The Babbel Blog

language learning in the digital age

Flüchtlinge aus dem Kongo geben sich selbst eine Stimme mit Babbel

Posted on February 11, 2014 by

crisiÜber die Bloggerin: Crisi ist ein alter Hase bei Babbel und schon seit 2008 dabei. Nicht nur beruflich lernt sie gerne Leute kennen, um mit ihnen zu lernen: Sie hat schon 47 Länder bereist und bringt neben ominösen Souvenirs auch immer ein paar Brocken der jeweiligen Landessprache mit nach Hause. So begrüßt man sich auf Luganda, der anderen Amtssprache Ugandas neben Englisch, mit „Ki kati!“.

 

Ob in einem reichen oder armen Land, in einem winzigen Dorf oder im Sog einer Millionenstadt: Es braucht nicht viel, um sich neue Perspektiven zu erschließen – zum Beispiel einen Zugang zum Internet und Freude am Lernen. Diese Erfahrung habe ich letztes Jahr in Uganda wieder einmal gemacht. Im Februar bin ich für einen Monat nach Uganda gereist und habe mich dort in Kampala, der Hauptstadt, mit Edmund Page vom Xavier-Projekt getroffen. Diese Initiative und ihr Schwesterprojekt YARID (Young African Refugees for Integral Development) haben es sich zur Aufgabe gemacht, den zahlreichen Flüchtlingen in der Stadt einen Zugang zu Bildung zu ermöglichen.

Die meisten Flüchtlinge stammen aus dem Kongo, dem Nachbarland, in dem seit über zwanzig Jahren immer wieder blutige Konflikte aufflammen, und versuchen, sich im friedlichen Uganda eine neue Existenz aufzubauen. Bisher sind über fünf Millionen Menschen in dem Krieg um Gold, Diamanten und Bodenschätze getötet worden und schätzungsweise ein bis zwei Millionen befinden sich derzeit auf der Flucht, davon leben allein etwa 50.000 in Kampala. Ihnen fehlt es an allem, an Unterkünften, Essen und ärztlicher Versorgung. Als Studenten, Händler, Mütter, Krankenschwestern oder Lehrer sind sie von den Rebellen vertrieben worden, aber als Flüchtlinge, die eine andere Sprache sprechen, werden sie in Uganda nicht gleich mit offenen Armen empfangen. Außer mit anderen Menschen in ihrer Lage können sie sich kaum verständigen, denn im Kongo wird neben den lokalen Sprachen überwiegend Französisch gesprochen, in Uganda dagegen hauptsächlich Englisch. Wer also in Kampala Arbeit finden und am öffentlichen Leben teilhaben möchte, ist auf gute Englischkenntnisse angewiesen!Bildschirmfoto 2014-02-03 um 15.30.21

Bei YARID haben einige der Flüchtlinge die Möglichkeit, kostenlos an einem Englischkurs teilzunehmen. Sie können sich aber oft nur mit viel Mühe auf das Lernen zu konzentrieren, da Anfänger und Fortgeschrittene zusammen unterrichtet werden, oft etwa 70 Menschen gleichzeitig in einem kleinen Raum. Einer der ehrenamtlichen Helfer ist Robert, der schon 2008 aus dem Kongo geflohen ist und nun seine selbsterworbenen Sprachkenntnisse an diejenigen vermittelt, die ihm nachgefolgt sind.
Ein Stündchen lang habe ich Robert dabei geholfen, die größtenteils erwachsenen Schüler zu unterrichten. Das hat richtig Spaß gemacht, denn die waren mit Feuereifer dabei! Nach dieser kurzen Zeit war ich allerdings ziemlich geschafft, weil ich gegen den Lärmpegel in der kleinen Wellblechhütte ankämpfen musste. Außerdem fand ich es sehr schade, nicht besser auf die verschiedenen Lernlevels der einzelnen Kursteilnehmer eingehen zu können – manche langweilten sich sichtlich, während andere große Mühe hatten, dem Unterricht zu folgen, bei dem meistens ganze Sätze an die Tafel geschrieben und laut im Chor nachgesprochen werden. Besonders die Frauen im Kurs sind sehr schüchtern und trauen sich nicht, sich zu melden und nachzufragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben.

Nachdem mein Gastgeber Edmund mir den Computerraum des Xavier-Projekts gezeigt hatte, kam ich auf die Idee, Babbel einzusetzen – Englisch-Kurse am Computer würden schließlich all diese Probleme lösen!

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Erstmal war das aber nur ein halber Erfolg: Von zwölf der veralteten Klapperkisten funktionierten nur zwei gut genug und die Internetverbindung war zum Haareraufen langsam. Ich stellte meinen eigenen Laptop noch dazu und setzte immer zwei bis drei Leute an einen Rechner. Die meisten von ihnen hatten überhaupt noch nie einen Computer bedient und mussten sich erstmal damit vertraut machen, wie man mit der Maus klickt oder welcher Buchstabe wo auf der Tastatur zu finden ist. Aber einmal auf der Babbel-Website angelangt, klappte alles wunderbar: Lektion um Lektion wurden Vokabeln nachgesprochen und eingetippt – so lange, bis es Abend war und der Raum geschlossen werden musste.

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In den kommenden Tagen habe ich mehrfach einen “Ladies’ Day” veranstaltet und explizit Frauen aus dem Englischunterricht nachmittags in den Computerraum eingeladen, darunter Fatou, die mit über 60 Jahren eine der älteren Kursteilnehmerinnen ist. Von ihrem anfänglichen Kampf mit der Tastatur ließ sie sich nicht entmutigen und postete nach kurzer Zeit Bildschirmfoto 2014-02-03 um 16.53.55auf ihrem Facebook-Account eine Aufforderung an alle “Mamas”, es ihr gleichzutun und ebenfalls Englisch zu lernen. Zu sehen, wieviel Spaß Fatou und die anderen Frauen am Computer hatten, hat mich motiviert, mich für einen verlässlichen Zugang der Flüchtlinge zu Babbel-Kursen einzusetzen.

 

Zurück in Berlin startete ich innerhalb von Babbel und meines Freundeskreises einen Spendenaufruf, der recht erfolgreich war. So konnte ich im November mit einigen Laptops, Lautsprechern und etwas Geld für eine bessere Internetverbindung nach Uganda zurückkehren. Diesmal zeigte ich dem neuen Angestellten des Xavier-Projekts, Alex, wie man in Babbel Accounts erstellt, gespendete Freischalt-Codes einlöst und Kurse auswählt, die dem eigenen Lernstand entsprechen. Alex führt seit diesem Monat regelmäßige Computerkurse durch, bei denen er seinen Teilnehmern unter anderem zeigt, wie sie Babbel nutzen können.

So können die Flüchtlinge im Projekt mit eigenem Account Englisch lernen, wann girlsimmer sie Zeit haben und dabei gleichzeitig den Umgang mit dem Computer üben, was Vorteile bringt bei der Suche nach einem Job. Dabei kann sich jeder die Zeit nehmen, die er oder sie braucht, um nach eigenem Lernstand Englisch sprechen und schreiben zu lernen.

Ich freue mich sehr darüber, dass die kongolesischen Flüchtlingen in Kampala mit relativ wenig Aufwand eine Möglichkeit haben, ihre Situation zu verbessern und hoffe, dass viele von ihnen bald in der ugandischen Gesellschaft angekommen sind. Oft genügt ja nur ein kleiner Anstoß, um etwas hervorzubringen, das die Welt viel größer macht. Oder, wie man in Uganda ganz pragmatisch sagt: „Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt.”

Schon sechs Jahre!

Posted on January 15, 2014 by

von Markus Witte (Mitgründer)
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Kaum zu glauben: Das sechste Jahr, in dem wir mit Babbel online sind, ist rum. Stolz und glücklich dürfen wir wieder einmal feststellen, dass es unser erfolgreichstes bisher war. Was ist nicht alles passiert in diesem letzten Jahr: Es gab eine Finanzierungsrunde über 10 Mio. US-Dollar, 45 großartige neue Leute im Babbel-Team, darunter gleich mehrere erfahrene Manager mit jeweils mehr als 10 Jahren relevanter Erfahrung. Außerdem ein neues Büro, zwei neue Lernsprachen (Norwegisch und Dänisch), neue Apps für zwei Plattformen (iOS und Android) – und ein neues Logo! Vor allem aber Millionen neuer Nutzer, um die es ja schließlich geht.

Was mit vier Gründern in einem kleinen Büro einer verwinkelten Altbauwohnung in Berlin-Kreuzberg begann, ist inzwischen zu einem summenden Bienenstock von über 100 Festangestellten herangewachsen. Dazu kommen noch einmal sage und schreibe mehr als 150 Autoren, Didaktiker, Redakteure, Übersetzer , Sprecher  und Supporter, die freiberuflich mitarbeiten und nebenher noch andere Berufe wie Lehrer, Musiker, Schauspieler haben. Zusammen sind das – unglaublich viele Leute, die alle zusammen Babbel zu dem machen was es ist.

Wir finden, das ist ein ganz vortrefflicher Grund zum Feiern. Und da der Januar für uns von Anfang an der lebendigste Monat ist (durch eure und unsere vielen guten Vorsätze), haben wir sogar Weihnachten etwas nach hinten verlegt: Am Freitag lassen wir es unterm Tannenbaum so richtig krachen. Und dann geht es weiter mit dem siebten Jahr, in dem wir wieder mal enorm viel vorhaben. Einiges davon sollen Überraschungen werden, anderes machen wir lieber erst wahr, bevor wir darüber reden. Klar ist aber: es wird Russisch geben und damit die erste Lernsprache, die nicht das lateinische Alphabet benutzt. Und den Wiederholmanager wollen wir auf Vordermann bringen. Und auch selbst viel Neues lernen. Und weiterhin viel Spaß haben. Und machen. Und!

 

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Die neue App jetzt auch für Android

Posted on January 14, 2014 by

Englisch für den Job, Spanisch für den nächsten Urlaub oder Italienisch für den netten Nachbarn von gegenüber: Für alle, die sich für 2014 viel vorgenommen haben, gibt es jetzt etwas Neues von Babbel. Denn pünktlich zum Jahreswechsel haben wir unsere neue App für Androidgeräte veröffentlicht. PM-Android-FullApp-deu-spa

Das mobile Lernen für zwischendurch ist bei uns momentan ein zentrales Thema. Die umfangreichen Apps für iOS haben vor ein paar Monaten den Anfang gemacht. Seitdem warten viele von euch auf eine App für euer Android-Phone oder –Tablet, die über einen reinen Vokabel-Trainer hinausgeht. Jetzt ist sie endlich da – und ermöglicht auch Androidnutzern das Sprachenlernen für unterwegs. Denn jetzt sind alle beliebten Kurse von Babbel endlich auch mobil vefügbar, und der Lernfortschritt wird automatisch zwischen allen Geräten und dem Web synchronisiert.

Optisch orientiert sie sich die App am neuen einheitlichen Look von Babbel mit einer klaren Linie. Neben dem neuen Logo präsentiert sie auch das neue Icon-Symbol für die mobile Nutzeroberfläche – ein großes “B” mit einem Plus davor, ohne viel Schnickschnack und auf das Wesentliche konzentriert. Das ist Babbel 2014!

Neu ist außerdem, dass es nicht mehr jeweils eine App pro Lernsprache gibt: Erstmals sind jetzt alle Lernsprachen in einer App vereint. So könnt ihr nach Belieben zwischen den Sprachen wechseln und die erste Lektion jedes Kurses kostenlos ausprobieren. Babbel-Kunden haben automatisch vollen Zugang zu allen Kursen ihrer gebuchten Lernprache(n).

Also gleich runterladen, anmelden und entdecken – dann klappt’s auch mit den guten Vorsätzen!

Hier geht’s zur neuen App im Google Play Store

 

Babbel im neuen Design!

Posted on December 16, 2013 by

Babbel erscheint ab jetzt in einem völlig neuen Look: neue Farben, neue Formen – und ein neues Logo. Monatelang bastelte unser Team aus Designern, Markenexperten und Design-Agenturen von früh bis spät an Logoideen und Designentwürfen. Seit der Babbel-Gründung haben wir uns stets weiterentwickelt. Das neue Logo mit dem ‚Human Plus’ spiegelt diese Entwicklung wieder. Von der Webseite bis hin zu den Mobil-Apps, wollen wir mit dem neuen Design auf allen Babbel-Plattformen dasselbe Gesicht zeigen.

Aber welche Idee steckt jetzt genau hinter dem neuen Logo und dem neuen Babbel-Design? Das erklären Darjan Salimi, Senior Product Manager und Ray Pham, Art Director im Interview mit Babbel-Bloggerin Nina Pollex.

Babbel sieht plötzlich ganz anders aus. Warum dieses sogenannte “Re-Design”?

Darjan: Es war einfach an der Zeit. Wir haben 2007 ganz klein angefangen und sind heute eines der am schnellsten wachsenden Startups weltweit. Vieles hat sich verändert. Außerdem wollten wir nach Einführung der neuen Mobil-Apps ein konsistentes Design über alle Plattformen schaffen. Babbel ist erwachsen geworden, es ist eine Marke geworden. Und das wollen wir auch optisch zeigen.

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Die neuen Farben fallen sofort auf. Was hat sich noch geändert?

Ray: Die gesamte Nutzeroberfläche ist jetzt aufgeräumter und daher auch einfacher zu benutzen. Das war uns wichtig. Die Nutzer sollen sich schnell und intuitiv auf unserer Seite zurechtfinden. Das Design ist flacher, moderner und wie ich finde auch ästhetischer geworden. Und natürlich gibt es ein ganz neues Logo! Aber das alles war erst der Anfang. Design ist immer ein fließender Prozess, und wir haben noch einen langen, spannenden Weg vor uns.

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Warum ist man nicht beim alten, bereits bekannten Logo geblieben?

Ray: Das alte Logo sah durch die rundlichen Buchstaben und die Anführungszeichen sehr jugendlich und verspielt aus. Wir hatten das Gefühl, dass das nicht mehr zu uns passt. Lernen soll Spaß machen, aber es ist eben mehr als nur ein Spiel. Es ist etwas, was im besten Falle den Alltag und das ganze Leben der Nutzer positiv beeinflussen kann. Dafür steht auch das Plus im Logo. Es wirkt professioneller und seriöser. Es ist gereift, genau wie Babbel.

Kannst du noch mehr über die Bedeutung des Plus im Logo erzählen?

Ray: Ich finde eine neue Sprache zu lernen ist immer ein Plus. Unsere Lerner bilden sich weiter. Genau diesen positiven Effekt beschreibt das Plus im Logo. Gleichzeitig erinnert es an eine menschliche Figur. Damit stellen wir den Lerner und seine Bedürfnisse in den Fokus. Das Plus ist ein ‚Human Plus’.

Wie lange habt ihr an dem Projekt gearbeitet und wie kam die Idee dazu?

Darjan: Der Startschuss fiel eigentlich im Sommer, als wir an der Entwicklung unserer neuen Apps für iOS gearbeitet haben. Wir mussten einiges verändern, um Babbel für kleine Bildschirme zu optimieren, auch das Design. Die Zwischenergebnisse haben sich gleich so gut angefühlt, das wir sehr schnell beschlossen haben, das neue Design auch auf alle anderen Plattformen zu übertragen.

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Was war die größte Herausforderung dabei?

Darjan: Wir haben gleichzeitig drei Baustellen bearbeitet: die Apps, die Webseite und die Trainer innerhalb der Kurse. Es war nicht einfach, das alles in einem so engen Zeitfenster zu koordinieren. Jeder hat mitgeholfen. Es ist ein gemeinschaftliches Ergebnis, und ich bin stolz auf das, was wir geschafft haben.

Ray: Für mich war die größte Herausforderung das neue Logo. Wir wollten ein Logo kreieren, das Babbel ein neues Gesicht gibt und trotzdem auch für unsere Stammkunden zugänglich bleibt. Trotz aller Veränderungen haben wir nicht vergessen, wer wir sind. Das Herz von Babbel ist immer noch dasselbe.

Wofür steht Babbel für euch persönlich?

Ray: Etwas Neues zu lernen ist so ein großartiges Gefühl, das einem ganz viel Energie geben kann. Babbel vermittelt genau dieses Gefühl auf die bestmögliche Weise.

Darjan: Babbel ist für mich eine Erfolgsgeschichte, die zeigt, dass man mit einer guten Idee und viel Einsatz auch viel erreichen kann. Und ich bin froh, dabei zu sein.

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Die Fakten zum neuen Look im Überblick:

-       Neues Logo – näher am Lerner, flexibler einsetzbar, hoher Wiedererkennungswert

-       Neues Design von Webseite und Apps –moderner, klarer, einfacher zu nutzen

-       Dauer des Projekts: ca. ein halbes Jahr

Beteiligt waren:

-       Fünf Babbel-Designer aus fünf Länder

-       Nerd Communications / Stefan Teledgy, Daniel Adolph

-       Mamapapacola

 

Dem Winter entfliehen: Türkisch für den Urlaub an der Riviera

Posted on December 5, 2013 by

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Wer sich an diesen kalten grauen Tagen, (so wie ich), nach Sonne verzehrt, dem empfehle ich einen Trip in die Türkei. Die türkische Riviera insbesondere, behauptet sich auch im Winter als zunehmend beliebtes Urlaubsziel für Erholungsuchende, Aktivurlauber und Kulturliebhaber. Auch wenn nicht unbedingt Badewetter sein wird, kann man immer noch im T-Shirt die wunderschöne Aussicht auf die “Akdeniz”, das Mittelmeer (wörtl. Weißmeer), bei einem “çay” (schwarzen Tee) oder “Türk kahvesi” (türkischen Mokka) genießen.

Natürlich bieten sich in diesen Monaten auch Städtereisen an, z. B. ist ein Trip nach Istanbul immer eine lohnende und erlebnisreiche Erfahrung. Es gibt sehr viel zu sehen: Moscheen, Basare, die wunderschönen Prinzeninseln des Marmarameeres, kleine Cafés und Teehäuser und noch viel mehr. Plant also unbedingt genug Zeit ein, denn ihr werdet über den Bosporus zwischen zwei Kontinenten pendeln und dabei selbst viel entdecken!

Daher ist unser Urlaubskurs sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene eine gute Vorbereitung auf den Türkeiaufenthalt. Neben wichtigen Formulierungen und Vokabeln für den Alltag werden auch kulturelle Besonderheiten vermittelt, was es z. B. zu beachten gilt, wenn man bei einer türkischen Familie zu Gast ist. So wissen viele gar nicht, dass man nach dem Essen die Hände des Kochs/ der Köchin mit dem Ausdruck “ellerinize sağlık” (wörtl. “Gesundheit Ihren Händen”) segnet oder sind irritiert, wenn der Gastgeber mehr als einmal nachfragt, ob man noch etwas haben möchte. Denn der türkische Gastgeber fühlt sich erst dann wohl, wenn der Gast kugelrund ist und alles isst, was ihm vorgesetzt wird. Entgegen vieler Annahmen, ist es selbstverständlich auch erlaubt, höflich abzulehnen, wenn man nicht mehr kann oder möchte. Mein Rat: Vor einer Einladung ein paar Tage hungern, um dann alles einmal durchprobieren zu können! Denn ist man zu Gast, werden alle Koch- und Verwöhnungskünste aufgeführt, die die Gastgeber zu bieten haben.

Und wer schon einmal in der Türkei Urlaub gemacht hat, der weiß, welch’ überschwengliche Freude man den Einheimischen allein mit einem “merhaba” (Hallo) bereiten kann! Auch wenn gerade in touristischeren Gegenden viele Deutsch, Englisch oder andere Sprachen beherrschen. Also dann, “kolay gelsin” (wörtl. “Möge es leicht fallen” -> das Lernen) und viel Spaß im Urlaub!

Über die Bloggerin: Fideniz Ercan hat seit 2012 freiberuflich für Babbel gearbeitet und ist seit Mitte September ein fester Bestandteil des Content-Teams im Babbel-Büro in Berlin Kreuzberg. Sie ist bilingual Deutsch-Türkisch aufgewachsen und fühlt sich in beiden Kulturen zu Hause. Sie hat unter anderem am Türkisch-Anfängerkurs 2 und der türkischen Grammatik mitgearbeitet und verbreitet nun mit dem Urlaubskurs Lust auf eine Reise in die gastfreundliche Türkei.

Mit dem besten Porzellan in den Pub – Britischer Slangkurs bei Babbel

Posted on November 21, 2013 by

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Wir hatten es schon immer vermutet und spätestens wenn wir einen Film oder eine Serie auf Englisch sehen, stellen wir fest: Die sprechen ganz anders als wir das in der Schule gelernt haben! Da heißt “money” plötzlich “dough” (Teig), niemand ist “speechless” sondern viel eher “gobsmacked” (baff) und keiner sagt, wenn er müde von der Arbeit kommt, “I’m exhausted!”, sondern “I’m knackered!” (Ich bin geschlaucht!).

Mit dem Kurs zur “Britischen Umgangssprache” wollen wir ein paar dieser alltäglichen Begriffe und Redewendungen vorstellen und geben mit lustigen Dialogen einen Einblick, wie sich britische Freunde über die abgefahrene Party letzte Nacht unterhalten oder wie sich ein Pärchen im Auto streitet, weil es sich verfahren hat und deshalb total abgenervt ist. Auch Lektionen zum Flirten und über Gefühle tragen dazu bei, dass man mitreden kann, falls man “chuffed” (geflasht) oder für jedes Späßchen zu haben ist.

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Als kleines Extra gibt es am Ende des Kurses zwei Lektionen zum Cockney rhyming slang, der im östlichen London gesprochen wird. Diese umgangssprachliche Varietät entstand Mitte des 19. Jahrhunderts und wird auch heute noch in Filmen und Literatur benutzt. Der rhyming slang klingt englisch und ist auch Englisch – und dennoch schwer zu verstehen. Beispiel gefällig? “Fancy going down the German for a few Britneys, me old China?” ist Cockney rhyming slang für “Do you want to go to the pub for a few beers, my mate?”

Für alle, die nun ein großes Fragezeichen über dem Kopf stehen haben, ist hier des Rätsels Lösung: der rhyming slang reimt Namen, Orte oder Begriffe auf die Wörter, die man sagen möchte, z. B. reimt sich “China plate” (Porzellanteller) auf “mate” (Kumpel). Dann wird beim Sprechen allerdings das Reimwort ausgelassen und nur der Teil gesagt, der sich nicht reimt! Somit bedeutet “China” = “mate”. Ganz schön verzwickt, oder?

Wenn du wissen willst, was es mit den “Britneys” und dem “German” auf sich hat, dann klicke hier für mehr Umgangssprache und rhyming slang.

Über die Bloggerin: Maren hat den Kurs “Britische Umgangssprache” als Content-Projektmanagerin produziert. Schon im Anglistik-Studium interessierte sie sich mehr für Slang als für Shakespeare und hat anhand von amerikanischen und britischen Fernsehserien und Filmen ihren Wortschatz in der Umgangssprache ausgebaut und von Zeit zu Zeit mit Begeisterung an Freunden “ausprobiert”.

Shakespeare und die polnische Sprache

Posted on November 15, 2013 by

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Wer Polnisch lernen möchte, der hat es besonders am Anfang nicht leicht. Vor allem die Aussprache kann einen in den Wahnsinn treiben. Polnisch, so scheint es, hat eine sonderbare Vorliebe für ellenlange Konsonantenkombinationen. Eine der ersten Hürden ist daher auch die etwas befremdliche Rechtschreibung. So mancher Lerner fragt sich, wie denn ein Wort wie “sznycel” in verständliche Laute umgewandelt werden solle – und ahnt nicht, dass sich dahinter das von der Aussprache fast identische “Schnitzel” verbirgt. Dieses wissen die Polen auf ihrem Mittagsteller nämlich genauso zu schätzen wie seine Namensgeber aus dem deutschsprachigen Raum.

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Überhaupt teilen die Polen mit anderen Ländern nicht nur viele kulinarische Vorlieben, Sitten und Gebrauchsgegenstände, sondern auch das dazugehörige Vokabular. Diese sogenannten “Lehnwörter” und “Internationalismen” – oder “guten Freunde”, wie jene bei Babbel heißen – erleichtern einem das Erlernen einer Fremdsprache enorm. Dass sie auf Polnisch als solche häufig nur schwer zu erkennen sind, liegt wohl daran, dass das Polnische insbesondere die alteingesessenen “Migranten” aus anderen Sprachen freundschaftlich in ihr eigenwilliges System der Laut-Schrift-Verbindungen aufgenommen hat. So verbirgt sich hinter “szofer” der “Chauffeur”, während “cywilizacja” schlicht und ergreifend die “Zivilisation” meint.

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Damit ihr also ein Wort wie “dżinsy” auf Anhieb als “Jeans” erkennt, aber auch damit euch originär polnische Wörter wie “pszczoła” (Biene) und “drzwi” (Tür) ganz leicht von der Zunge kommen, haben wir den Kurs “Gute Freunde” zusammengestellt. Hier lernt ihr Schritt für Schritt einige der wichtigsten Verbindungen zwischen Laut und polnischer Schreibweise an euch bereits vertrauten Wörtern. Aha-Erlebnisse sind garantiert: Denn auch wenn die polnische Rechtschreibung auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig erscheinen mag, ist sie doch sehr regelmäßig. Hat man erst ein paar Buchstabenkombinationen geknackt, geht das Lesen also wie von selbst. Schließlich belohnt eine echte Freundschaft am Ende immer alle auf sich genommenen Strapazen.

Übrigens gelten die Integrationsbemühungen der polnischen Rechtschreibung nicht nur den aus anderen Sprachen übernommenen Vokabeln, sondern sogar den Namen berühmter ausländischer Persönlichkeiten. So schreibt man den großen englischen Dichter Shakespeare mit dem langen und komplizierten Namen auf Polnisch – Szekspir. Wenn das mal keine Vereinfachung ist…!

Hier geht es zum Polnischkurs “Gute Freunde” !

Über die Bloggerin: Katharina ist bilingual deutsch-polnisch aufgewachsen und seit Juli als Content Trainee im Babbel-Team.

Lernen auf eigene Gefahr!

Posted on October 15, 2013 by

Macht diesen Kurs nicht, wenn ihr hungrig seid!!!

Oder wie ein Babbelkunde nach Abschluss unseres kürzlich veröffentlichten Spanischkurses kommentierte:

“Herzlichen Glückwunsch! Eure Kategorie Essen in Spanien und Lateinamerika ist herausragend. Sehr gut strukturiert, interessant und hilfreich, um Essen und Kultur zu verstehen. Das einzige Negative…ich werde hungrig während des Lernens.”

Bevor ihr euch also auf die kulinarische Reise durch Andalusien, Valencia oder Mexiko macht, ist es angeraten euren Kühlschrank mit vielen verschiedenen herzhaften und süßen Speisen zu füllen. Bei jeder Vokabelabfrage wird es euch nach anderen Gaumenfreuden gelüsten. Kauft Fisch oder Meerestiere, bevor ihr euch nach Galicien aufmacht. Deckt euch mit saftigen Steaks für die Lektion zu Argentinien ein. Versorgt euch mit Brombeeren, Zuckeräpfeln oder Papayas, um wenigstens erahnen zu können, wie unglaublich köstlich Chiles frischgepresste Säfte sind.

Jacobsmuscheln in einer speziellen Weißweinsoße: eine galicische Vorspeise

Am besten besorgt ihr euch noch ein Kochbuch dazu, denn Achtung! Dieser Kurs enthält keine Rezepte, er ist vielmehr eine kulinarische Reise durch einige Regionen Spaniens und Lateinamerikas. Ihr bekommt u. a. eine Vorstellung davon, was für Kaffeevariationen es gibt und welche Gerichte man als Vor-, Haupt- oder Nachspeise zubereitet. So soll euch dieser Kurs nicht nur gastronomisches Vokabular mit auf den Weg geben, sondern auch einen kulturellen Einblick in die vielfältige Küche der spanischsprachigen Welt ermöglichen.

Heiße Schokolade mit frittiertem Gebäck ist in ganz Spanien ein beliebtes Katerfrühstück.

Wenn ihr also wissen wollt, was tortilla in Spanien von tortilla in Mexiko unterscheidet, oder ihr das Schalentier kennen lernen wollt, das in Chile jaiba in Spanien aber cangrejo heißt, schlagt euch den Magen voll und klickt hier: “Essen in Spanien und Lateinamerika” .

Über die Bloggerin: Frauke ist Content-Projektmanagerin u. a. für Spanisch und hat auf ihren Reisen durch die spanischsprachige Welt die diversen Speisenkarten durchprobiert. Beim Zurückdenken an chilenische Hotdogs, andalusische Tapas oder kastilische Kichererbseneintöpfe läuft ihr immernoch das Wasser im Munde zusammen.

Stadt, Land, Fluss, Berg, Meer… Polen.

Posted on October 10, 2013 by

Wer beim Stichwort Polen lediglich an Ostseebäder in Sozialismusschick und sibirische Wintereinbrüche bis in den Frühsommer hinein denkt, der hat Einiges nicht mitbekommen. Spätestens seit dem EU-Beitritt 2004 ist Polen als Reiseziel kein Geheimtipp mehr und Touristen aus aller Welt tummeln sich in den Vorzeigemetropolen Krakau, Warschau, Danzig und Breslau. Tatsächlich ist der Städtetrip eine der häufigsten Urlaubsarten für Polenreisende: Die ehemalige Krakauer Residenz der polnischen Könige Wawel, die neue alte Starówka (Altstadt) von Warschau, die nach ihrer nahezu vollständigen Zerstörung im zweiten Weltkrieg nach alten Plänen wieder aufgebaut wurde und die Europäische Kulturhauptstadt 2016 Breslau laden zum Besichtigen, Erkunden und Flanieren ein.

Auch das Wetter ist nicht so schlecht wie sein Ruf und eine Reise nach Polen selbst in den kühleren Jahreszeiten durchaus empfehlenswert. Wer nach Warschau fährt, sollte unbedingt einen Abstecher in das zwei Stunden südöstlich gelegene Lublin wagen – vor allem im August ein kulturelles Highlight! Händler aus West- und Osteuropa bieten dann auf dem historischen Jagiellonischen Jahrmarkt folkloristische Ware feil, während auf dem Plac Po Farze die ukrainische Kultband Dakha Brakha auftritt. Kurz darauf werden beim Carnaval Sztukmistrzów (Straßenkünstlerfestival) die Hochseile zwischen den Renaissancehäuschen in der historischen Altstadt gespannt, die Stadt wird nachts von Feuerjongleuren erleuchtet und der Cirque Baroque gastiert auf dem Schlossplatz.

Aber auch für Naturliebhaber hat Polen einiges zu bieten: Gleich mehrere Gebirgszüge (Tatry, Beskidy, Bieszczady), Nationalparks mit frei lebenden Wisentpopulationen (Żubry) – übrigens Namensgeber des wohl berühmtesten polnischen Wodkas Żubrówka – und sogar eine kleine Wüste! Die “polnische Sahara” (Pustynia Błędowska) erstreckt sich auf stolzen (?!) 33 km² nördlich von Krakau – hier muss also niemand verdursten. Auf über 500 km führt der Ostseeküstenweg-Radweg von Usedom bis nach Kaliningrad, und auf der Seenplatte Masury (Mazuren) hat sich inzwischen die neue Warschauer High Society ihr kleines Segelparadies errichtet. Achtung – Mückenspray (spray na komary) ist hier sehr angebracht!

Insbesondere wer fernab der größeren Städte unterwegs ist, sollte nebst Lonely Planet und Reiseapotheke auch ein paar polnische Grundvokabeln im Gepäck haben. Deshalb lernst du im neuen Kurs “Polnisch für den Urlaub”, wie du ein erfrischendes Bier bestellst, wo du nach einer langen Besichtigungstour leckere Piroggen bekommst, übst die Kontaktaufnahme mit Einheimischen und bist auch mit hilfreichen Tipps zum Apothekenbesuch für den kleinen Notfall gerüstet. Und wenn dich bei Wörtern wie zwiedzić muzeum (Museum besichtigen) der Schwindel packen sollte: Nur Mut! Denn wer sich auf das Wagnis einlässt, sich an den exzentrischen Konsonantenkombinationen der polnischen Sprache die Zunge zu verdrehen, wird auf sehr viel Wohlwollen und Begeisterung seitens der Polen stoßen, die selbst wissen, dass ihre Sprache nicht zu den einfachsten der Welt gehört – und die wohl auch ein wenig Stolz darauf sind…

Hier geht’s zum Kurs

Über die Bloggerin: Katharina ist bilingual deutsch-polnisch aufgewachsen und seit Juli als Content Trainee im Babbel-Team.

 

Sprachen in der Europäischen Union

Posted on September 26, 2013 by

Heute am 26. September findet der 12. Europäische Tag der Sprachen statt. Der Aktionstag geht auf eine Initiative des Europarats zurück und trägt seit 2001 zur Wertschätzung der 24 Amtssprachen und mehr als 60 Sprachgemeinschaften der EU bei. An diesem Tag werden die Europäer zum lebensbegleitenden Lernen von Sprachen motiviert.

Dass Englisch die meist gesprochene Fremdsprache in der EU ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Welche Muttersprachen und Fremdsprachen sonst noch vorwiegend in der EU gesprochen werden, und welche Vorteile diese verbergen wird hier aufgezeigt.