The Babbel Blog

language learning in the digital age

Sprachen hören, verstehen und schmecken

Posted on August 16, 2013 by

Tarte, Tartiflette, Tapenade und Co. sind typische französische Gerichte, doch was bedeuten diese genau? Nicht nur die Babbel-Nutzer begeben sich mit dem Kurs zur Französischen Küche auf eine sprachliche und kulinarische “Tour de France” durch die ausgewählte Regionen Frankreichs. Auch die redaktionelle Betreuung und die Übersetzung war eine abwechslungsreiche und spannende Reise: Womit kann man bestimmte Gerichte in der eigenen Sprache vergleichen? Woher kommen so lustige Eigennamen wie “pôchouse”, “pulenda”, “quenelle”, “cassoulet”, “nonnette”, “tartiflette” und “tapenade”? Kann man sie überhaupt übersetzen?

Um einen Lerneffekt zu erreichen, haben wir uns entschieden die eingeführten Spezialitäten, wenn möglich, zu übersetzen. Schließlich sollte man nicht einfach “cassoulet” abtippen, sondern erfahren, was sich hinter diesem Gericht aus der Region “Midi-Pyrenées” verbirgt, um später eine französische Speisekarte wirklich verstehen zu können.

Durch die Einführung des Wortes mit Übersetzung bekommt man noch vor der detaillierteren Beschreibung der Zutaten und der Zubereitung bereits eine Idee, was ein “cassoulet” ist: ein weißer Bohneneintopf. Um zu verhindern, dass der Lerner beim späteren Wiederholen von “cassoulet” im Wiederhol-Manager versehentlich an die Kombination von “potée” (Eintopf) und “haricots blancs” (weiße Bohnen) denkt, gibt es in der Übersetzung den Zusatz “Eigenname”. Und um sich den Begriff leichter zu merken, erfährt man auch, dass “cassoulet” von der okzitanischen Bezeichnung für den Tontopf, “la cassole”, kommt, in dem der Eintopf traditionell zubereitet wird.

Bei anderen Spezialitäten, wie zum Beispiel dem savoyardischen Gericht, “la tartiflette”, einer Art Kartoffelauflauf, sollte die wörtliche Angabe “Kartöffelchen” noch ein zusätzlicher Hinweis auf das gefragte Wort in der Lücke sein. Auch hier war die Kreativität der Übersetzer gefragt, denn wie sollte man “Kartöffelchen” ins Englische, Spanische und Italienische übersetzen?

Einfallsreich und vielleicht ein bisschen gewagt werden auch die “quenelles” aus Lyon eingeführt, denn eigentlich sind sie für die Bezeichnung “Klößchen” auf Deutsch, “dumplings” auf Englisch, “gnocchi” auf Italienisch und “croquetas” auf Spanisch zu langförmig und vor allem entspricht ihre Hauptzutat aus Weizengrieß nicht ganz der gewählten Übersetzung. Doch auch das wird im Kurs aufgelöst und im Detail erklärt und so lernt man auch, dass “quenelle” vom deutschen Wort “Knödel” kommt – die deutsche Übersetzung “Klößchen” ist also gar nicht so weit hergeholt und schließlich gibt es ja nicht nur die herkömmlichen Kartoffelklöße, sondern auch Grießklöße.

Überhaupt nicht übersetzen ließen sich z. B. zwei Käsesorten der Champagne: “le langres” (Rotschimmelkäse aus Langres) und “le rocroi” (ein Käse aus Rocroi). Hier war es nicht möglich eine Übersetzung zu finden, die nicht den Herkunftsort nennt, denn der Käse trägt den Namen des Ortes, aus dem er kommt.

Anders als bei Kursen wie zum Beispiel den Babbel-Anfängerkursen, bei denen es für die entsprechende Übersetzung um grammatische Zusatzangaben und -erklärungen geht, bedeutete der Kurs zur Französischen Küche eine echte Herausforderung und viel Recherchearbeit bei der Wahl der entsprechenden Übersetzung. Spannend und informativ war dabei aber auch, dass einige Bezeichnungen der behandelten französischen Spezialitäten aus regionalen Dialekten und sogar anderen Sprachen wie dem Polnischen, Italienischen und Deutschen stammen. Da kann aber sogar unser französischer Protagonist in der letzten Lektion den Überblick verlieren, wenn er sagt: “Le kouglof ??? Encore un mot incompréhensible !” (Der Gugelhupf??? Noch ein unverständliches Wort!) Hätte ihm doch mal jemand den Babbel-Kurs zur Französischen Küche vor seiner kulinarischen Rundreise empfohlen!

Über die Autorin: Katja ist Senior Content Manager bei Babbel und bekocht ihre Freunde und Kollegen gerne mit Gerichten aus einem französischsprachigen Kochbuch, das sie sich zum Abschied nach einem 2-jährigen Paris-Aufenthalt kaufte. Dabei nimmt sie die Zutatenliste nicht ganz so ernst wie die Regeln der französischen Grammatik bei ihrer Arbeit als Redakteurin für die Babbel Französischkurse.

Babbel-Aufbaukurse: Was heißt A-B-C und was machen wir besser als die anderen?

Posted on July 30, 2013 by

A1, A2, B1, B2, C1, C2. So heißen Sprachniveaus seit einigen Jahren in Europa. Aber wofür stehen sie? Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (GER) des Europarats benennt mit A1/A2 die Anfängerniveaus, mit B1/B2 die Mittelstufe und mit C1/C2 die fortgeschrittenen Niveaus.

Vor Einführung des GERs wurde Sprachkompetenz in erster Linie durch Grammatik- und Wortschatzwissen getestet, also: Können Lerner korrekt übersetzen, grammatische Formen bilden und beherrschen sie die Rechtschreibung? Digitale Lernprodukte dieser Tradition lassen auf allen Niveaustufen gerne Vokabeln und grammatische Formen in Lücken füllen – je höher das Niveau, desto komplizierter der Wortschatz oder die Grammatik. Aber leider kann ein Grammatikspezialist mit Wörterbuch-Wissen nicht unbedingt in der echten Welt kommunizieren; das weiß jeder, der in der Schule gute Noten in einer Fremdsprache hatte und im Ausland trotzdem kein Wort herausbringt.

Der GER hat einen anderen Ansatz: Die Sprachniveaus A1 bis C2 bilden ab, wie gut Lerner in verschiedenen echten Kommunikationssituationen zurechtkommen, und zwar in den Kompetenzen Lesen, Hören, Sprechen und Schreiben. Ein paar Beispiele der Fertigkeit “Schreiben”: Auf Niveau A1 kann man Formulare ausfüllen, auf B1 einen kurzen Brief über vertraute Themen schreiben, auf C1 schon einen Aufsatz über komplexe Sachverhalte.

Der GER fokussiert also auf Kommunikation und Handlungsorientierung. Die Niveaubeschreibungen für A1-C2 nennen daher weder bestimmte Grammatikpunkte, noch bestimmte Vokabeln. Gerade Selbstlerner müssen auf Anfängerniveau allerdings eine Grammatik- und Wortschatzbasis aufbauen. Denn ihnen muss klar werden, wie ihre neue Sprache funktioniert und sie brauchen ein paar Vokabelbrocken, um selbst erste Kommunikationssituationen (noch mit kurzen, oft auswendig gelernten Sätzen) bestehen.

Was hat das nun mit Babbel zu tun? Mit unseren Anfängerkursen 1 bis 6 erreicht man Niveau A2. Das ist übrigens das Sprach-Level, auf dem die Meisten nach ein paar Jahren Schulunterricht stehen bzw. standen. Dieses Jahr veröffentlichen wir (nach und nach für verschiedene Sprachen) unsere Aufbaukurse, mit denen man Schritt für Schritt die Kompetenzen des GER-Niveaus B1 trainiert.

In den Babbel-Anfängerkursen stehen die wichtigsten Grammatik- und Wortschatzthemen im Zentrum, jedoch immer handlungsorientiert an authentischen Kommunikationssituationen ausgerichtet. In den neuen Aufbaukursen ist der Fokus umgekehrt: Grammatik- und Wortschatzaufgaben sind ab jetzt stark reduziert und der Schwerpunkt liegt auf Handlung, also selbst lesen, hören, sprechen, schreiben in konkreten Alltagssituationen.

In jeder Lerneinheit der Aufbaukurse erzählen wir eine Geschichte, anhand der die vier Fertigkeiten trainiert werden. In Teil 1 geht es vor allem um’s Hören und Sprechen: Nach einer kurzen Wortschatzeinführung gibt es Diktate, Hörverständnistexte, Ausspracheübungen mit Spracherkennung – und zum Abschluss wird innerhalb der Storyline eine Sprecherrolle in einem Dialog übernommen. In Teil 2 wird geht es mit Lesen und Schreiben weiter: mit Übersetzungsübungen, Leseverständnistexten und Aufgaben zum freien Schreiben, immer innerhalb der Geschichte. Grammatik wird in Teil 1 jeder Lerneinheit implizit über den Wortschatz eingeführt und in Teil 2 erklärt sowie mit Hilfe der Lese- und Schreibaufgaben trainiert.

Während die meisten Sprachlernprodukte auf Mittelstufenniveau nur komplizierte Vokabeln und Grammatikkonstruktionen in Lücken füllen lassen, vermitteln unsere Babbel-Aufbaukurse echte Kommunikationsfertigkeiten.

Probiert unsere Aufbaukurse für Französisch und Englisch aus!

Über die Autorin: Miriam erarbeitete schon für verschiedene Bildungsanbieter Lernmedien mit kommunikativer Sprachdidaktik: von Material für Präsenzkurse über Print und CDs zu Onlinekursen und Apps. Sie ist seit vier Jahren bei Babbel und leitet die Redaktion.

Die Freunde der polnischen Aussprache

Posted on July 24, 2013 by

Über die Autorin: Barbara Baisi fing vor fünf Jahren in der Babbel-Redaktion und im Support an. Seit diesem Jahr ist sie Content-Projektmanagerin und wesentlicher Bestandteil unserer Redaktion.

Meine erste Begegnung mit der polnischen Sprache? Es waren die ersten Tage meines Austauschsemesters in Finnland. Wer Erasmus gemacht hat, weiß, dass diese Tage von der ständig wiederholten Frage “What’s your name? Where are you from?” geprägt werden. So einfach war das. Bis ich eines Tages auf diese Frage eine unglaubliche Konsonantenhäufung als Antwort bekam: “G sc ji a schek”.. ungefähr. Ich muss hinzufügen, dass ich Italienisch Muttersprachlerin bin, und mit Konsonantenhäufungen haben wir mehr Probleme als die Deutschen. Einen ungläubigen Blick und die Nachfrage “What?!” konnte ich nicht vermeiden. Der junge Mann schien daran gewöhnt und gleichzeitig (oder genau deswegen?) amüsiert zu sein.

“Gscjiaschek”, “Gscjiaschek”, versuchte ich mir zu merken. Das war eine offene Herausforderung. Ich musste mir unbedingt diesen Namen merken können.

Und ein paar Tage später, da war er wieder. Und natürlich hatte ich den Namen längst schon wieder vergessen. Aber der Junge war mir sympathisch und ich wollte mir den Namen wirklich merken können. Nennt mich stur, aber so war das.

Zum Glück kamen mir die russischen Buchstaben zur Hilfe. Russisch war ja mein zweites Fach an der Uni und ich hatte inzwischen gemerkt, dass auf Russisch für jeden dieser Laute tatsächlich ein Buchstabe vorhanden war. Ich nahm einen Stift und ein Stück Papier, direkt da vor ihm in der Eingangshalle der Uni und fing an zu transkribieren: Гжешек. So einfach war das.

Das war meine erste Begegnung mit der polnischen Sprache. Bis ich erfuhr, dass man den Namen “Grzesiek” schreibt und das die Verniedlichungsform von “Grzegorz” (lese “Gjegosch”) ist, mussten noch einige Wochen vergehen.

Mit Grzes (die weitere Verniedichungsform der schon verniedlichten Form “Grzesiek”) bin ich immer noch gut befreundet und er ist einer von vielen netten Polen, die ich inzwischen kennengelernt habe. Seitdem ist bei mir das Interesse an der polnischen Sprache immer wieder präsent gewesen und die Möglichkeit nun den ersten Polnisch Anfängerkurs bei Babbel zu produzieren empfand ich als eine schöne Gelegenheit, andere Leute an diese Sprache heranzuführen.

PS: Wie schwierig die Konsonantenhäufungen – nach dem Motto “je mehr Konsonanten desto cooler” – auch sein mag, hat die polnische Aussprache tatsächlich Regeln – und die sind sogar praktisch ausnahmefrei! Sprachen wie Französisch oder Englisch könnten ja fast neidisch darauf werden…

 

Kulinarische Kurse rund um die italienische Küche!

Posted on June 24, 2013 by

Ich komme aus Parma. Ihr wisst schon. Der Schinken. Der Käse.

Immer wenn ich versuche zu erklären “das liegt in Norditalien, ungefähr zwischen Mailand und Bologna”, unterbricht mich mein Gesprächspartner sofort und fängt an über den Parmaschinken und den Parmesankäse zu reden. Nicht ohne Grund.

Meine Gegend ist in ganz Italien für Wurstaufschnitt bekannt; bei uns ist das Schwein fast heilig: Hier hat “maiale” (Schwein) in den Dialekten ungefähr so viele Namen wie es Gemeinden gibt. Im Dorf meiner Oma nennt man es sogar “al nimal” (l’animale) also “das Tier”. Man sagt ja auch, Fische hätten kein Wort für Wasser…

Auf die Idee einen Essenskurs für Italienisch zu produzieren, bin ich aus der Erfahrung mit meinem deutschen Freund gekommen. Ich hatte immer wieder etwas Italienisches gekocht, z. B. “scaloppine ai funghi”, also in Butter gebratene Schnitzel mit Pilzen. Und dann kam unausbleiblich die Frage: “Und wo ist die Beilage?” Die Beilage?? Da sind doch die Pilze! “Nein, ich meine die Sättigungsbeilage”. Aha. Die “Sättigungsbeilage” und dann schlägt er Reis als Beilage vor. Jeder Italiener würde jetzt je nach Laune anfangen zu lachen oder angeekelt die Nase zu rümpfen.

Nummer eins: Reis ist ein erster Gang und er darf auf keinen Fall als Beilage mit einem zweiten Gang serviert werden. Sakrileg!

Nummer zwei: Beilage heißt auf Italienisch “contorno” und basta. Man kann Brot dazu essen aber Brot ist Brot, ist kein “contorno”.

Soweit so klar.

So einen Kurs gab’s noch nie auf Babbel. Es war also ein neues Kurskonzept, und ich hatte freie Hand – und gleichzeitig kein Vorbild. Aber als größtes Problem erwies sich tatsächlich die Bildsuche.

Man stellt es sich ganz einfach vor, Bilder für italienische Gerichte zu finden, aber wenn man die Grenze der “egal welche Pasta mit egal welcher Soße” überschreitet und zum Bsp. genau “pappardelle” (breite Bandnudeln) mit einem Wildschweinragout finden will, dann muss man langsam selbst ans Herd gehen.

So kam es mal vor, dass ich nach Mitternacht noch beim Frittieren war (ich hasse es zu frittieren!), weil ich keine Bilder für das ligurische “latte dolce fritto” gefunden hatte. Ich hatte das Vergnügen, Gerichte aus meiner Region nachzukochen, wie z. B. “erbazzone” (Mangold-Spinatkuchen), was am nächsten Tag gemeinsam im Büro aufgegessen wurde oder “piadina con salsiccia e cipolle” (Pfannen-Fladenbrot mit grober Bratwurst und Zwiebeln) zuzubereiten.

Leider hatte ich für viele Aufschnittsorten auch keine passende Bilder gefunden: Als ich also zwischendurch in Parma war, war ich gezwungen “speck” (geräucherten Schinken), “prosciutto cotto” (gekochten Schinken) und “coppa”(Nackenschinken) zu kaufen und … zu essen. Was man nicht alles für die Arbeit tut!

In diesem Kurs lernt man genuine Gerichte aus verschiedenen Regionen Italiens kennen und bekommt viele Infos darüber, wie sie zubereitet werden und was nicht typisch Italienisch ist. Hier ein Beispiel:  “spaghetti alla bolognese” sei ein typisch italienisches Gericht? Man kann Bolognese-Soße natürlich auch mit Spaghetti essen, aber das wird in Italien nur aus Verlegenheit gemacht. Diese Soße kommt aus Bologna, und da sind Eiernudeln wie “tagliatelle” oder “lasagne” typisch. Das Gericht ist also eigentlich “tagliatelle alla bolognese”.

Habe ich euch einen Mythos zerstört? Probiert den Kurs aus und lernt dabei viele andere spannende Insider-Tipps über die italienische Küche kennen!

Über die Autorin:

Es gibt fast niemanden, der so lange bei Babbel ist wie Barbara. Vor knapp fünf Jahren fing die italienische Übersetzerin und Fennistin freiberuflich (damals noch als Studentin) im Content und Support an – seit diesem Jahr ist sie Content-Projektmanagerin und wesentlicher Bestandteil unserer Redaktion.

Ab durch den Schilderwald!

Posted on May 29, 2013 by

Mitten im multikulturellen Berlin-Kreuzberg befinden sich eine der größten türkischen Gemeinden Deutschlands – und unser Babbel-Büro! Was für eingefleischte und waschechte Berliner längst zum Stadtbild dazugehört, sticht Besuchern oft ins Auge: Viele Ladenbesitzer und Händler werben längst nicht nur mit deutschsprachigen, sondern auch mit türkischen Schildern. Sicher wissen die meisten längst, was Döner und Ayran sind, aber welches Fleisch oder Gemüse bekommt man, wenn man “sığır” und “patlıcan” bestellt? Vielen geht es vielleicht auch so wie mir, dass sie sich wundern, warum die Tür zum Supermarkt nicht aufgeht, obwohl drinnen viele Leute sind? Hätte ich gewusst, dass das Schild “çıkış” mich auf den “Ausgang” hinweist, hätte ich natürlich die Tür mit dem Schriftzug “giriş” (Eingang) gewählt!

In der Babbel-Redaktion kam uns daher die Idee zu einem kleinen Kurs, in dem wir einige wichtige Schilder vorstellen, wie man sie in der Türkei selbst, aber auch in deutschen Großstädten finden kann. Mit Fahrrad und Kamera bewaffnet sind wir durch die Berliner Straßen gezogen und haben alles fotografiert, was uns vor die Linse gekommen ist. Und wenn man dann seine Augen richtig öffnet, entdeckt man plötzlich viele Schilder und Schriftzüge, die man vorher gar nicht wahrgenommen hat. So steht neben der Zahnarztpraxis “dişçi” (Zahnarzt) und der Buchhändler heißt “kitapçı”. Die Fahrschule wirbt mit “sürücü kursu” (Fahrkursen) und der “baklavacı” (Baklava-Bäcker/in) bietet türkische Köstlichkeiten an.

Einige Wörter, die man im Schilderwald finden kann, klingen sogar ziemlich deutsch: “taksi” (Taxi), “kurs” (Kurs), “büro” (Büro) und “yoğurt” (Joghurt) zum Beispiel. Diese sogenannten Internationalismen gibt es in mehreren Sprachen und sie klingen gleich oder ähnlich und haben dieselbe Bedeutung. Somit versteht man oft mehr als man denkt!

Damit der Kurs nicht nur Schilder zeigt und übersetzt, haben wir die Lektionen mit kurzen Grammatikerklärungen und Aussprachehinweisen gespickt. Damit man im Zweifelsfall auch mit korrekter Betonung nach einer “tuvalet” (Toilette) fragen kann – und sich danach mit einem “teşekkürler” bedanken kann! Probiert es mal aus!

Karneval, Strände und Caipirinha…

Posted on April 30, 2013 by

Dieser Post auf: Englisch (English), Französisch (Français), Spanisch (Español), Italienisch (Italiano)

…spätestens beim dritten Schlagwort weiß wohl jeder wovon die Rede ist: Brasilien! Mit seinen Puderzucker-Sandstränden ist es eines der Traumreiseländer unseres Planeten. Schon aufgrund seiner schieren Größe ist es erstaunlich, dass drei Wörter scheinbar ausreichen, um es zu charakterisieren. Denn zwischen dem Amazonas und seinem Sumpfgebiet im Norden und der wie die Schweiz anmutende Gebirgsregion im Süden gibt es mehr zu entdecken als Samba oder die Copacabana.

Es verwundert z. B. nicht, dass dieses Land der Superlative mit den Cataratas do Iguaçu einen der größten Wasserfälle der Welt beherbergt. Gleich neben diesem gigantischen Naturphänomen gibt es aber auch kleine Wunder: Vorlaute quatís (Nasenbären) flitzen durch den Nationalpark und stibitzen den Touristen ihre Chips und anderes Naschwerk direkt unter deren Nase weg.

Aber ganz gleich, wofür ihr euch auf einer Reise durch Brasilien entscheiden solltet: Eine der schönste Sachen am Reisen ist es, in Kontakt mit den Einheimischen zu treten. Die Brasilianer sind sehr aufgeschlossen. Es reicht schon, ein paar Sprachbrocken wie “Oi, tudo bem?” (Hey, alles klar?) hervorzuholen, um ein Gespräch in Gang zu bringen.

Damit ihr eine so erfolgreich begonnene Kontaktaufnahme nicht ausschließlich mit Händen und Füßen fortführen müsst, weil euch nun doch die Worte fehlen, haben wir den Kurs “Portugiesisch für den Urlaub” erstellt, der in zwölf Lektionen die wichtigsten Kommunikationsgrundlagen für euren Brasilienaufenthalt behandelt. In übersichtlichen Häppchen werdet ihr für Situationen, wie Orientierung, Einkauf oder Reservierungen trainiert. Auch auf Bestellungen im Restaurant und Kulinarisches, wie “feijoada” oder “água de coco” (Kokoswasser), wird eingegangen.

Mit diesen Grundkenntnissen werdet ihr merken, wie schnell sie sich vor Ort noch erweitern lassen. Frei nach dem Motto: Wer “Uma cerveija, por favor.” bestellt, sollte auch “Mais uma!” fordern können. Zu Deutsch: Wer sich ein Bier bestellt, sollte sich auch ein weiteres bestellen können.

 Frauke ist Content-Projektmanagerin mit den Schwerpunkten Spanisch und Portugiesisch. Ihren letzten großen Urlaub verbrachte sie in Brasilien und bereiste u. a. Ilha Grande, Rio und Iguaçu. Im neuen Kurs “Portugiesisch für den Urlaub” gibt sie viele Tipps zu Sprache und Landeskunde an euch weiter.

Hier geht’s zum Kurs “Portugiesisch für den Urlaub” in den Referenzsprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch.

 

Vorsicht! Falsche Freunde!

Posted on March 28, 2013 by

Babbel hat sich der falschen Freunde angenommen. Keine Sorge, es handelt sich bei unserem neuesten Projekt nicht um Kurse zur Lebensberatung. Die Wahl eures Freundeskreises bleibt weiterhin euch selbst überlassen! Unser brandneues Kursformat soll euch helfen, sprachliche Verwechslungsgefahren souverän zu umschiffen …

In diesem Kurs geht es also um die lexikalisch ‘falschen Freunde’. Diese können schnell zu Missverständnissen zwischen Mutter- und Fremdsprache führen. Sie schreiben sich zum Verwechseln ähnlich oder klingen verwandt. Damit scheinen sie so verführerisch einfach und logisch zu sein. Wenn ich also  - sei es auf Französisch, Italienisch oder Spanisch – die letzte Demonstration gegen korrupte Politiker kommentieren möchte, liegt es doch so nahe schnell démonstration, dimostrazione oder demostración zu verwenden. Aber weit gefehlt! In diesen Sprachen bezieht sich der Begriff viel eher auf eine Präsentation.

Auch mit Gymnasium brät das Deutsche sich eine Extra-Wurst. Sowohl gymnasium, gymnase, wie auch gimnasio beziehen sich auf einen Ort, an dem man seine Muskeln stählt und nicht auf ein Bildungsinstitut für pubertierende Studiumsanwärter.

Noch verwirrender wird es aber, wenn ähnliche Wörter in vielen Sprachen völlig unterschiedliche Bedeutungen haben. Zum Beispiel weckt das positiv belegte englische gift (Geschenk) bei einem Deutschen eher Angstgefühle (Gift, engl.: poison). Und was fühlen Schweden, Norweger und Dänen, wo gift verheiratet bedeutet (gift auf Schwedisch)? “¡Díos mío! I feel so lost in translation!”

Findet es doch einfach selbst heraus.

Für deutsche Muttersprachler gibt es auf Babbel “Falsche Freunde”-Kurse für:
Englisch
Französisch
Spanisch
Niederländisch

Mit Babbel heißt es jetzt: Auf nach Skandinavien! Zwei neue Lernsprachen!

Posted on February 21, 2013 by

Nach Schwedisch haben wir nun zwei weitere skandinavische Sprachen bei uns aufgenommen und bieten mit den Anfängerkursen Norwegisch und Dänisch einen leichten Einstieg in die Sprache: wichtige Vokabeln zu alltäglichen Themen und erste Grammatik, um selbstständig eigene Sätze zu bilden. Skandinavische Sprachen sind sowieso alle gleich? Ganz nach dem Motto “Kannste eine, kannste alle”? – Ganz bestimmt nicht!

Content Manager Karoline auf Inspirationssuche in den Fjords

Wer einmal etwas Schwedisch gelernt hat, wird feststellen, dass Dänisch zwar ganz ähnlich aussieht und viele gleiche Vokabeln hat. Aber die Aussprache hat es in sich! Während das “d” am Wortanfang ganz genau so ausgesprochen wird wie ein deutsches “d”, klingt es als “dd” in der Wortmitte plötzlich wie ein englisches “th”. Somit hört sich der harmlose Satz “Hvad hedder du?” (“Wie heißt du?”) ganz anders an als erwartet. Deshalb haben wir den neuen Dänisch-Anfängerkurs mit kurzen Aussprache-Einheiten gespickt, damit auch diese Hürde machbar wird.

 

Danish culinarily explainedAuch im Norwegisch-Anfängerkurs wird dem User neben den ersten Grammatikaspekten die norwegische Aussprache näher gebracht, damit man nicht durch Buchstabenkombinationen wie “kj” oder “tj” abgeschreckt und in Norwegen sofort als sprachlich ungeschickter Ausländer ertappt wird. Mit etwas Übung kann man vielleicht bald auf nahezu muttersprachlichem Niveau fragen “Kan du kjøpe tjue kjeks? (“Kannst du zwanzig Kekse kaufen?”).

 

Beide Kurse bieten neben Wortschatz und Grammatik auch einen guten Einblick in die regionale Küche und die Lebensweise unserer nordischen Nachbarn. Sollte man sich auf dem Weg zum Fjord verlaufen, wird man feststellen, dass die Norweger gerne und bereitwillig helfen. Und trifft man einen dänischen Bekannten, wird er sich mit den Worten “Tak for sidst.” für “letztens” bedanken – obwohl man doch gar nichts gemacht hat…?

Das und viel mehr kannst du in den Anfängerkursen Dänisch und Norwegisch lernen – und bei deiner nächsten Reise nach Dänemark oder Norwegen ausprobieren!

Niederländisch – auf zu den Nachbarn!

Posted on February 19, 2013 by

Seit September 2012 arbeitet Karoline bei Babbel. Ihre Schwerpunkte sind die skandinavischen Sprachen und nun hat sie am Niederländisch-Anfängerkurs mitgearbeitet. Die Liebe führte sie vor 10 Jahren in die Niederlande und bis heute ist sie zur Sprache geblieben.

Die Meinungen zum Niederländischen gehen auseinander, von “es hört sich so niedlich an” bis “das ist doch eine Halskrankheit” kann man Allerlei hören. Wir wollen mit den Vorurteilen aufräumen und haben den ersten Niederländischkurs für Anfänger fertig, mit dem ihr bei eurem nächsten Besuch in den Niederlanden garantiert die Sympathien der Einheimischen gewinnen könnt! Der Kurs ermöglicht euch nicht nur die richtige Aussprache zu lernen, sondern auch Vokabeln und erste Grammatikregeln, um euch beim nächsten Besuch verständigen zu können. Vielleicht traut ihr euch dann vor Ort einen “koffie verkeerd” (Milchkaffee) oder auch mal ”kippensoep” (Hühnersuppe) und “een portie bitterballen” (eine Portion Fleischbällchen) zu bestellen.

Nachdem es bisher nur einen Wortschatztrainer für Niederländisch auf Babbel gab, kann man nun tiefer in die Feinheiten der Sprache eintauchen und lernt beispielsweise, Aussagen und Fragen zu verneinen. Das klingt banal, aber vielleicht hat man den Satz “ich möchte gerne Pommes” gelernt, braucht aber die Verneinung, weil man gerade keine Pommes möchte.

Wichtig war uns auch eine Lektion mit hilfreichen Sätzen für den Alltag, wenn es sprachlich noch nicht so gut klappt und man z. B. sagen möchte, dass man etwas nicht versteht und den Weg gerne auf der Karte sehen würde.

Und wer sich schon öfter gefragt hat, ob die Niederländer ständig übers Essen reden, weil immer wieder das Wort “lekker” zu hören ist, wird endlich aufgeklärt, dass man beispielsweise auch “lekker slapen” (gut schlafen) kann.

Der Charme dieser Sprache liegt auch in der Kunst, alles zu verniedlichen. Vom “cadeautje” (Geschenklein) bis zum “autotje” (Autochen) hat es nicht unbedingt mit der Größe des Gegenstands zu tun. Es hat aber auch durchaus einen Vorteil, wenn mal der Artikel unklar ist, weil die verniedlichte Form nur einen bestimmten Artikel haben kann.

Noch ein Wort zur Aussprache: Das “g” klingt anfangs vielleicht komisch, weil es ungewohnt ausgesprochen wird. Aber schnell wird man sich daran gewöhnen, das “g” im Rachen auszusprechen und kann mit dem Vorurteil über die Halskrankheit aufräumen. Es gibt auch ein deutliches Nord-Südgefälle bei der Aussprache dieses Lautes. Im Süden (auch in Belgien) wird es sachter ausgesprochen als im Norden. Ein Grund mehr für uns, bei der Vertonung des Kurses, eine Stimme aus dem nördlichen und eine aus dem südlichen Verbreitungsgebiet (Belgien) des Niederländischen zu haben, um Unterschiede in der Aussprache von Anfang an zu hören und damit auch das Hörverständinis zu üben.

Sich gerade als Anfänger zu bemühen, in der Landessprache ein paar Worte zu wechseln, ist eine Geste der Verständigung und ein tolles Erlebnis zugleich, welches neue Perspektiven und Kontakte zu Land und Leuten eröffnet. Probiert es aus und staunt, wie schnell man erste Sätze auf Niederländisch sagen und verstehen kann!

Veel plezier ermee! (Viel Spaß damit!)

 

Diktatkurse – nicht nur was für Rechtschreibefans…

Posted on February 6, 2013 by

Eines Tages kam der Wunsch von Babbel-Usern danach auf, mehr zu schreiben. Beim Vorschlag einen Diktatkurs zu entwerfen, ging ein Raunen durch die Redaktion. Alle erinnerten sich gut an die Schulzeit, an die steife Atmosphäre im Klassenzimmer und an langweilige und realitätsferne Texte.

Unser neues Format räumt deshalb mit diesen schlechten Erinnerungen an die Schulzeit auf! Mit Witz, Charme und Spannung wird hier Hören und Schreiben geübt. Im Gegensatz zur Lehrerin im Klassenzimmer haben die Diktate eine Repeat-Funktion. So lässt sich ohne Druck der diktierte Satz beliebig oft anhören.

Kleine Geschichten, die auch das eine oder andere Schmunzeln oder den ein oder anderen lauten Lacher bewirken, versüßen jedem Lerner diese neue Erfahrung des Diktats. Ohne veraltete Formulierungen wird nicht nur Schreiben geübt, sondern auch Wortschatz für den Alltag eingeführt. Rein schriftsprachliche Formen werden bei uns nicht serviert! Wir bauen auch im Diktatkurs auf die gesprochene Sprache.

Die Erzählungen über seltsame Begegnungen, Missverständnisse und andere Vorkommnisse bauen zum Teil auf wahre Erlebnisse der Babbel-Autorinnen auf: In einer Geschichte erfährt man zum Beispiel wie Katjas Jacke in einem Baum gelandet ist und wie sie sie wiederbekommen hat. Ganz nebenbei wiederholt man dann auch noch grammatische Themen wichtige Verbendungen oder die Angleichung. Denn, ob man “préféré” mit “é” oder doch mit “ée” schreiben soll, hört man nicht, sondern muss man aus dem Kontext erschließen. Aber auch daran wird man vorher erinnert, denn wir werfen niemanden ins kalte Wasser und lassen nur ausgewählte und bereits geübte Wörter tippen!