The Babbel Blog

language learning in the digital age

Die Zungenbrecher-Challenge

Posted on October 1, 2014 by

Zungenbrecher

Wenn man eine Fremdsprache lernt, sind Zungenbrecher hervorragend dafür geeignet, die eigene Aussprache zu trainieren. Zungenbrecher, das sind ganze Sätze oder eine Folge von Worten, die schwer auszusprechen sind. Dahinter steckt oftmals eine Kombination ähnlicher Laute, wie „s“ und „sch“ oder „p“ und „b“. Meistens ist die Bedeutung von Zungenbrechern purer Quatsch, auch wenn der englische Klassiker „She sells sea shells on the sea shore, and the shells that she sells are sea shells, I’m sure“ im Jahre 1908 tatsächlich zu einem ziemlich populären Lied wurde, das auf dem Leben von Mary Anning, einer britischen Fossiliensammlerin, beruhte.

Um unseren neuen Kurs mit schwedischen Zungenbrechern zu feiern, haben wir uns unsere acht Lieblings-Zungenbrecher aus verschiedenen Sprachen – Englisch, Deutsch, Italienisch, Französisch, Dänisch, Schwedisch, Türkisch und Russisch – vorgeknöpft und sie in kurze Animationen verwandelt. Schaffst du es, sie nachzusprechen, ohne dich zu verhaspeln? (more…)

O’zapft is! – Der Kurs zum Oktoberfest

Posted on September 6, 2013 by

Dieser Post auf: Englisch (English)Spanisch (Español), Italienisch (Italiano)

Wenn man in anderen Ländern fragt, was dort denn so über Deutschland und die Deutschen bekannt sei, dann stehen Lederhose, Dirndl, Bier und die gute Brezel oder “Pretzel”, wie sie in englischsprachigen Ländern heißt, ziemlich weit oben auf der Liste. Auch das Oktoberfest selbst hat sich als größtes Volksfest weltweit einen Namen gemacht und ist ein Magnet für Besucher aus aller Herren Länder. Grund genug also, sich selbst auf den Weg dorthin zu begeben und sich eine eigene Meinung über das bunte Treiben auf “der Wiesn” zu bilden.

Denn das Oktoberfest hat viel mehr zu bieten als nur Bierzelte und brezelkauende Besucher in Dirndl und Lederhose. Wusstest du beispielsweise, dass es dort historische Fahrgeschäfte gibt, die zum Teil noch aus dem 19. Jahrhundert stammen, aus Holz und mit eigener Blaskapelle, die live spielt? Das “Krinoline” genannte Karussell wurde noch in den 1930er Jahren von vier kräftigen Männern handbetrieben, weil man die besondere Drehbewegung bis dahin nur manuell erzeugen konnte.

Auch so manche altehrwürdige Tradition stellt sich bei näherer Auseinandersetzung als neuester Trend heraus. Am Anfang des 19. Jahrhunderts trug man nämlich gar keine bayerischen Trachten auf dem Oktoberfest, sondern französische Mode…

Es gibt also viel zu entdecken! Mit unserem Kurs zum Oktoberfest können sich Anfänger sprachlich darauf vorbereiten und sich natürlich auch für die Bierbestellung bei einer echt bayerischen Kellnerin wappnen. Die kurzen Dialoge und Infocards sind zudem mit kulturellen und historischen Fakten gespickt. In der letzten von sechs Lektionen können sich mutige Lernende dann am bayerischen Dialekt ausprobieren. Denn dieser wird jedem Angereisten früher oder später auf dem Oktoberfest begegnen. Dann also: “O’zapft is! Des wird a Mordsgaudi!

Frauke und Maren sind Projektmanagerinnen bei Babbel und haben schon mehrfach zusammen Deutschkurse entworfen und getextet. Für den Kurs zum Oktoberfest haben sie sich für euch auf die Recherchereise in die sprachlichen, historischen und gastronomischen Tiefen der so genannten Wiesn begeben.

Public Viewing, Shootings und andere Missverständnisse

Posted on May 31, 2013 by

Britische Kinder lernen in der Schule üblicherweise Französisch, Spanisch oder Deutsch. Ich liebte es richtiggehend, Deutsch zu lernen. So sehr, dass ich Deutsch bis zu den A-Levels (ungefähr gleichbedeutend mit dem deutschen Abitur) behielt und sogar später an der Uni studierte. Endlich konnte ich Schiller, Goethe und Brecht im O-Ton lesen. Stellt euch also meine Enttäuschung vor, als ich feststellte, dass mir die Sprache, die man tatsächlich in Deutschland sprach, nur allzu vertraut war… Einen Double Whopper mit lecker Bacon und Cheddar Cheese, bitte!

Trotzdem – irgendwas stimmte da nicht. Ich verstand zwar tendenziell schon, was mit diesen “denglischen” Ausdrücken gemeint war, die auf mittlerer Führungsebene oder bei Persönlichkeiten wie Detlef D! Soost so beliebt waren. Ihre deutschen Entsprechungen schienen jedoch leichter verständlich zu sein. Was war hier los? Wie sich herausstellte, waren diese Wörter fast immer Pseudo- bzw. Scheinanglizismen. Oder einfach schlechte Übersetzungen.

Alle Deutschen wissen mittlerweile, dass das Handy nicht dem englischen mobile phone entspricht (wobei weitaus weniger wissen, dass handy “praktisch” bedeutet). Aber hättet ihr gedacht, dass ihr, wenn ihr irgendwo im Vereinigten Königreich den besagten Doppel Whopper und dazu eine Portion Country Potatoes bestelltet, nur verständnislose Blicke ernten würdet? Weil die Dinger bei uns nämlich potato wedges, also Kartoffspalten, heißen. Mir ist der Kiefer heruntergeklappt, als ein Englisch sprechender Freund mich zum Fußballschauen beim Public Viewing einlud, denn ich nahm an, dass jemand gestorben sei und dieser Freund überhaupt keinen Anstand besäße: Bei uns schaut man beim public viewing kein Fußball, sondern auf einen aufgebahrten Leichnam.

Diese adoptierten Wörter haben im Englischen fast immer eine andere Bedeutung. Beispiel gefällig? Kein Problem, es gibt etliche… Bei einer Flugshow bewundert ihr den Looping, den das Flugzeug in den Himmel zeichnet, dabei ist es in Wirklichkeit ein loop-the-loop. Im englischen Original solltet ihr den IT-Mann lieber nicht darum bitten, den Beamer für eure PowerPoint-Präsentation einzurichten (fragt stattdessen nach einem projector).

Und es hat wirklich keinen Sinn, jemanden zu einem Wellness-Wochenende überreden zu wollen (wenn überhaupt, dann zu einem Aufenthalt in einem spa). Englischsprachige Menschen kichern vielleicht über deutsche Drive-Ins: Wir fahren nämlich bei diesen drive-through Restaurants durch, bzw. dran vorbei, und nicht rein. Bei eleganteren Anlässen sind viele Menschen davon überzeugt, einen Smoking (the smoking = “das Rauchen”) getragen zu haben, wo es sich doch vielmehr um einen tux, tuxedo oder ein dinner jacket handelte.

Auch wenn sie sich in der Vergangenheit nicht immer ganz gesetzestreu gezeigt hat, war Kate Moss doch sicher niemals an einem shooting beteiligt, sonst hätte die Polizei sicher härter durchgegriffen – sie hat also nicht unzählige Schießereien mitgemacht, sondern photo shoots.

Disziplinierte Menschen gehen bei uns vielleicht ins gym, aber ganz sicher nicht ins Fitness Studio. Und, ganz wichtig: Sagt eurem Hochzeits-DJ nicht, er solle Evergreens auflegen, da er in dem Fall nämlich denken wird, dass ihr entweder von Weihnachtsbäumen (oder irgendwas anderem Immergrünen) oder einem ganz üblen Song von Westlife sprecht. Versucht es lieber mit ein paar golden oldies. Wo wir gerade bei “Oldies” sind: Es ist nicht angemessen, den oldtimer zu entführen und mit ihm ungefragt eine Runde zu drehen. Denn bei uns ist der old-timer ein alter Hase, der vermutlich etwas dagegen einzuwenden hätte. Wenn schon, dann schlagt höflich das classic, vintage oder heritage Auto für eure Spritztour vor.

Wer jetzt annehmen sollte, dass nur die Deutschen den Fauxpas begingen und sich Wörter falsch borgten, liegt daneben. Wir Briten und unsere amerikanischen Cousins bestellen auf dem Oktoberfest ungehemmt ein “Stein” Bier und bekommen, wenn wir Glück haben, einen Maßkrug vorgesetzt. Das Glas “Hock” ist für Wein reserviert, den wir so nennen, weil er aus Hochheim am Main kommt (oder kommen könnte). In ganz anderem Kontext habt ihr vielleicht mal vom “Strafing” der Air Force gehört, der Beschussnahme des Feindes aus der Luft. Wir tun es also alle – und nehmen uns nichts.

Robert Compton lebt und arbeitet seit 2009 als Übersetzer und Lektor in Berlin.

Einige “typisch Deutsche” Fehler im Englischen werden auch im Englisch & Denglisch-Kurs behandelt. Viel Spaß und viel Erfolg!

Fremdwörter der eigenen Muttersprache: Hintergrundgeschichte zum Deutsch-Dialektekurs

Posted on January 7, 2013 by

Dieser Post auf: Englisch (English)Französisch (Français)Spanisch (Español), Italienisch (Italiano)

“Wos babbelscht’n du do?” Deutsch ist nicht gleich Deutsch. Kaum reist man von Hamburg nach München oder von Köln ins Allgäu – schon versteht man die eigene Muttersprache nicht mehr. Zu verdanken haben wir das den Dialekten, deren Ursprung in einer Zeit liegt, in der es noch verschiedene germanische Stammesverbände gab, die erst viel später zu einem Deutschland wurden. Viele verschiedene Sprachen entwickelten sich zu einer großen Sprache, die jedoch in jeder Region auch ihre Eigenheiten behielt. Hör Dir Hessisch an.

So heißt ein Brötchen in Berlin Schrippe, in Schwaben Weckla und in Franken Semmela. Die Sachsen trinken nachmittags ein Schäälchen Heesen und essen ein Stück Eierschecke, während sich die Hessen lieber einen Kräbbel und ein Glas Äbbelwoi schmecken lassen. Und der Bayer freut sich abends auf seine Schweinshaxe oder ein deftiges Fleischpflanzerl und hat so gar kein Verständnis für Hallodris, die boafats durch die Gegend rennen.

Wir bei Babbel fanden diese Unterschiede und Eigenheiten so liebenswert, dass wir die Idee hatten, unseren Deutschlernern einen Einblick in die verschiedenen Mundarten ihrer Lernsprache zu geben. Das Ergebnis ist ein Kurs mit sechs großen Dialekten – und mit viel Ausbaupotential für weitere Dialekte. Hier lernt man nicht nur regionale Wörter für kulinarische Spezialitäten und das alltägliche Miteinander, sondern auch ein paar Charakterzüge ihrer Sprecher.

Während der Produktion des Kurses haben auch wir viel gelernt – und noch mehr gelacht. Die Gespräche in der Mittagspause fingen meist mit “Wo bist du eigentlich aufgewachsen?” an, gefolgt von “Hey, dann kannst du doch sicher auch einen Dialekt sprechen, oder?”. Auf diese Weise lernten wir nicht nur unsere Kollegen besser kennen, sondern auch noch eine ganze Menge ‘Fremdwörter’ der eigenen Muttersprache.

Als es dann an die Vertonung ging, lagen wir sprichwörtlich vor Lachen auf dem Boden. Manche Sätze mussten mehrfach eingesprochen werden, weil unsere Sprecher immer wieder von Lachanfällen geschüttelt wurden. Mit dem Ergebnis können wir aber mehr als zufrieden sein. Wir wünschen unseren Deutschlernen viel Spaß bei einer sprachlichen Entdeckungstour durch Deutschland!

Seit September 2011 arbeitet Maren bei Babbel im Content. Als Projektmanagerin hat sie unter anderem den Dialektkurs erstellt. Da sie selbst in Berlin aufgewachsen ist, ihre Mutter aber aus Hessen und ihr Vater aus Bayern kommt, hat sie schon früh die regionalen Unterschiede der deutschen Sprache kennengelernt. Verwandte in Sachsen und Thüringen und nicht zuletzt ihr Mann aus Franken haben dazu beigetragen, dass sie auch manchmal in Bayern eine Schrippe bestellt und in Berlin einen Kräbbel sucht…

Die Qual der Wahl? Babbel für Android, iPhone, iPod und für iPad – jetzt auch noch für Kindle

Posted on September 10, 2012 by

Aishah El Muntasser schreibt bei Babbel nicht nur Blogposts. Seit über einem Jahr beantwortet sie auch schier unermüdlich die Fragen unserer Kunden. Damit sie wirklich helfen kann, will Aishah jede Neuerung und Änderung selbst ausprobieren. Dafür springt sie auch mal ins kalte Wasser. Hier ihr neuester Bericht:

Ich bin Mitte 30 und verdammt altmodisch. Neulich hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben ein iPad in der Hand. Für diesen Schritt war das Babbel iBook “Learn Spanish: Beginner’s Course 1” verantwortlich. Ich war beeindruckt. Diese neue Erfahrung war noch nicht ganz verdaut – da bekam ich schon das nächste Gerät auf den Tisch, einen Kindle, mit dem neuen eBook “Learn German: Beginner’s Course 1”. Ich bin wieder beeindruckt, aber auch etwas verwirrt: Welches Gerät ist besser? Die so genannten multiple device users stellen sich diese Frage nicht. Für sie ist es das Normalste der Welt, mehrere mobile Geräte zu besitzen.

Glücklicherweise gibt es im Babbel-Team etliche Menschen, deren Welt auf natürliche Weise technisiert ist. Anne zum Beispiel hat ein iPad und einen Kindle und nimmt beide (!) mit in den Urlaub. Ich frage sie also: “Was ist denn da der Unterschied?” Ich selbst sehe nämlich keinen großen Unterschied, außer dass der Kindle (touch) kleiner ist und nicht so bunt und “interaktiv” daher kommt, was bedeutet, dass nicht so viel passiert. Es gibt bei beiden Geräten eine Markierungs- und Notizfunktion, beide Bücher führen die wichtigsten Vokabeln in Gesprächssituationen ein. Dazu gibt es hier wie dort Erläuterungen und Beispiele zur Grammatik, außerdem Wiederholungsrunden mit Lösungsschlüsseln.

Anne weist mich darauf hin, dass der Kindle zum Beispiel nicht leuchtet, also wenig Strom frisst, weshalb er so gut wie nie aufgeladen werden müsse. Außerdem spiegele das Display nicht in der Sonne. Beides qualifiziert den Kindle für einen Ausflug in die Sonne. Sie nimmt mir den Kindle touch aus der Hand und wischt im ersten Moment rührend unbeholfen darauf herum, der ihre sei einer mit Tasten, sagt sie. Und dann macht sie mir das Ding so schmackhaft, dass ich sofort auch eins haben will. Aber eben nur den schlichten Kindle, da bleibe ich altmodisch.

An sich geht es jedoch nicht um ein “Entweder-oder”, sondern um situationsbedingte Bedürfnisse an Format und Handhabung: Vokabeln lernen mit dem Android-Telefon im Bus, auf dem Sofa interaktive Grammatikübungen auf dem iPad machen, am Strand im Kindle-Buch blättern. Nach iPhone/iPod, iPad und Android ist Kindle nun die vierte Möglichkeit, um mit Babbel unterwegs zu lernen. Das Babbel eBook für Kindle ist dabei am nächsten dran am klassischen Lehrbuch.

Und wer von all dem überhaupt nichts wissen will, kann einfach nur am Computer die Online-Kurse machen. Man kann, muss sich aber nicht entscheiden.

Dieser Post auf: Englisch (English), Französisch (Français), Spanisch (Español), Italienisch (Italiano)