The Babbel Blog

language learning in the digital age

Englisch aus der alten und der neuen Welt

Posted on April 10, 2012 by

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Pin on PinterestEmail this to someone

new england

Englisch ist nicht gleich Englisch. Zwischen dem amerikanischen und dem britischen Englisch liegen manchmal Gegensätze so groß wie der Atlantik. An anderen Stellen sind die Unterschiede wiederum so klein und fein, dass man genau hinschauen muss, um sie überhaupt zu erkennen. Andererseits sind scheinbare Gemeinsamkeiten oft ein Trugschluss – und unfreiwillig komödiantische Momente vorprogrammiert. Mit dem neuen Kurs „Amerikanisches und britisches Englisch“ bringt Babbel Ordnung in diese sprachlich-kulturelle Verwirrung zwischen Big Ben und Freiheitsstatue.

Einigkeit besteht ohne Zweifel darin, dass sich Englisch seit geraumer Zeit immer mehr zur universellen Weltsprache entwickelt. Es ist die inoffizielle „Amtssprache“ der Geschäftswelt, in vielen internationalen Organisationen die offizielle Sprache und meistens die erste Fremdsprache, die man lernt. Aber was genau ist das „echte“ Englisch? Während viele auf das „Queen’s English“ oder „Oxford English“ schwören, werden andere einwenden, dass viel mehr Menschen amerikanisches Englisch sprechen, und dass es deshalb ein starkes Gewicht hat.

So richtig einig wird man sich dann wohl doch nicht werden. Was man aber machen kann, ist die (feinen) Unterschiede unter die Lupe zu nehmen, damit man sich zurecht findet. Wenn man zum Beispiel in den USA ist und Heißhunger auf diese in fett gebratenen, dünnen Kartoffelscheiben bekommt, kann man einfach “chips”  bestellen. In Großbritannien hingegen würden einem dann Pommes Frites vorgesetzt, die wiederum in den USA “french fries” heißen. Mitten in diesem Spannungsfeld voller potentieller Fettnäpfchen setzt Babbel mit dem neuen Kurs an: Mit Schreib-, Aussprache- und Grammatikübungen sowie umgangssprachlichen Exkursionen werden die Unterschiede, die momentan herrschen, vermittelt.

Denn genauso, wie sich die Welt, in der wir leben, ständig verändert, ist auch die Sprache einer ständigen Veränderung unterworfen. Als die englische Sprache 1620 mit den ersten Siedlern nach Amerika übersetzte, fand sie dort die richtige Freiheit, um sich weiter zu entwickeln. Angesichts neuer Pflanzen (z. B. Pekan- und Hickorybaum), Tiere (Klapperschlange, Opossum) und geografischen Besonderheiten (Bluff, Wasserscheide) wurde eine Erweiterung des traditionellen Englisch unerlässlich. Auch einige Wörter aus der Sprache der indigenen Bevölkerung Amerikas fanden Einzug in die neue englische Sprache („moose“ – Elch, Mokassin).

Während des Mittelalters stand England 300 Jahre lang unter französischer Herrschaft. Folglich wurden viele Wörtern vom Französischen in die englische Sprache aufgenommen. Die Buchstabierung vieler dieser Wörter wurde von den Amerikanern vereinfacht, so dass sie auch visuell eindeutig der englischen Sprache zuzuordnen waren. So wurde die britisch/französische Endung von „metre” und „theatre” in Amerika zu „meter” und „theater”. Die Puritaner in Amerika strebten ein Englisch an, das noch besser war, als jenes, das man in England sprach. Noah Webster, dessen Wörterbuch bis heute gekauft wird, veröffentlichte die erste Version 1828. Er vereinfachte an vielen Stellen die Schreibweise, indem er z. B. das nicht zu hörende ‚u’ entfernte. So wurde „flavour“ zu „flavor“ und „colour“ zu  „color“ (ebenfalls Wörter, die aus dem Französischen kommen).

Mit den neuen Besatzern drang auch die Sprache immer weiter westwärts, dahin wo es wild und ungehobelt zuging. So entstanden auf den als Spielhöllen dienenden Schaufelraddampfern des Mississippi neue Ausdrücke wie „wild card“ (Joker) und „pass the buck“ (den schwarzen Peter weitergeben). Die fortschreitende Erschließung des Westens durch die Siedler machte Webster einen Strich durch die ordentliche Rechnung. Es griff nämlich eine gewisse Anarchie um sich, im Land so wie auch in der Sprache. Mit anderen Worten: Man benahm sich verdammt noch mal ordentlich daneben.

Natürlich schafften es viele Wörter nicht über den Atlantik. Während der Amerikaner z. B. „pants“ (Hosen) trägt, hat der Engländer noch immer „trousers“ an (und trägt seine „pants“ – die Unterhosen – anstandshalber unter den „trousers“!). Einige andere Wörter haben den Sprung über den großen Teich überlebt, unterwegs jedoch eine ganz andere Bedeutung erhalten: Das britische Wort „football” bezeichnet in Amerika ein Spiel, das man mit den Händen spielt – ein in Großbritannien absolut undenkbares und inakzeptables Verhalten.
Der neue Babbel-Kurs ist also genau das richtige für alle, die wissen, dass im Englischen der Teufel im Detail steckt.

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Pin on PinterestEmail this to someone

Leave a Reply