits sprichst, und die Sprache, die du lernst, desto schneller begreifst du Regeln und Zusammenhänge. Wenn du also eine Sprache lernst, die zur selben Sprachfamilie gehört wie deine Muttersprache, bist du oft auf weniger zusätzliche Erklärungen angewiesen als jemand, dessen Muttersprache zu einer anderen Sprachfamilie zählt.

So schneiden wir die Babbel-Kurse auf deine Muttersprache zu

Hier ein Beispiel: Die Unterscheidung zwischen den Verben “pouvoir” und “savoir” ist für einen Deutschen, der Französisch lernt, nicht ganz so offensichtlich wie etwa für einen Italiener. Denn im Italienischen gibt es die Entsprechungen “potere” und “sapere”, wohingegen beide Verben mit demselben Wort ins Deutsche übersetzt werden, nämlich “können”. Die Erläuterungen, wann man “pouvoir” benutzt – dann, wenn etwas erlaubt oder möglich ist – und wann “savoir”, das eher “wissen, kennen, fähig sein” bedeutet, werden in den Französisch-Kursen für Italiener einfach weggelassen. Die einzelnen Verbformen von “savoir” und “pouvoir” müssen aber natürlich alle User, die Französisch lernen, gleichermaßen üben.

savoir vs pouvoir

Umgekehrt müssen wir manchmal beim Übersetzen unserer Sprachkurse vom Deutschen in eine andere Sprache Erklärungen hinzufügen. Beispielsweise sind Deutsche es gewohnt, Verben zu beugen: “ich bin, du bist, er/sie/es ist, …”. Im Französischkurs für Deutsche weisen wir also bei der Einführung von “être”, “sein”, nicht extra darauf hin, dass es für jedes Personalpronomen eine eigene Verbform davon gibt. Schwedischsprecher, die für alle Personalpronomen die gleiche Verbform benutzen – “jag är, du är, han/hon/den/det är, …” bekommen jedoch eine zusätzliche Erläuterung, und die sieht dann so aus:

Schwedische Lokalisierung

Hast du’s bemerkt? Auch wenn Deutsch und Französisch nicht zur selben Sprachfamilie zählen, sind sie sich in diesem Punkt doch sehr ähnlich. Wenn du es dir beim Lernen leicht machen möchtest, probier doch mal unsere “Gute Freunde”-Kurse in der Kursrubrik “Neu”! Dort findest du Ausdrücke und Redewendungen in deiner Lernsprache, die dir sicher schon aus deiner Muttersprache bekannt vorkommen.

Du willst Stolperfallen lieber direkt umgehen? Dann schau dir die “Falsche Freunde”-Kurse in der Rubrik “Extras” (wie hier für die Lernsprache Englisch) an. Sie helfen dir, nicht mehr länger Begriffe zu verwechseln, die so ähnlich klingen wie in deiner Muttersprache, aber etwas völlig anderes bedeuten.

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Flüchtlinge aus dem Kongo geben sich selbst eine Stimme mit Babbel

Posted on February 11, 2014 by

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crisiÜber die Bloggerin: Crisi ist ein alter Hase bei Babbel und schon seit 2008 dabei. Nicht nur beruflich lernt sie gerne Leute kennen, um mit ihnen zu lernen: Sie hat schon 47 Länder bereist und bringt neben ominösen Souvenirs auch immer ein paar Brocken der jeweiligen Landessprache mit nach Hause. So begrüßt man sich auf Luganda, der anderen Amtssprache Ugandas neben Englisch, mit „Ki kati!“.

 

Ob in einem reichen oder armen Land, in einem winzigen Dorf oder im Sog einer Millionenstadt: Es braucht nicht viel, um sich neue Perspektiven zu erschließen – zum Beispiel einen Zugang zum Internet und Freude am Lernen. Diese Erfahrung habe ich letztes Jahr in Uganda wieder einmal gemacht. Im Februar bin ich für einen Monat nach Uganda gereist und habe mich dort in Kampala, der Hauptstadt, mit Edmund Page vom Xavier-Projekt getroffen. Diese Initiative und ihr Schwesterprojekt YARID (Young African Refugees for Integral Development) haben es sich zur Aufgabe gemacht, den zahlreichen Flüchtlingen in der Stadt einen Zugang zu Bildung zu ermöglichen.

Die meisten Flüchtlinge stammen aus dem Kongo, dem Nachbarland, in dem seit über zwanzig Jahren immer wieder blutige Konflikte aufflammen, und versuchen, sich im friedlichen Uganda eine neue Existenz aufzubauen. Bisher sind über fünf Millionen Menschen in dem Krieg um Gold, Diamanten und Bodenschätze getötet worden und schätzungsweise ein bis zwei Millionen befinden sich derzeit auf der Flucht, davon leben allein etwa 50.000 in Kampala. Ihnen fehlt es an allem, an Unterkünften, Essen und ärztlicher Versorgung. Als Studenten, Händler, Mütter, Krankenschwestern oder Lehrer sind sie von den Rebellen vertrieben worden, aber als Flüchtlinge, die eine andere Sprache sprechen, werden sie in Uganda nicht gleich mit offenen Armen empfangen. Außer mit anderen Menschen in ihrer Lage können sie sich kaum verständigen, denn im Kongo wird neben den lokalen Sprachen überwiegend Französisch gesprochen, in Uganda dagegen hauptsächlich Englisch. Wer also in Kampala Arbeit finden und am öffentlichen Leben teilhaben möchte, ist auf gute Englischkenntnisse angewiesen!Bildschirmfoto 2014-02-03 um 15.30.21

Bei YARID haben einige der Flüchtlinge die Möglichkeit, kostenlos an einem Englischkurs teilzunehmen. Sie können sich aber oft nur mit viel Mühe auf das Lernen zu konzentrieren, da Anfänger und Fortgeschrittene zusammen unterrichtet werden, oft etwa 70 Menschen gleichzeitig in einem kleinen Raum. Einer der ehrenamtlichen Helfer ist Robert, der schon 2008 aus dem Kongo geflohen ist und nun seine selbsterworbenen Sprachkenntnisse an diejenigen vermittelt, die ihm nachgefolgt sind.
Ein Stündchen lang habe ich Robert dabei geholfen, die größtenteils erwachsenen Schüler zu unterrichten. Das hat richtig Spaß gemacht, denn die waren mit Feuereifer dabei! Nach dieser kurzen Zeit war ich allerdings ziemlich geschafft, weil ich gegen den Lärmpegel in der kleinen Wellblechhütte ankämpfen musste. Außerdem fand ich es sehr schade, nicht besser auf die verschiedenen Lernlevels der einzelnen Kursteilnehmer eingehen zu können – manche langweilten sich sichtlich, während andere große Mühe hatten, dem Unterricht zu folgen, bei dem meistens ganze Sätze an die Tafel geschrieben und laut im Chor nachgesprochen werden. Besonders die Frauen im Kurs sind sehr schüchtern und trauen sich nicht, sich zu melden und nachzufragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben.

Nachdem mein Gastgeber Edmund mir den Computerraum des Xavier-Projekts gezeigt hatte, kam ich auf die Idee, Babbel einzusetzen – Englisch-Kurse am Computer würden schließlich all diese Probleme lösen!

new laptop
Erstmal war das aber nur ein halber Erfolg: Von zwölf der veralteten Klapperkisten funktionierten nur zwei gut genug und die Internetverbindung war zum Haareraufen langsam. Ich stellte meinen eigenen Laptop noch dazu und setzte immer zwei bis drei Leute an einen Rechner. Die meisten von ihnen hatten überhaupt noch nie einen Computer bedient und mussten sich erstmal damit vertraut machen, wie man mit der Maus klickt oder welcher Buchstabe wo auf der Tastatur zu finden ist. Aber einmal auf der Babbel-Website angelangt, klappte alles wunderbar: Lektion um Lektion wurden Vokabeln nachgesprochen und eingetippt – so lange, bis es Abend war und der Raum geschlossen werden musste.

Bildschirmfoto 2014-02-03 um 15.32.06

In den kommenden Tagen habe ich mehrfach einen “Ladies’ Day” veranstaltet und explizit Frauen aus dem Englischunterricht nachmittags in den Computerraum eingeladen, darunter Fatou, die mit über 60 Jahren eine der älteren Kursteilnehmerinnen ist. Von ihrem anfänglichen Kampf mit der Tastatur ließ sie sich nicht entmutigen und postete nach kurzer Zeit Bildschirmfoto 2014-02-03 um 16.53.55auf ihrem Facebook-Account eine Aufforderung an alle “Mamas”, es ihr gleichzutun und ebenfalls Englisch zu lernen. Zu sehen, wieviel Spaß Fatou und die anderen Frauen am Computer hatten, hat mich motiviert, mich für einen verlässlichen Zugang der Flüchtlinge zu Babbel-Kursen einzusetzen.

 

Zurück in Berlin startete ich innerhalb von Babbel und meines Freundeskreises einen Spendenaufruf, der recht erfolgreich war. So konnte ich im November mit einigen Laptops, Lautsprechern und etwas Geld für eine bessere Internetverbindung nach Uganda zurückkehren. Diesmal zeigte ich dem neuen Angestellten des Xavier-Projekts, Alex, wie man in Babbel Accounts erstellt, gespendete Freischalt-Codes einlöst und Kurse auswählt, die dem eigenen Lernstand entsprechen. Alex führt seit diesem Monat regelmäßige Computerkurse durch, bei denen er seinen Teilnehmern unter anderem zeigt, wie sie Babbel nutzen können.

So können die Flüchtlinge im Projekt mit eigenem Account Englisch lernen, wann girlsimmer sie Zeit haben und dabei gleichzeitig den Umgang mit dem Computer üben, was Vorteile bringt bei der Suche nach einem Job. Dabei kann sich jeder die Zeit nehmen, die er oder sie braucht, um nach eigenem Lernstand Englisch sprechen und schreiben zu lernen.

Ich freue mich sehr darüber, dass die kongolesischen Flüchtlingen in Kampala mit relativ wenig Aufwand eine Möglichkeit haben, ihre Situation zu verbessern und hoffe, dass viele von ihnen bald in der ugandischen Gesellschaft angekommen sind. Oft genügt ja nur ein kleiner Anstoß, um etwas hervorzubringen, das die Welt viel größer macht. Oder, wie man in Uganda ganz pragmatisch sagt: „Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt.”

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Ausgezeichnet: Wir gewinnen Deutschen Bildungsmedien Preis

Posted on February 22, 2013 by

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Der “digita 2013″ der Bildungsmesse didacta in der Kategorie Privates Lernen (über 16 Jahre) geht an Babbel! Katja und Regine haben den Preis am Mittwoch in Köln stellvertretend entgegen genommen. Hier ist die Begründung der Jury nachzulesen, die Babbel als “innovatives und motivierendes System” herausstellt, und hier ist die Übersicht über die diesjährigen Gewinner in allen Sparten.

Große Freude und stolz macht uns auch besonders das von der didacta produzierte Video über Babbel – denn so charmant und schlüssig wie diese beiden Jungs hat wahrscheinlich noch keiner Babbel auf den Punkt gebracht.

Danke, didacta, vom ganzen Babbel-Team!

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Sprachenlernen in seiner ganzen Vielfalt: Babbel wird fünf

Posted on January 15, 2013 by

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Dieser Post auf: Englisch (English), Französisch (Français), Italienisch (Italiano), Spanish (Español)


Das System babbel.com:

Die mit Abstand größte Veränderung stellen die über 200 neue Kurse dar, die unser Redaktionsteam in nur 12 Monaten mit Herzblut produziert hat. Insgesamt stehen euch, den Babbel Nutzern, nun 6300 Lernstunden zur Verfügung. Wenn man daran denkt, dass wir am 15. Januar 2008 mit einem Vokabeltrainer für fünf Lernsprachen rauskamen, hat sich so einiges getan.
Viele neue Kursformate feierten Premiere, darunter Lifestyle-Kurse, Diktatkurse, Umgangssprache und sogar ein witziger Dialektkurs für Deutsch ist dabei (bei dem Babbel-Mitarbeiter Sprecher waren).

Welcher Kurs gefiel euch soweit am besten?

Unsere neuesten Lernsprachen Türkisch und Niederländisch haben endlich die ersten Anfängerkurse erhalten – ein vielfach geäußerter Wunsch unserer Nutzer -, der für Polnisch ist in Vorbereitung. Voraussichtlich im Februar erscheinen zwei komplett neue Lernsprachen: Dänisch und Norwegisch.

Babbel hat sich aber auch optisch ganz schön verändert, und die Renovierungsarbeiten sind noch nicht abgeschlossen! Die Community-Seiten erfüllen nun moderne Design-Standards und sind um einiges übersichtlicher geworden, und auch der Trainer bekommt bald einen neuen Look. Aber keine Angst, der typische Babbel-Stil bleibt – sauber und schnörkellos, so wie ihr es gerne habt.

Mobile:

2012 war ein rasantes Jahr für unser Mobile Team: Im Februar kam die App für iPad, im März die App für Android, das iBook für iPad im Juni und das für Kindle im August. Dann im Oktober die App für Windows 8 – und das glänzende Finale zum Jahresende: Die iPad App Version 3.0, die das gesamte Kursprogramm, inklusive Synchronisierungsmöglichkeit des Lernstands zwischen Web und App, enthält. Insgesamt wurden 2012 die Babbel Apps ca. 4,5 Millionen Mal heruntergeladen. Es scheint, als ob wir euren Vorstellungen, wie gute mobile Sprachkurse gestaltet sein sollten, so langsam entsprechen!

Ihr (die Babbel-User):

Weltweit seid ihr 10 Millionen, die Babbel über euren Computer und/oder euer mobiles Gerät nutzen. Dieser rasante Anstieg ist sicher damit zu erklären, dass Babbel auf immer mehr Geräten mit unterschiedlichen Betriebssystemen verfügbar ist. Immer mehr Menschen können und wollen mit Babbel Sprachen lernen, und zwar unabhängig von Zeit und Ort. Das macht uns glücklich, denn wir sind zwar auf stetigem Wachstumskurs, haben aber immer noch das Ziel vor Augen, mit dem wir vor fünf Jahren gestartet sind: Sprachenlernen und Verständigung im Internet erleichtern.

Team:

Auch wir wachsen, im Herzen Kreuzbergs, enorm. Fast jede Woche dürfen wir ein neues, sympathisches Gesicht im Team begrüßen. Mittlerweile (Stand: Mitte Januar) sind wir 60 feste Mitarbeiter. Da wir im Büro in der Bergmannstraße mittlerweile aus allen Nähten platzen, beziehen wir Anfang März neue, größere Räume – in der Bergmannstraße. Wir bleiben unserem Kiez treu, denn Kreuzberg bringt uns Glück, wie Markus, unser Kapitän, sagt.

Ein herzliches Dankeschön an euch alle, und insbesondere an all diejenigen, die uns über die Jahre treu geblieben sind!

Keep learning and growing!

Happy Fifth Birthday Babbel!

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Der neue Kurs zur spanischen Umgangssprache bringt dich jetzt auf Zack!

Posted on December 20, 2012 by

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Dieser Post auf: Englisch (English)Französisch (Français)Spanisch (Español), Italienisch (Italiano)

Lockerflockig kommt sie daher, ungeniert und direkt: die Umgangssprache. Wieviel Spaß macht es bereits in der eigenen Muttersprache mal ordentlich vom Leder zu ziehen, oder ein weiteres umgangssprachliches Synonym für Kohle, Kröten, Steine, Eier zu finden!

Noch spannender ist es in einer Sprache auf Entdeckungstour zu gehen, die man neu erlernt. Und wie groß ist erst der Heidenspaß, wenn man einen Einheimischen mit umwerfenden Fremdsprachkenntnissen umhaut.
Was einem aber in der eigenen Sprache so leicht von der Zunge geht, lässt einen in der Fremdsprache plötzlich oft alt aussehen. Denn wie äußert man eigentlich einen so kleinen, leichten Einwurf wie: „Das ist ja krass!“? Da fehlen einem am Anfang im sprichwörtlich die Worte.

Als ich Spanisch lernte und zum ersten Mal „Estoy tiesa“ (Ich bin pleite.) statt „No tengo dinero.“ (Ich habe kein Geld.) sagen konnte, habe nicht nur ich mich wie eine Schneekönigin gefreut. Auch meine spanischen Freunde waren begeistert und haben mir vom Fleck weg noch ”Hicimos un fiestón.“ (Wir haben eine Riesenparty gemacht.) und ”¿Tienes un resacón?“ (Hast du einen Kater?) beigebracht. Es ist eben etwas anderes, ob man dem Freundeskreis mitteilt: ”Anoche lo pasamos bomba y hoy estoy hecha polvo.“ (Gestern haben wir die Sau raus gelassen und heute bin ich voll im Eimer.) oder ob man sagt: ”Anoche hicimos una fiesta y hoy no estoy muy bien.“ (Gestern haben wir eine Party gemacht und heute geht es mir nicht so gut.).

Gar nicht so einfach? Für die Nutzer von Babbel wird es jetzt zum Zuckerschlecken mit dem Kurs Spanische Umgangssprache zu Themen wie Liebe, Party, Strand und Leute. Der Kurs Französische Umgangssprache behandelt u. a. Kategorien wie Jugendslang, Verlan oder Abkürzungen. Ein besonderes Augenmerk haben wir bei diesen Kursen auf den Spaßfaktor und authentische Dialoge gelegt. In diesem Sinne: Haut rein!

Seit April 2012 arbeitet Frauke bei Babbel im Content. Als Projektmanagerin hat sie unter anderem den spanischen Umgangssprachekurs erstellt. Da sie selbst erst mit zwanzig Jahren in Sevilla (Spanien) ihre ersten spanischen Wörter und Sätze erprobte, weiß sie um die Vorteile möglichst schnell die ‘wahre’ Sprache der Einheimischen zu beherrschen.

Neben diesen beiden Kursen haben wir am 20.12. folgende Kurse veröffentlicht:
Portugiesisch Auffrischerkurs 1 (Neue Ausgabe)
Italienisch Auffrischerkurs 1 (Neue Ausgabe)
Niederländisch: Anfängerkurs 1
Französische Umgangssprache

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Neue Features auf babbel.com, Folge 1: Anti-Spam und Anti-Tippfehler, selbstgemacht

Posted on October 10, 2012 by

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Staub und Dreck und Kerzenschein liegt schon eine Weile zurück. Der gröbste Staub hat sich mittlerweile gelegt, vieles ist jedoch noch im Umbruch. Einiges ist passiert, was etliche Nutzer trotz solcher Ankündigungen auf dem Brett wahrscheinlich gar nicht wissen. Diese Feature-Serie soll etwas Licht ins Dunkel bringen.

Im Support lesen wir jeden Tag die Wünsche und Verbesserungsvorschläge unserer Nutzer. Mit vielen stimme ich absolut überein. Und ich ärgere mich auch regelmäßig,dass Veränderungen nicht bereits gestern umgesetzt worden sind. Auf der anderen Seite kriege ich bei Babbel die Anstrengungen der Entwickler und der Redaktion mit, und ich sehe tolle Dinge, von denen ich wünschte, sie wären längst für alle sichtbar. Vor diesem Hintergrund werde ich hier zusammen mit Ed, der aus englischer Perspektive schreibt, über neue Features auf Babbel berichten.

Als erstes wollen wir euch zeigen, was ihr selbst gegen Spam und Belästigung tun könnt. Neben der aktiven Benutzung der ‘Missbrauch melden’- Funktion im Nachrichtenbereich und bei den Freundschaftsanfragen und ‘Belästigung melden’ im Chat, versteht sich.

Faule Spammer

Unter Profil > Einstellungen gibt es zwei Einstellungen beiBabbel-Nachrichten”: Wenn ihr hier beide Haken setzt, können euch 1) nur noch Freunde Nachrichten schreiben und 2) nur Nutzer mit mindestens 100 Babbel-Punkten Freundschaftsanfragen schicken. Das hat den Vorteil, dass nur Nutzer eure Babbel-Freunde werden können, die auf Babbel auch jenseits der Community-Funktionen aktiv sind. Spammer haben an den Kursen selbst in der Regel nämlich kein Interesse. Erst wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, qualifizieren sie sich als “Freund” und können dir dann auch erst schreiben.

Most Wanted Feature Request

Bild anklicken für größere Ansicht

Auf diese gute Idee hat uns übrigens ein Nutzer gebracht. Es ist nämlich nicht so, dass wir nicht auf euch hören würden. Allerdings, und das soll an dieser Stelle auch mal gesagt sein, gehen die Bedürfnisse und konkreten Wünsche oft weit auseinander oder sind sogar vollkommen gegensätzlich. Eine überwältigende Einigkeit bestand jedoch bei unserem “Most Wanted Feature Request”: Der mit Abstand am häufigsten und mit größter Vehemenz vorgebrachte Wunsch war derjenige, dass einfache Tippfehler nicht als Fehler zählen sollten. Dass es also unbedingt eine Möglichkeit geben müsse, einen eingegebenen Begriff zu bestätigen.

Als unser Entwickler Trond schließlich eine sofort anwendbare Lösung dafür präsentierte, war hier bei Babbel dementsprechend Partystimmung.

Wie also geht’s? Einfach in Babbel eingeloggt den Link in die Adresszeile eures Browsers kopieren und Enter drücken: http://www.babbel.com/go/confirm-by-enter
Und wer das doch nicht will, genau wie oben beschrieben und dann: http://www.babbel.com/go/no-confirm-by-enter

Warum bauen wir das nicht ein? Machen wir doch. Anfangs wollten wir euch noch die Wahl lassen, aber jetzt kommt das so gut an, dass das im neuen Wiederholmanager Standard wird.

Bleibt dran, nächstes Mal erzählen wir euch vom Krieg der Sterne gegen die Herzen!

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Mistrzostwa Europy 2012 – Mit Babbel in die EM-Vorbereitung

Posted on May 21, 2012 by

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Wenn in weniger als einem Monat die Fußball EM 2012 in den Gastgeberländern Ukraine und Polen beginnt, sind (fußballbegeisterte) Babbel-Nutzer besonders gut vorbereitet: Der neue Kurs „Europameisterschaft 2012“ deckt den wichtigsten polnischen Wortschatz rund um das wunderbare Thema „Piłka nożna“ (Fußball) im allgemeinen und „Mistrzostwa Europy“ (Europameisterschaft) im speziellen ab.

In elf Lektionen können sich Fans, bevor sie – aus deutscher Sicht betrachtet – in ihr Nachbarland Polen reisen, fit für die sportliche Orientierung während der Spiele und sprachliche Begegnungen auch außerhalb des Stadions machen. Damit, wenn die UEFA Euro 2012 mit dem Spiel Polens gegen Griechenland am 8. Juni in Warschau beginnt, keiner im „Spalony“ (Abseits) steht.

Wieder aus deutscher Sicht betrachtet, geht es für unsere Jungs in der so genannten „Todesgruppe B“ am 9. Juni mit dem Spiel gegen Portugal los. Mit den Gegnern Portugal, Niederlande und Dänemark wird bereits die Vorrunde für Nationaltrainer Jogi Löw und seinen Kader alles andere als ein Spaziergang. Wir drücken dem Team fest alle zur Verfügung stehenden Babbel-Daumen, insbesondere im Hinblick auf ein schnelles erstes „Gol“ gegen Portugal. Und wünschen allen Teams und Fans eine friedliche und faire EM mit tollem Piłka nożna!

Übrigens ist der Fußball-Kurs nicht nur online auf Babbel erhältlich, sondern auch als kostenlose App für Android und iOS – für eine optimale Vorbereitung auf den Titel. Der Fairness halber: Es gibt die Kurse auch für englische, französische, italienische, spanische, portugiesische und schwedische Muttersprachler.


Schreibt uns gerne eure sprachlich-fußballerischen Erfahrungen rund um die EM in Polen, wir freuen uns über euer Feedback!

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Am Anfang war Edith Piaf: Making Of „Deutsch lernen mit Musik“

Posted on May 8, 2012 by

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Dieser Post auf: Englisch (English), Französisch (Français), Spanisch (Español), Italienisch (Italiano)

Katja Wilde, Content Project Manager bei Babbel, hat eine Vision. In Erinnerung an den Französischunterricht in der Schule steht sie bei sich zuhause in der Küche und schmettert „Non, rien de rien“.  Dass sie dabei nicht immer den Ton trifft, ist angesichts der vorhandenen Inbrunst völlig nebensächlich. Sie nimmt das Lied von Edith Piaf Ort und Stelle auf.

So ist das, wenn man bei Babbel arbeitet und etwas ausbrütet. Außenstehende könnten einem durchaus Wahnsinn unterstellen, nur weil man es normal findet, in der Öffentlichkeit kryptische Sätze in fremden Zungen vor sich hinzubrabbeln, die korrekte Bezeichnung für, sagen wir mal Fleischbällchen zu verkünden oder eben spontan die Küche zum Tonstudio zu machen.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Aber zurück zu Katja. Sie denkt an Musik, an Hörverständnis, an Lückentexte, und vor allem daran, wie viel lebendiger und leichter diese Art des Lernens für sie als Schülerin war, wie es einfach viel mehr Spaß gemacht hat, sich die Fremdsprache musikalisch-intuitiv zu erschließen als durch stumpfes Auswendiglernen. Sie beginnt, das Lied in seine Elemente zu zerlegen und sich verschiedene Lektionsabläufe auszudenken.

Parallel dazu werden knapp 2000 Babbel-Kunden befragt, wie sie gerne lernen. Ihre Antworten bestätigen die Erfahrung von Katja, die auch Miriam Plieninger, Head of Content bei Babbel, unterstreicht: „Ob beim Singen unter der Dusche, beim Musik hören im Auto oder beim Karaoke singen mit Freunden: wer Lieder in seiner Lernsprache singt, prägt sich nebenbei Sprachstrukturen ein und versteht Vokabeln aus dem Kontext“.

Nachdem also die Umsetzung der Idee „Deutsch lernen mit Musik“ beschlossene Sache war, war die erste große Herausforderung die richtige Musik zu finden. Sie musste „rechtefrei“, von der Melodie her eingängig und aus sprachlich-didaktischer Sicht geeignet sein. So fiel die Wahl auf acht Volkslieder, deren Texte von Katja und der Redaktion kritisch unter die Lupe genommen und hier und da einer Modernisierung und Vereinfachung unterzogen wurden.

Im nächsten Schritt bekam Christine Keck, Schauspielerin, Musikerin und Sprecherin bei Babbel, die Texte zu den Liedern, die sie auch melodisch neu interpretierte. Und so nahm sie schließlich die entzückenden, aber zum Teil etwas staubigen Weisen (wie z. B. „Wenn ich ein Vöglein wär“) als zeitgemäße Singer-Songwriter-Versionen auf.

Das Redaktionsteam arbeitete daraufhin an der ersten Übersetzung der Liedtexte ins Englische und der Übungsgestaltung und –reihenfolge und extrahierte unzählige Sound-Schnipsel, benannte sie und lud sie auf den Mediaserver. Und die Babbel-Entwickler bastelten an der aufwendigen technischen Umsetzung des neuen Formats, inklusive Karaoke-Komponente.

Mit vier Monaten war die Produktionsphase deutlich länger (und eventuell auch etwas mühsamer) als bei anderen Babbel-Formaten. Aber es hat sich gelohnt: Heute können Babbel-Lerner mit den Ausgangssprachen Englisch, Italienisch, Spanisch und Französisch mit Musik spielend und spielerisch Deutsch lernen. Und wenn man die Ideengeberin Katja fragt, ob sich die Mühe gelohnt hat? “Je ne regrette rien“, lässt sie verlauten, sie bereue nichts.

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Staub und Dreck und Kerzenschein

Posted on May 2, 2012 by

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Dieser Post auf Englisch (English)

Kabelsalat. Photo by strickerat. http://www.flickr.com/photos/strickerat/397768938Vor vielen Jahren wurde in meiner damaligen Wohnung die Elektrik saniert. Erst kam eine Dame von der Hausverwaltung, dann zwei Herren mit Krawatten und dicken Notizblöcken, Monate später schließlich zwei Elektriker. Die beiden haben äußerst gründlich erneuert: alle Wände aufgefräst, die alten Kabel herausgerissen, neue gezogen. Meinen museumsreifen Sicherungskasten gegen eine flache weiße Plastik-Box ausgetauscht. Zeitungen aus den 1920er Jahren hinter meinen Scheuerleisten vorgepult. Und die Lichtschalter verlegt.

Nach ein paar Tagen Staub und Dreck und Kerzenschein hatte ich eine schicke neue Elektrik. Ich konnte nun ohne Metalldetektor einen Nagel in die Wand hauen. Die Kabel liefen jetzt ja strikt nach Norm statt kreuz und quer durch die Wände. Ich konnte in der weißen Plastik-Box kinderleicht Sicherungsschalter umlegen und im Wohnzimmer dank der neuen Doppelschalter wohlige Lichteffekte zaubern. Aber ich war verloren in meiner eigenen Wohnung: sie hatten die Lichtschalter verlegt. Ich kam in ein Zimmer, patschte gegen nun nackte Wand und stand im Dunkeln. Schön war das nicht.

Bei Babbel machen wir zur Zeit etwas Ähnliches. Wir bauen um. Wir verlegen Lichtschalter.

Zum Beispiel stellen wir zur Zeit den gesamten Community-Bereich um: das Brett, die Leute-Seite, die Nachrichten und Freundschaftsanfragen.

  • Sehr viele unserer Nutzer möchten Babbel auch auf dem iPad (oder einem anderen mobilen Gerät) öffnen können. Die Umstellung ist ein Schritt dorthin.
  • Babbel wird nach der Umstellung wesentlich schneller.
  • Wir können Spam besser verhindern.
  • In Zukunft können wir Feature-Wünsche wesentlich schneller umsetzen.

Oder unsere Schreibaufgaben. Wir haben eine neue Version gebaut, bei der mehr Nutzer mitmachen. Insbesondere Anfänger trauen sich mit der neuen Version offenbar eher, einen eigenen Text zu schreiben.

Auch die Kursübersicht haben wir überarbeitet und schalten sie in den nächsten Tagen für alle Lernsprachen auf. Und das Babbel-Login wollen wir vereinheitlichen. Alle sollen sich demnächst nur noch mit ihrer E-Mail-Adresse einloggen können.

Wer das bisherige Babbel gewohnt ist, wird sich vielleicht manchmal so fühlen wie ich damals in meiner Wohnung. Wir wissen genau, was für eine Zumutung das ist, und machen solche Änderungen nicht einfach nach Gutdünken oder aus einer Laune heraus. Jeden Monat bekommen wir Hunderte von Verbesserungsvorschlägen. Wir lesen jeden einzelnen. Monat für Monat sitzen wir über der Kritik und den Vorschlägen unserer Anwender zusammen. Wir lesen sie, diskutieren sie, ordnen sie in Kategorien und zählen sie.

Manche Wünsche sind schnell erfüllt. Manche erfordern so grundlegende Änderungen im System, dass wir sie lange und gründlich vorbereiten mussten. Jetzt geht der Umbau spürbar los. Staub und Dreck und Kerzenschein.

Meinetwegen hätten sie die Lichtschalter damals übrigens nicht verlegen müssen… ich wusste ja, wo sie waren. Ich war es ja gewohnt, hinter den Kühlschrank zu greifen, wenn ich in die Küche kam. Aber eben nur ich. Der größte Unterschied fiel mir erst Wochen nach der Sanierung auf: Kein Besuch schrie jemals mehr “Anne, wo geht denn hier das Licht an?”

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Englisch aus der alten und der neuen Welt

Posted on April 10, 2012 by

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new england

Englisch ist nicht gleich Englisch. Zwischen dem amerikanischen und dem britischen Englisch liegen manchmal Gegensätze so groß wie der Atlantik. An anderen Stellen sind die Unterschiede wiederum so klein und fein, dass man genau hinschauen muss, um sie überhaupt zu erkennen. Andererseits sind scheinbare Gemeinsamkeiten oft ein Trugschluss – und unfreiwillig komödiantische Momente vorprogrammiert. Mit dem neuen Kurs „Amerikanisches und britisches Englisch“ bringt Babbel Ordnung in diese sprachlich-kulturelle Verwirrung zwischen Big Ben und Freiheitsstatue.

Einigkeit besteht ohne Zweifel darin, dass sich Englisch seit geraumer Zeit immer mehr zur universellen Weltsprache entwickelt. Es ist die inoffizielle „Amtssprache“ der Geschäftswelt, in vielen internationalen Organisationen die offizielle Sprache und meistens die erste Fremdsprache, die man lernt. Aber was genau ist das „echte“ Englisch? Während viele auf das „Queen’s English“ oder „Oxford English“ schwören, werden andere einwenden, dass viel mehr Menschen amerikanisches Englisch sprechen, und dass es deshalb ein starkes Gewicht hat.

So richtig einig wird man sich dann wohl doch nicht werden. Was man aber machen kann, ist die (feinen) Unterschiede unter die Lupe zu nehmen, damit man sich zurecht findet. Wenn man zum Beispiel in den USA ist und Heißhunger auf diese in fett gebratenen, dünnen Kartoffelscheiben bekommt, kann man einfach “chips”  bestellen. In Großbritannien hingegen würden einem dann Pommes Frites vorgesetzt, die wiederum in den USA “french fries” heißen. Mitten in diesem Spannungsfeld voller potentieller Fettnäpfchen setzt Babbel mit dem neuen Kurs an: Mit Schreib-, Aussprache- und Grammatikübungen sowie umgangssprachlichen Exkursionen werden die Unterschiede, die momentan herrschen, vermittelt.

Denn genauso, wie sich die Welt, in der wir leben, ständig verändert, ist auch die Sprache einer ständigen Veränderung unterworfen. Als die englische Sprache 1620 mit den ersten Siedlern nach Amerika übersetzte, fand sie dort die richtige Freiheit, um sich weiter zu entwickeln. Angesichts neuer Pflanzen (z. B. Pekan- und Hickorybaum), Tiere (Klapperschlange, Opossum) und geografischen Besonderheiten (Bluff, Wasserscheide) wurde eine Erweiterung des traditionellen Englisch unerlässlich. Auch einige Wörter aus der Sprache der indigenen Bevölkerung Amerikas fanden Einzug in die neue englische Sprache („moose“ – Elch, Mokassin).

Während des Mittelalters stand England 300 Jahre lang unter französischer Herrschaft. Folglich wurden viele Wörtern vom Französischen in die englische Sprache aufgenommen. Die Buchstabierung vieler dieser Wörter wurde von den Amerikanern vereinfacht, so dass sie auch visuell eindeutig der englischen Sprache zuzuordnen waren. So wurde die britisch/französische Endung von „metre” und „theatre” in Amerika zu „meter” und „theater”. Die Puritaner in Amerika strebten ein Englisch an, das noch besser war, als jenes, das man in England sprach. Noah Webster, dessen Wörterbuch bis heute gekauft wird, veröffentlichte die erste Version 1828. Er vereinfachte an vielen Stellen die Schreibweise, indem er z. B. das nicht zu hörende ‚u’ entfernte. So wurde „flavour“ zu „flavor“ und „colour“ zu  „color“ (ebenfalls Wörter, die aus dem Französischen kommen).

Mit den neuen Besatzern drang auch die Sprache immer weiter westwärts, dahin wo es wild und ungehobelt zuging. So entstanden auf den als Spielhöllen dienenden Schaufelraddampfern des Mississippi neue Ausdrücke wie „wild card“ (Joker) und „pass the buck“ (den schwarzen Peter weitergeben). Die fortschreitende Erschließung des Westens durch die Siedler machte Webster einen Strich durch die ordentliche Rechnung. Es griff nämlich eine gewisse Anarchie um sich, im Land so wie auch in der Sprache. Mit anderen Worten: Man benahm sich verdammt noch mal ordentlich daneben.

Natürlich schafften es viele Wörter nicht über den Atlantik. Während der Amerikaner z. B. „pants“ (Hosen) trägt, hat der Engländer noch immer „trousers“ an (und trägt seine „pants“ – die Unterhosen – anstandshalber unter den „trousers“!). Einige andere Wörter haben den Sprung über den großen Teich überlebt, unterwegs jedoch eine ganz andere Bedeutung erhalten: Das britische Wort „football” bezeichnet in Amerika ein Spiel, das man mit den Händen spielt – ein in Großbritannien absolut undenkbares und inakzeptables Verhalten.
Der neue Babbel-Kurs ist also genau das richtige für alle, die wissen, dass im Englischen der Teufel im Detail steckt.

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