The Babbel Blog

language learning in the digital age

Schon sechs Jahre!

Posted on January 15, 2014 by

von Markus Witte (Mitgründer)
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Kaum zu glauben: Das sechste Jahr, in dem wir mit Babbel online sind, ist rum. Stolz und glücklich dürfen wir wieder einmal feststellen, dass es unser erfolgreichstes bisher war. Was ist nicht alles passiert in diesem letzten Jahr: Es gab eine Finanzierungsrunde über 10 Mio. US-Dollar, 45 großartige neue Leute im Babbel-Team, darunter gleich mehrere erfahrene Manager mit jeweils mehr als 10 Jahren relevanter Erfahrung. Außerdem ein neues Büro, zwei neue Lernsprachen (Norwegisch und Dänisch), neue Apps für zwei Plattformen (iOS und Android) – und ein neues Logo! Vor allem aber Millionen neuer Nutzer, um die es ja schließlich geht.

Was mit vier Gründern in einem kleinen Büro einer verwinkelten Altbauwohnung in Berlin-Kreuzberg begann, ist inzwischen zu einem summenden Bienenstock von über 100 Festangestellten herangewachsen. Dazu kommen noch einmal sage und schreibe mehr als 150 Autoren, Didaktiker, Redakteure, Übersetzer , Sprecher  und Supporter, die freiberuflich mitarbeiten und nebenher noch andere Berufe wie Lehrer, Musiker, Schauspieler haben. Zusammen sind das – unglaublich viele Leute, die alle zusammen Babbel zu dem machen was es ist.

Wir finden, das ist ein ganz vortrefflicher Grund zum Feiern. Und da der Januar für uns von Anfang an der lebendigste Monat ist (durch eure und unsere vielen guten Vorsätze), haben wir sogar Weihnachten etwas nach hinten verlegt: Am Freitag lassen wir es unterm Tannenbaum so richtig krachen. Und dann geht es weiter mit dem siebten Jahr, in dem wir wieder mal enorm viel vorhaben. Einiges davon sollen Überraschungen werden, anderes machen wir lieber erst wahr, bevor wir darüber reden. Klar ist aber: es wird Russisch geben und damit die erste Lernsprache, die nicht das lateinische Alphabet benutzt. Und den Wiederholmanager wollen wir auf Vordermann bringen. Und auch selbst viel Neues lernen. Und weiterhin viel Spaß haben. Und machen. Und!

 

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Sprachen hören, verstehen und schmecken

Posted on August 16, 2013 by

Tarte, Tartiflette, Tapenade und Co. sind typische französische Gerichte, doch was bedeuten diese genau? Nicht nur die Babbel-Nutzer begeben sich mit dem Kurs zur Französischen Küche auf eine sprachliche und kulinarische “Tour de France” durch die ausgewählte Regionen Frankreichs. Auch die redaktionelle Betreuung und die Übersetzung war eine abwechslungsreiche und spannende Reise: Womit kann man bestimmte Gerichte in der eigenen Sprache vergleichen? Woher kommen so lustige Eigennamen wie “pôchouse”, “pulenda”, “quenelle”, “cassoulet”, “nonnette”, “tartiflette” und “tapenade”? Kann man sie überhaupt übersetzen?

Um einen Lerneffekt zu erreichen, haben wir uns entschieden die eingeführten Spezialitäten, wenn möglich, zu übersetzen. Schließlich sollte man nicht einfach “cassoulet” abtippen, sondern erfahren, was sich hinter diesem Gericht aus der Region “Midi-Pyrenées” verbirgt, um später eine französische Speisekarte wirklich verstehen zu können.

Durch die Einführung des Wortes mit Übersetzung bekommt man noch vor der detaillierteren Beschreibung der Zutaten und der Zubereitung bereits eine Idee, was ein “cassoulet” ist: ein weißer Bohneneintopf. Um zu verhindern, dass der Lerner beim späteren Wiederholen von “cassoulet” im Wiederhol-Manager versehentlich an die Kombination von “potée” (Eintopf) und “haricots blancs” (weiße Bohnen) denkt, gibt es in der Übersetzung den Zusatz “Eigenname”. Und um sich den Begriff leichter zu merken, erfährt man auch, dass “cassoulet” von der okzitanischen Bezeichnung für den Tontopf, “la cassole”, kommt, in dem der Eintopf traditionell zubereitet wird.

Bei anderen Spezialitäten, wie zum Beispiel dem savoyardischen Gericht, “la tartiflette”, einer Art Kartoffelauflauf, sollte die wörtliche Angabe “Kartöffelchen” noch ein zusätzlicher Hinweis auf das gefragte Wort in der Lücke sein. Auch hier war die Kreativität der Übersetzer gefragt, denn wie sollte man “Kartöffelchen” ins Englische, Spanische und Italienische übersetzen?

Einfallsreich und vielleicht ein bisschen gewagt werden auch die “quenelles” aus Lyon eingeführt, denn eigentlich sind sie für die Bezeichnung “Klößchen” auf Deutsch, “dumplings” auf Englisch, “gnocchi” auf Italienisch und “croquetas” auf Spanisch zu langförmig und vor allem entspricht ihre Hauptzutat aus Weizengrieß nicht ganz der gewählten Übersetzung. Doch auch das wird im Kurs aufgelöst und im Detail erklärt und so lernt man auch, dass “quenelle” vom deutschen Wort “Knödel” kommt – die deutsche Übersetzung “Klößchen” ist also gar nicht so weit hergeholt und schließlich gibt es ja nicht nur die herkömmlichen Kartoffelklöße, sondern auch Grießklöße.

Überhaupt nicht übersetzen ließen sich z. B. zwei Käsesorten der Champagne: “le langres” (Rotschimmelkäse aus Langres) und “le rocroi” (ein Käse aus Rocroi). Hier war es nicht möglich eine Übersetzung zu finden, die nicht den Herkunftsort nennt, denn der Käse trägt den Namen des Ortes, aus dem er kommt.

Anders als bei Kursen wie zum Beispiel den Babbel-Anfängerkursen, bei denen es für die entsprechende Übersetzung um grammatische Zusatzangaben und -erklärungen geht, bedeutete der Kurs zur Französischen Küche eine echte Herausforderung und viel Recherchearbeit bei der Wahl der entsprechenden Übersetzung. Spannend und informativ war dabei aber auch, dass einige Bezeichnungen der behandelten französischen Spezialitäten aus regionalen Dialekten und sogar anderen Sprachen wie dem Polnischen, Italienischen und Deutschen stammen. Da kann aber sogar unser französischer Protagonist in der letzten Lektion den Überblick verlieren, wenn er sagt: “Le kouglof ??? Encore un mot incompréhensible !” (Der Gugelhupf??? Noch ein unverständliches Wort!) Hätte ihm doch mal jemand den Babbel-Kurs zur Französischen Küche vor seiner kulinarischen Rundreise empfohlen!

Über die Autorin: Katja ist Senior Content Manager bei Babbel und bekocht ihre Freunde und Kollegen gerne mit Gerichten aus einem französischsprachigen Kochbuch, das sie sich zum Abschied nach einem 2-jährigen Paris-Aufenthalt kaufte. Dabei nimmt sie die Zutatenliste nicht ganz so ernst wie die Regeln der französischen Grammatik bei ihrer Arbeit als Redakteurin für die Babbel Französischkurse.

Neuer Kurs zu italienischen Redewendungen würzt jetzt deine Babbel Kurse

Posted on November 29, 2012 by

Dieser Post auf: Englisch (English)Französisch (Français)Spanisch (Español)Italienisch (Italiano)

"avere gli occhi foderati di prosciutto"

Es gibt fast niemanden, der so lange bei Babbel ist wie Barbara. Vor knapp fünf Jahren fing die italienische Übersetzerin und Fennistin freiberuflich (damals noch als Studentin) im Content und Support an – seit diesem Jahr ist sie fester und wesentlicher Bestandteil unseres Content-Teams. Barbara packt immer mal wieder eine neue Sprache aus und weiß, was es bedeutet, die Augen mit Schinken gefüttert zu haben.

Wir verwenden Sprache, um unsere Gedanken wiederzugeben und um das, was wir sehen, zu beschreiben. Dass wir uns dabei vieler Metaphern und Bilder bedienen, merken wir nicht immer. Man könnte widersprechen und sagen: „Ich kenne meine Pappenheimer!“ – aber wer sind eigentlich diese „Pappenheimer“? Redewendungen sitzen tief in unserem Bewusstsein, und wir nehmen sie meistens nicht als solche wahr. Und doch sind Redewendungen das Salz der Sprache. Sie stellen kurz und knapp genau das dar, was wir meinen, und rufen je nach Sprache die skurrilsten Bilder hervor.

Dass wir bei Babbel uns für diese Thematik besonders erwärmen können, ist offensichtlich: Wir haben bereits für Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Schwedisch einen besonderen Kurs zu „Redewendungen“ veröffentlicht. Wie frisch aus dem Ofen kommt jetzt der Kurs zu den italienischen Redewendungen. Hier kann man lernen, was die Italiener meinen, wenn sie sagen, etwas geschieht zur Bohne („capitare a fagiolo“), jemand macht Händlerohren („fare orecchie da mercanti“), oder wenn ein Glücklicher zwei Tauben mit einer Saubohne kriegt („prendere due piccioni con una fava“).

Wie immer legt Babbel Wert darauf, dass die eingeführten Ausdrücke im Langzeitgedächtnis gespeichert werden, und dabei helfen der intelligente Wiederhol-Manager und die audiovisuelle Darstellung der Ausdrücke. Es ist allerdings nicht immer einfach, die passenden Bilder zu finden, vor allem für Ausdrücke wie „Das ist kein Mehl deines Beutels“ („Non è farina del tuo sacco“, entspricht im Deutschen “Das ist nicht auf deinem Mist gewachsen”) oder „die Augen mit Schinken gefüttert haben („avere gli occhi foderati di prosciutto“, im Deutschen “Tomaten auf den Augen haben”).

Das war eine Herausforderung, der wir vom Babbel Content-Team uns gerne und mit der gebührenden Portion Humor gestellt haben: Wieso nicht selbst in Aktion treten für diese Bilder? Und so traten wir auf einmal tatsächlich mit Schinken auf den Augen und einem Beutel voller Mehl in den Händen vor die Kamera, unter den amüsierten und vielleicht auch etwas neidvollen Blicken vom Rest des Teams, das feststellen musste, wie lustig unsere Aufgaben sein können.
Wenn ihr „die Stunde nicht seht“ (es also nicht erwarten könnt), diesen Kurs auszuprobieren, folgt einfach diesem Link. Wir wünschen euch dabei „In bocca al lupo!“ – nein, nicht in den Mund des Wolfes, sondern Hals- und Beinbruch!

Neben dem Kurs “Italienische Redewendungen” haben wir am 29.11. diese Kurse veröffentlicht:
DEU>FRA: FRA Refresher 2
DEU>ENG: ENG Refresher 2
DEU>SWE: SWE numbers
DEU>POR: POR Grammatik

Neue Features auf babbel.com, Folge 1: Anti-Spam und Anti-Tippfehler, selbstgemacht

Posted on October 10, 2012 by

Staub und Dreck und Kerzenschein liegt schon eine Weile zurück. Der gröbste Staub hat sich mittlerweile gelegt, vieles ist jedoch noch im Umbruch. Einiges ist passiert, was etliche Nutzer trotz solcher Ankündigungen auf dem Brett wahrscheinlich gar nicht wissen. Diese Feature-Serie soll etwas Licht ins Dunkel bringen.

Im Support lesen wir jeden Tag die Wünsche und Verbesserungsvorschläge unserer Nutzer. Mit vielen stimme ich absolut überein. Und ich ärgere mich auch regelmäßig,dass Veränderungen nicht bereits gestern umgesetzt worden sind. Auf der anderen Seite kriege ich bei Babbel die Anstrengungen der Entwickler und der Redaktion mit, und ich sehe tolle Dinge, von denen ich wünschte, sie wären längst für alle sichtbar. Vor diesem Hintergrund werde ich hier zusammen mit Ed, der aus englischer Perspektive schreibt, über neue Features auf Babbel berichten.

Als erstes wollen wir euch zeigen, was ihr selbst gegen Spam und Belästigung tun könnt. Neben der aktiven Benutzung der ‘Missbrauch melden’- Funktion im Nachrichtenbereich und bei den Freundschaftsanfragen und ‘Belästigung melden’ im Chat, versteht sich.

Faule Spammer

Unter Profil > Einstellungen gibt es zwei Einstellungen bei “Babbel-Nachrichten”: Wenn ihr hier beide Haken setzt, können euch 1) nur noch Freunde Nachrichten schreiben und 2) nur Nutzer mit mindestens 100 Babbel-Punkten Freundschaftsanfragen schicken. Das hat den Vorteil, dass nur Nutzer eure Babbel-Freunde werden können, die auf Babbel auch jenseits der Community-Funktionen aktiv sind. Spammer haben an den Kursen selbst in der Regel nämlich kein Interesse. Erst wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, qualifizieren sie sich als “Freund” und können dir dann auch erst schreiben.

Most Wanted Feature Request

Bild anklicken für größere Ansicht

Auf diese gute Idee hat uns übrigens ein Nutzer gebracht. Es ist nämlich nicht so, dass wir nicht auf euch hören würden. Allerdings, und das soll an dieser Stelle auch mal gesagt sein, gehen die Bedürfnisse und konkreten Wünsche oft weit auseinander oder sind sogar vollkommen gegensätzlich. Eine überwältigende Einigkeit bestand jedoch bei unserem “Most Wanted Feature Request”: Der mit Abstand am häufigsten und mit größter Vehemenz vorgebrachte Wunsch war derjenige, dass einfache Tippfehler nicht als Fehler zählen sollten. Dass es also unbedingt eine Möglichkeit geben müsse, einen eingegebenen Begriff zu bestätigen.

Als unser Entwickler Trond schließlich eine sofort anwendbare Lösung dafür präsentierte, war hier bei Babbel dementsprechend Partystimmung.

Wie also geht’s? Einfach in Babbel eingeloggt den Link in die Adresszeile eures Browsers kopieren und Enter drücken: http://www.babbel.com/go/confirm-by-enter
Und wer das doch nicht will, genau wie oben beschrieben und dann: http://www.babbel.com/go/no-confirm-by-enter

Warum bauen wir das nicht ein? Machen wir doch. Anfangs wollten wir euch noch die Wahl lassen, aber jetzt kommt das so gut an, dass das im neuen Wiederholmanager Standard wird.

Bleibt dran, nächstes Mal erzählen wir euch vom Krieg der Sterne gegen die Herzen!

Babbel goes Android!

Posted on March 27, 2012 by

Nach einigen Verzögerungen ist Babbel ab sofort auch als Android-App im Google Play Store erhältlich! Babbel für Android war eine der häufigsten Anfragen unserer Nutzer, und wir freuen uns sehr, diesen Wunsch endlich erfüllen zu können. Nun müssen auch die vielen Leute mit Android-Geräten unter euch nicht länger auf die Vorzüge des mobilen Lernens mit Babbel verzichten. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei allen Beta-Testern bedanken, die mit ihrem Feedback aktiv an der Verbesserung der Apps beteiligt waren. Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden und hoffen, dass ihr eine Menge Spaß mit den neuen Apps für Android haben werdet und einiges lernt!

Was kann die Babbel-App für Android?
Die App beinhaltet den Grund- und Aufbauwortschatz mit 2000-3000 Vokabeln je Lernsprache. Wie gewohnt sind alle Vokabelpakete thematisch gegliedert und werden audiovisuell präsentiert (von Muttersprachlern vorgesprochen und mit Bildern verdeutlicht). So kannst du selbst entscheiden, welche Themen dich am meisten interessieren, und direkt loslegen.

Außerdem haben wir unsere Spracherkennungs-Software optimiert und in die Android-Apps integriert. Sie wird dir nun noch besser dabei helfen, deine Aussprache auszuwerten und zu trainieren. Natürlich ist auch der beliebte Wiederhol-Manager mit an Bord, der dir Gelerntes in didaktisch sinnvollen Abständen zur Wiederholung vorlegt, so dass du die gelernten Vokabeln auch dauerhaft im Gedächtnis verankerst. Babbel Apps benötigen keine aktive Internetverbindung, damit du jederzeit einfach und flexibel Vokabeln lernen kannst – unterwegs und zu Hause.

Was kosten die Android-Apps von Babbel?
Die Android-Apps sind für alle elf Lernsprachen komplett kostenlos und können aus dem Google Play Store geladen werden. Die jeweils erste Lektion einer jeden Kategorie steht bereits nach dem Download zum Lernen bereit. Um zusätzliche Vokabelpakete herunterzuladen und den intelligenten Wiederhol-Manager nutzen zu können, benötigst du einen kostenlosen Babbel-Account, den du direkt aus der App heraus erstellen kannst. Wenn du bereits einen Babbel-Account hast, dann kannst du dich einfach in der App einloggen, alles herunterladen, was du lernen möchtest, und loslegen.

Muss ich mit Werbung in der App rechnen, da diese ja kostenlos ist?
Nein. Du sollst nicht von Werbeeinblendungen abgelenkt werden. Babbel steht nach wie vor für werbefreie Premiumprodukte.

Was kommt als nächstes?
Wer Babbel kennt, weiß, dass der Grund- und Aufbauwortschatz nur ein kleiner Teil dessen ist, was Babbel zu bieten hat. Produktinnovationen und Produktentwicklung sind nach wie vor die bestimmenden Themen bei Babbel. Das Mobile Team hat bereits mit der Entwicklung neuer Apps begonnen, die weitere Funktionen und Kurse auf die mobilen Endgeräte bringen werden. Auch unser Content-Team arbeitet fleißig an neuen Kursen und Lektionen. Es bleibt also spannend.

Download-Links:

Alle Babbel Android-Apps im Überblick

Englisch
Spanisch
Französisch
Italienisch
Deutsch
Brasilianisches Portugiesisch
Schwedisch
Niederländisch
Türkisch
Polnisch
Indonesisch

Wie man Sprachen lernt und behält: Der Babbel-Methodenmix

Posted on February 29, 2012 by

Miriam – unsere Redaktionsleiterin – wurde gebeten, einen Artikel für ein E-Learning Buch zu schreiben. Hier ist die Zusammenfassung Ihres Kapitels “Babbel: didaktischer Methodenmix für digitale Sprachkurse”.

“Wie funktioniert das Lernen mit Babbel eigentlich?” fragte mich Ullrich Dittler, Professor für interaktive Medien, für sein Buch E-Learning. Einsatzkonzepte und Erfolgsfaktoren des Lernens mit digitalen Medien. Die Antwort: Babbel ist so effektiv, weil wir nicht auf nur eine Lernmethode zurückgreifen. Stattdessen haben wir einen umfassenden Methodenmix entwickelt, der den verschiedenen Lernbedürfnissen unserer User entgegenkommt:


Wörter imitieren und trainieren:
Bei uns kann man alle neuen Vokabeln durch Hören und Nachsprechen üben – das verankert sie im Gedächtnis und trainiert gleichzeitig die Aussprache. Anschließend wird die Wortbedeutung zugeordnet (die durch Bild und Übersetzung eindeutig klar ist) und die Vokabeln werden geschrieben. Die Wörter werden also nach dem immer gleichen Muster “gedrillt”. Diese so genannten “Pattern Drill”-Aufgaben werden der behavioristischen Sprachdidaktik zugeordnet.

 

Kleine, bunte Vokabelportionen: Neuer Wortschatz wird in kleinen Einheiten von drei bis vier Vokabeln oder Chunks (Sinneinheiten wie z. B. “Ich heiße …” oder “Ich komme aus …”) eingeführt – viel mehr kann nämlich nicht auf einmal im Kurzzeitgedächtnis gespeichert werden. Der Wortschatz wird mehrstufig trainiert (nachsprechen, Übersetzung zuordnen, schreiben), anschließend beschäftigt man sich mit einer oder zwei weiteren Einheiten. Die Einheiten stammen immer aus einem gemeinsamen Wortfeld, durch diese inhaltliche Vernetzung kann man sie sich gut merken. Alle Vokabeln sind bebildert, dadurch werden sie von vielen Lernenden besonders leicht erinnert.

In sinnvollen Zeitabständen wiederholen: Der neue Wortschatz wird automatisch in den Wiederhol-Manager überführt. Dort wird er nach dem “Spaced Repetition”-Verfahren in wachsenden Zeitabständen immer wieder abgefragt, bis er fehlerfrei sitzt.

 

Regelerklärungen: Wir sind überzeugt, dass erwachsene Lerner die Regeln einer neuen Sprache verstehen wollen, weil sie nicht (wie Kinder) durch bloßes Imitieren lernen. Deswegen enthalten die Kurse viele Erklärungen zu Grammatik, Aussprache und Wortschatz in der Muttersprache der Lerner. Unsere Kurse werden sprachkontrastiv entwickelt, Regeln werden also für jede Muttersprache und Lernsprache separat formuliert (ein Deutscher lernt anders Spanisch als eine Italienerin). Die Erkenntnisse zu Informationsverarbeitung und Gedächtnis der letzten drei Punkte stammen aus der kognitivistischen Sprachdidaktik.

 

Freies Lernen: Unsere User wählen aus einer großen Menge an Kursen und Lektionen aus, was sie besonders interessiert. Manche arbeiten am liebsten die Anfängerkurse nacheinander durch, andere surfen immer wieder durch die Kursübersicht und picken sich nach Lust und Laune spontan etwas heraus. Die individuellen Lerninhalte bearbeitet jeder in seinem persönlichen Tempo. In der Community lässt sich frei anwenden, was man in den Kursen gelernt hat. Nach der konstruktivistischen Sprachdidaktik entwickelt jeder User ganz individuell seine Fertigkeiten, indem neue Informationen subjektiv ausgewählt und in Verbindung mit bereits vorhandenem Wissen verarbeitet werden.

Schnell echt kommunizieren: Babbel-User sollen sich schnell verständlich machen können. Deswegen werden in den Anfängerkursen nach und nach die wichtigsten Redemittel für Alltagssituationen vermittelt (wir finden z. B. “Ich nehme einen Kaffee” wichtiger als “Der Ball ist rot.”). Durch Chunks kennt man bald ganze Sätze, auch wenn man die enthaltene Grammatik nicht immer schon selbst bilden kann (dass man im Beispiel “einen Kaffee” sagt – und nicht “ein”). Da man in realen Gesprächen in einer Fremdsprache auch nicht alle Wörter kennt, wird auch nicht der gesamte Wortschatz unserer Dialoge vorher geübt. So lernt man, Unbekanntes aus dem Kontext zu erschließen – zur Not kann man sich die Übersetzung anzeigen lassen.

Und weil man sich in der Realität auf ganz unterschiedliche Art ausdrücken kann, sind in vielen Schreibaufgaben synonyme Lösungen möglich. Besonders schlau sind die fortgeschrittenen Schreibaufgaben unserer Business English-Kurse: Sie werden von einer einer intelligenten und ständig wachsenden Lösungsdatenbank ausgewertet, so dass auch auf Satzebene viele Varianten richtig gewertet werden. Diese Herangehensweise ans Sprachenlernen ist der kommunikativen Sprachdidaktik zugeordnet.

In Gesellschaft lernen: Die Babbel-Community ist der Raum für soziale Lernprozesse. Dort kann man sich einfach austauschen oder auch Gelerntes aus den Kursen anwenden. In jedem Fall unterhält man sich in verschiedenen Sprachen und manchmal auch über verschiedene Sprachen – und festigt so sein Wissen. Mit solchen Interaktionsprozessen in Netzwerken, bei denen man oft “nebenher” lernt, beschäftigt sich die konnektivistische Sprachdidaktik.

 

Wollt ihr mehr über die wissenschaftlichen Ansätze hinter Babbel lesen? Hier findet ihr Miriams gesamten Artikel aus Prof. Dittlers Buch E-Learning. Einsatzkonzepte und Erfolgsfaktoren des Lernens mit digitalen Medien (3. Auflage, Oldenbourg Verlag 2011, S. 191 – 203).

Annes Lerntipps

Posted on May 26, 2011 by

Annes LerntippsAnne Matthies leitet das Babbel Support-Team. Seit 1997 lernt sie selbst mit Leidenschaft Fremdsprachen und spricht mittlerweile Italienisch, Englisch, Französisch, Russisch und Chinesisch auf fortgeschrittenem Niveau. Hier fasst sie in elf Tipps zusammen, was ihr beim Sprachenlernen besonders geholfen hat.


1. Mache einen Plan und halte dich nicht daran

“Ich nicht verstehen” versteht jeder. Für einen Urlaub reicht das völlig, bei einem Geschäftstelefonat wäre es peinlich. Sei dir über dein Ziel klar: brauchst du die Fremdsprache für den Beruf oder eine Reise? Zum Angeben, zum Mal-was-anderes-Machen oder zum Mal-was-anderes-Denken? Setze dir Ziele. Mache dir einen Plan, wie viel Zeit du der neuen Sprache widmen und was du als Nächstes lernen möchtest.

Halte dich nicht an deinen Plan.

Du willst heute lieber den Konjunktiv II oder Sternzeichen lernen, obwohl du es gar nicht brauchst? Schweife ab! Genieße deine Exkurse! Fliege! Dein Plan ist eine Krücke, wenn dir die Flügel lahm werden. Du brauchst ihn nur, wenn dir nichts anderes einfällt. Ändere ihn, wann immer du möchtest.


2. Lass dir mit dem Sprechen Zeit (wenn du Zeit hast)

Wenn du keinen Zeitdruck hast, sprich erst in der anderen Sprache, wenn du es wirklich möchtest. Vorher höre einfach nur zu. Irgendwann wird es aus dir heraussprudeln, irgendwann kannst du gar nicht anders, als diese seltsamen Laute nachzusprechen.

Wenn ein Wort ohne jeden Druck von außen in dir selbst entsteht, ist es ganz dein. Ich werde nie vergessen, wie ich völlig unerwartet nach monatelangem Nur-Hören plötzlich in der Badewanne Chinesisch geredet habe. Lass dir diesen Kick nicht entgehen.


3. Dein Lerntyp ändert sich ständig

Gerne wird von auditiven, visuellen und anderen Lerntypen gesprochen. Du bist mal mehr das eine, mal das andere. Dein Lerntyp wechselt wie deine Laune. Entwickle ein Gespür dafür, was dir gerade am besten liegt. Einmal möchtest du am liebsten die Augen schließen und nur lauschen. Mal springen Bilder und Buchstaben dich geradezu an. Ein anderes Mal möchtest du alles selber malen, aussprechen, schreiben oder singen. Und manchmal willst du alles gleichzeitig.


4. Lerne von Anfang an Redewendungen

Sprichwörter und Redewendungen sind das Salz in der Fremdsprachensuppe. Suche dir von Anfang an idiomatische Wendungen heraus, die dich besonders amüsieren. Stelle dir “laid back”, “down to earth”, “auf dem Teppich bleiben” bildlich vor. Wortwörtliche Übersetzungen machen auch sonst selten Sinn – aber oft ziemlich Spaß. „Er macht kalt“ sagen Franzosen wörtlich für „es ist kalt“. Lach dich kaputt, erzähl es deinen Freunden. Es gibt dir ein Gefühl für die Sprache, macht dich reicher und hält dich bei Laune.


5. Sei du selbst

Schränke dein Lernen nicht auf vorgegebene Situationen ein. Worüber redest du in deiner Muttersprache? Was interessiert dich? Was regt dich auf? Wie du etwas in deiner Lernsprache sagst, kannst du dir viel leichter merken, wenn du es wirklich sagen willst.


6. Geh auch mal weg vom Computer

Flashcards und Wiederholmanager sind super. Aber schalte manchmal auch deinen Rechner aus und versuche, dich auch ohne Computer zu erinnern, was du gelernt hast. Baue dir Gedächtnisstützen in deinem Kopf. Lass dir Zeit dafür. Manchmal ist ein Wort erst nach ein paar Minuten “wieder da”. Du wirst sehen: was du ganz aus dir allein hervorbringen musst, klebt noch einmal ganz anders in deinem Hirn.


7. Sperr dich nicht ein

Wenn du immer auf dem selben Sessel die immer selben Phrasen lernst, bist du wahrscheinlich aufgeschmissen, wenn du sie auf offener Straße wiederholen sollst. Nimm deine Fremdsprache in Gedanken überall hin mit. Bestelle dein Lieblingsessen auch in deinem Stammlokal in deiner Lernsprache. Wenn du U-Bahn fährst, stell dir vor, du hättest keine Fahrkarte und müsstest es einem Kontrolleur erklären.


8. Singe!

Grammatik lernt sich ganz wunderbar über Pop-Songs. Suche dir Ohrwürmer in deiner Lernsprache heraus. Höre und singe, mit und ohne Kopfhörer, unter der Dusche, im Auto und auf dem Fahrrad.


9. Inszeniere dein eigenes Sprachbad

Du lernst Französisch? Mach dir einen französischen Tag! Höre französisches Radio, sieh französische Filme, koche französisch, lies eine französische Zeitung und suche deine neuesten Vokabeln auf google.fr. Mach dir nichts draus, wenn du nur einen Bruchteil verstehst. Klebe Haftnotizen mit der französischen Bezeichnung an alle Gegenstände in deiner Wohnung, führe Selbstgespräche und kommandiere dich selbst auf Französisch herum.


10. Trau dich, Fehler zu machen!

Nichts hindert dich mehr am “Fremdsprechen” als zu früher Perfektionismus. Habe Mut, alles falsch zu machen, und schreibe, singe oder plappere einfach drauf los. Ein neuer Ausdruck wird nur dein, wenn du ihn verwendest. Ob du ihn von Anfang an richtig verwendest, spielt dabei gar keine Rolle. Aus deinen eigenen Fehlern wirst du unglaublich viel lernen, du musst dich nur trauen, sie zu machen.

Wenn dir das schwer fällt, erinnere dich daran, wie charmant Akzente, falsche Aussprache, unkorrekte Grammatik bei anderen sind. Wie schade du es findest, wenn deine französische Freundin plötzlich akzent- und fehlerfrei Deutsch spricht.


11. Gib nicht auf

Eine neue Sprache lernen fühlt sich manchmal an wie reiner Masochismus. Wie schnell man alles wieder vergisst! Jetzt hast du schon wieder seit Tagen nichts gemacht! Du hattest dich so gefreut, was du schon kannst, und jetzt verstehst du nur Bahnhof!

Das gehört alles dazu und ist völlig in Ordnung. Lass dich davon nicht unterkriegen. Klage, jammere, fluche. Aber höre nicht auf. Du wirst auch wieder kichern, plaudern und jubeln. Eine neue Sprache ist eine neue Welt. Erobere sie dir genüsslich.

 

Und du? Was hältst du von Annes Tipps? Was beflügelt dich beim Lernen? Mach mit bei unserer Umfrage und sag uns deine Meinung: Zum Fragebogen

Die Umfrage ist abgeschlossen. Hier die ersten Ergebnisse.

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