The Babbel Blog

language learning in the digital age

Shakespeare und die polnische Sprache

Posted on November 15, 2013 by

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Wer Polnisch lernen möchte, der hat es besonders am Anfang nicht leicht. Vor allem die Aussprache kann einen in den Wahnsinn treiben. Polnisch, so scheint es, hat eine sonderbare Vorliebe für ellenlange Konsonantenkombinationen. Eine der ersten Hürden ist daher auch die etwas befremdliche Rechtschreibung. So mancher Lerner fragt sich, wie denn ein Wort wie “sznycel” in verständliche Laute umgewandelt werden solle – und ahnt nicht, dass sich dahinter das von der Aussprache fast identische “Schnitzel” verbirgt. Dieses wissen die Polen auf ihrem Mittagsteller nämlich genauso zu schätzen wie seine Namensgeber aus dem deutschsprachigen Raum.

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Überhaupt teilen die Polen mit anderen Ländern nicht nur viele kulinarische Vorlieben, Sitten und Gebrauchsgegenstände, sondern auch das dazugehörige Vokabular. Diese sogenannten “Lehnwörter” und “Internationalismen” – oder “guten Freunde”, wie jene bei Babbel heißen – erleichtern einem das Erlernen einer Fremdsprache enorm. Dass sie auf Polnisch als solche häufig nur schwer zu erkennen sind, liegt wohl daran, dass das Polnische insbesondere die alteingesessenen “Migranten” aus anderen Sprachen freundschaftlich in ihr eigenwilliges System der Laut-Schrift-Verbindungen aufgenommen hat. So verbirgt sich hinter “szofer” der “Chauffeur”, während “cywilizacja” schlicht und ergreifend die “Zivilisation” meint.

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Damit ihr also ein Wort wie “dżinsy” auf Anhieb als “Jeans” erkennt, aber auch damit euch originär polnische Wörter wie “pszczoła” (Biene) und “drzwi” (Tür) ganz leicht von der Zunge kommen, haben wir den Kurs “Gute Freunde” zusammengestellt. Hier lernt ihr Schritt für Schritt einige der wichtigsten Verbindungen zwischen Laut und polnischer Schreibweise an euch bereits vertrauten Wörtern. Aha-Erlebnisse sind garantiert: Denn auch wenn die polnische Rechtschreibung auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig erscheinen mag, ist sie doch sehr regelmäßig. Hat man erst ein paar Buchstabenkombinationen geknackt, geht das Lesen also wie von selbst. Schließlich belohnt eine echte Freundschaft am Ende immer alle auf sich genommenen Strapazen.

Übrigens gelten die Integrationsbemühungen der polnischen Rechtschreibung nicht nur den aus anderen Sprachen übernommenen Vokabeln, sondern sogar den Namen berühmter ausländischer Persönlichkeiten. So schreibt man den großen englischen Dichter Shakespeare mit dem langen und komplizierten Namen auf Polnisch – Szekspir. Wenn das mal keine Vereinfachung ist…!

Hier geht es zum Polnischkurs “Gute Freunde” !

Über die Bloggerin: Katharina ist bilingual deutsch-polnisch aufgewachsen und seit Juli als Content Trainee im Babbel-Team.

Stadt, Land, Fluss, Berg, Meer… Polen.

Posted on October 10, 2013 by

Wer beim Stichwort Polen lediglich an Ostseebäder in Sozialismusschick und sibirische Wintereinbrüche bis in den Frühsommer hinein denkt, der hat Einiges nicht mitbekommen. Spätestens seit dem EU-Beitritt 2004 ist Polen als Reiseziel kein Geheimtipp mehr und Touristen aus aller Welt tummeln sich in den Vorzeigemetropolen Krakau, Warschau, Danzig und Breslau. Tatsächlich ist der Städtetrip eine der häufigsten Urlaubsarten für Polenreisende: Die ehemalige Krakauer Residenz der polnischen Könige Wawel, die neue alte Starówka (Altstadt) von Warschau, die nach ihrer nahezu vollständigen Zerstörung im zweiten Weltkrieg nach alten Plänen wieder aufgebaut wurde und die Europäische Kulturhauptstadt 2016 Breslau laden zum Besichtigen, Erkunden und Flanieren ein.

Auch das Wetter ist nicht so schlecht wie sein Ruf und eine Reise nach Polen selbst in den kühleren Jahreszeiten durchaus empfehlenswert. Wer nach Warschau fährt, sollte unbedingt einen Abstecher in das zwei Stunden südöstlich gelegene Lublin wagen – vor allem im August ein kulturelles Highlight! Händler aus West- und Osteuropa bieten dann auf dem historischen Jagiellonischen Jahrmarkt folkloristische Ware feil, während auf dem Plac Po Farze die ukrainische Kultband Dakha Brakha auftritt. Kurz darauf werden beim Carnaval Sztukmistrzów (Straßenkünstlerfestival) die Hochseile zwischen den Renaissancehäuschen in der historischen Altstadt gespannt, die Stadt wird nachts von Feuerjongleuren erleuchtet und der Cirque Baroque gastiert auf dem Schlossplatz.

Aber auch für Naturliebhaber hat Polen einiges zu bieten: Gleich mehrere Gebirgszüge (Tatry, Beskidy, Bieszczady), Nationalparks mit frei lebenden Wisentpopulationen (Żubry) – übrigens Namensgeber des wohl berühmtesten polnischen Wodkas Żubrówka – und sogar eine kleine Wüste! Die “polnische Sahara” (Pustynia Błędowska) erstreckt sich auf stolzen (?!) 33 km² nördlich von Krakau – hier muss also niemand verdursten. Auf über 500 km führt der Ostseeküstenweg-Radweg von Usedom bis nach Kaliningrad, und auf der Seenplatte Masury (Mazuren) hat sich inzwischen die neue Warschauer High Society ihr kleines Segelparadies errichtet. Achtung – Mückenspray (spray na komary) ist hier sehr angebracht!

Insbesondere wer fernab der größeren Städte unterwegs ist, sollte nebst Lonely Planet und Reiseapotheke auch ein paar polnische Grundvokabeln im Gepäck haben. Deshalb lernst du im neuen Kurs “Polnisch für den Urlaub”, wie du ein erfrischendes Bier bestellst, wo du nach einer langen Besichtigungstour leckere Piroggen bekommst, übst die Kontaktaufnahme mit Einheimischen und bist auch mit hilfreichen Tipps zum Apothekenbesuch für den kleinen Notfall gerüstet. Und wenn dich bei Wörtern wie zwiedzić muzeum (Museum besichtigen) der Schwindel packen sollte: Nur Mut! Denn wer sich auf das Wagnis einlässt, sich an den exzentrischen Konsonantenkombinationen der polnischen Sprache die Zunge zu verdrehen, wird auf sehr viel Wohlwollen und Begeisterung seitens der Polen stoßen, die selbst wissen, dass ihre Sprache nicht zu den einfachsten der Welt gehört – und die wohl auch ein wenig Stolz darauf sind…

Hier geht’s zum Kurs

Über die Bloggerin: Katharina ist bilingual deutsch-polnisch aufgewachsen und seit Juli als Content Trainee im Babbel-Team.

 

Die Freunde der polnischen Aussprache

Posted on July 24, 2013 by

Über die Autorin: Barbara Baisi fing vor fünf Jahren in der Babbel-Redaktion und im Support an. Seit diesem Jahr ist sie Content-Projektmanagerin und wesentlicher Bestandteil unserer Redaktion.

Meine erste Begegnung mit der polnischen Sprache? Es waren die ersten Tage meines Austauschsemesters in Finnland. Wer Erasmus gemacht hat, weiß, dass diese Tage von der ständig wiederholten Frage “What’s your name? Where are you from?” geprägt werden. So einfach war das. Bis ich eines Tages auf diese Frage eine unglaubliche Konsonantenhäufung als Antwort bekam: “G sc ji a schek”.. ungefähr. Ich muss hinzufügen, dass ich Italienisch Muttersprachlerin bin, und mit Konsonantenhäufungen haben wir mehr Probleme als die Deutschen. Einen ungläubigen Blick und die Nachfrage “What?!” konnte ich nicht vermeiden. Der junge Mann schien daran gewöhnt und gleichzeitig (oder genau deswegen?) amüsiert zu sein.

“Gscjiaschek”, “Gscjiaschek”, versuchte ich mir zu merken. Das war eine offene Herausforderung. Ich musste mir unbedingt diesen Namen merken können.

Und ein paar Tage später, da war er wieder. Und natürlich hatte ich den Namen längst schon wieder vergessen. Aber der Junge war mir sympathisch und ich wollte mir den Namen wirklich merken können. Nennt mich stur, aber so war das.

Zum Glück kamen mir die russischen Buchstaben zur Hilfe. Russisch war ja mein zweites Fach an der Uni und ich hatte inzwischen gemerkt, dass auf Russisch für jeden dieser Laute tatsächlich ein Buchstabe vorhanden war. Ich nahm einen Stift und ein Stück Papier, direkt da vor ihm in der Eingangshalle der Uni und fing an zu transkribieren: Гжешек. So einfach war das.

Das war meine erste Begegnung mit der polnischen Sprache. Bis ich erfuhr, dass man den Namen “Grzesiek” schreibt und das die Verniedlichungsform von “Grzegorz” (lese “Gjegosch”) ist, mussten noch einige Wochen vergehen.

Mit Grzes (die weitere Verniedichungsform der schon verniedlichten Form “Grzesiek”) bin ich immer noch gut befreundet und er ist einer von vielen netten Polen, die ich inzwischen kennengelernt habe. Seitdem ist bei mir das Interesse an der polnischen Sprache immer wieder präsent gewesen und die Möglichkeit nun den ersten Polnisch Anfängerkurs bei Babbel zu produzieren empfand ich als eine schöne Gelegenheit, andere Leute an diese Sprache heranzuführen.

PS: Wie schwierig die Konsonantenhäufungen – nach dem Motto “je mehr Konsonanten desto cooler” – auch sein mag, hat die polnische Aussprache tatsächlich Regeln – und die sind sogar praktisch ausnahmefrei! Sprachen wie Französisch oder Englisch könnten ja fast neidisch darauf werden…

 

Babbel für Windows 8 – Fünf Fragen an Dari Salimi

Posted on October 23, 2012 by

Foto_DariDari ist Produktmanager für die mobilen Apps und gerade in diesen Tagen ein sehr gesuchter Mann bei Babbel. Unsere Blog Autorin Aishah hat ihn trotzdem erwischt und ihm anlässlich des anstehenden Babbel für Windows 8 Release am 26. Oktober (und den Babbel Apps für Windows 8 ) ein paar Fragen gestellt. Privat ist Dari überzeugter Apple-Nutzer. Allerdings machen ihm die neuen Apps, auch besonders visuell, sehr viel Freude.

 

Was machst du bei Babbel? Kommst du eigentlich selbst auch mal zum Lernen?

Bei mir ist es eher “learning by testing”. Aber natürlich bleibt dabei eine Menge hängen. Am liebsten lerne ich übrigens Spanisch.
Bei Babbel bin ich jetzt seit ca. einem Jahr. Den Vokabeltrainer für iPhone gab es bereits als ich hier angefangen habe. Wir haben dann die App fürs iPad optimiert und auch eine für Android herausgebracht.

Wie du schon sagst, gibt es Babbel bereits für iOS und Android. Warum in Kürze auch für Windows 8?

Unsere Apps für iOS und Android sind sehr erfolgreich – das Thema Bildung wird nicht nur immer relevanter, sondern auch immer populärer. Wir konnten uns dann Windows 8 und die Technik in einem Coworkingspace-Projekt von Microsoft in Berlin anschauen. Als wir dann direkten Kontakt zu Microsoft Experten bekamen, gab das den Auschlag. Natürlich habe ich mir schon vorher Gedanken darüber gemacht, ob oder wann wir eine App für Windows 8 angehen werden. Jetzt sind wir der erste Anbieter einer Sprachlern-App im Windows Store, und das macht uns schon etwas stolz.

Was ist das Besondere an Windows 8?

Am interessantesten finde ich den Versuch, mobile und stationäre Nutzung zusammen zu führen. Windows 8 unterstützt ja nicht nur die konventionelle PC-Nutzung via Mouse und Keyboard, sondern auch Touchscreens, welche vor allem bei mobilen Endgeräten stark verbreitet sind. Außerdem hat sich das Design der Benutzeroberfläche stark verändert. Für uns ist das eine willkommene Änderung, die sehr gut zu unseren audio-visuellen Vokabeltrainern passt.

Wie war die Zusammenarbeit mit Microsoft? Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft?

Es war auf jeden Fall eine angenehme Zusammenarbeit. Denn es gab nicht nur einen Ansprechpartner für das “Geschäftliche”, sondern auch einen direkten Kontakt zu einem Entwickler bei Microsoft. Die direkte Kommunikation hat den gesamten Entwicklungsprozess erheblich vereinfacht. Wir sind gespannt, wie es weiter geht, schmieden aber noch keine konkreten Zukunftspläne. Erst mal warten wir ab, wie Windows 8 und insbesondere natürlich die Babbel Apps für Windows 8 von den Nutzern angenommen wird. Die beliebte Spracherkennung werden wir als Update nachreichen, da sie es aufgrund technischer Hürden nicht in die erste Release-Version geschafft hat. Eine Umsetzung für Windows Phone 8 wäre ebenfalls ein weiterer interessanter Schritt. Vorerst gibt es sie ja erstmal für PC und Tablet. Eine weitere Option wäre, dass wir alle im Web zugänglichen Kurse in die App integrieren. Wir haben auf jeden Fall noch viel vor.

Was erwartet nun den Nutzer der Babbel App für Windows 8?

Mit dem offiziellen Release werden alle elf Babbel-Sprachen als einzelne Apps im Windows 8 Store in der Kategorie ‘Bildung’ erhältlich sein. Inhaltlich und didaktisch bleiben wir unseren bereits existierenden Apps und dem Babbel-Konzept treu. Aus meiner Sicht harmonisieren unsere Apps sehr gut mit dem neuen Windows 8-Look. Den Nutzer erwartet aber vor allem eins: viel Spaß!

Hier die Englsich-App ausprobieren
Brasilianisches Portugiesisch hier
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Polnisch hier
Schwedisch hier
Türkisch hier

 

Mistrzostwa Europy 2012 – Mit Babbel in die EM-Vorbereitung

Posted on May 21, 2012 by

Wenn in weniger als einem Monat die Fußball EM 2012 in den Gastgeberländern Ukraine und Polen beginnt, sind (fußballbegeisterte) Babbel-Nutzer besonders gut vorbereitet: Der neue Kurs „Europameisterschaft 2012“ deckt den wichtigsten polnischen Wortschatz rund um das wunderbare Thema „Piłka nożna“ (Fußball) im allgemeinen und „Mistrzostwa Europy“ (Europameisterschaft) im speziellen ab.

In elf Lektionen können sich Fans, bevor sie – aus deutscher Sicht betrachtet – in ihr Nachbarland Polen reisen, fit für die sportliche Orientierung während der Spiele und sprachliche Begegnungen auch außerhalb des Stadions machen. Damit, wenn die UEFA Euro 2012 mit dem Spiel Polens gegen Griechenland am 8. Juni in Warschau beginnt, keiner im „Spalony“ (Abseits) steht.

Wieder aus deutscher Sicht betrachtet, geht es für unsere Jungs in der so genannten „Todesgruppe B“ am 9. Juni mit dem Spiel gegen Portugal los. Mit den Gegnern Portugal, Niederlande und Dänemark wird bereits die Vorrunde für Nationaltrainer Jogi Löw und seinen Kader alles andere als ein Spaziergang. Wir drücken dem Team fest alle zur Verfügung stehenden Babbel-Daumen, insbesondere im Hinblick auf ein schnelles erstes „Gol“ gegen Portugal. Und wünschen allen Teams und Fans eine friedliche und faire EM mit tollem Piłka nożna!

Übrigens ist der Fußball-Kurs nicht nur online auf Babbel erhältlich, sondern auch als kostenlose App für Android und iOS – für eine optimale Vorbereitung auf den Titel. Der Fairness halber: Es gibt die Kurse auch für englische, französische, italienische, spanische, portugiesische und schwedische Muttersprachler.


Schreibt uns gerne eure sprachlich-fußballerischen Erfahrungen rund um die EM in Polen, wir freuen uns über euer Feedback!