The Babbel Blog

language learning in the digital age

Flüchtlinge aus dem Kongo geben sich selbst eine Stimme mit Babbel

Posted on February 11, 2014 by

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crisiÜber die Bloggerin: Crisi ist ein alter Hase bei Babbel und schon seit 2008 dabei. Nicht nur beruflich lernt sie gerne Leute kennen, um mit ihnen zu lernen: Sie hat schon 47 Länder bereist und bringt neben ominösen Souvenirs auch immer ein paar Brocken der jeweiligen Landessprache mit nach Hause. So begrüßt man sich auf Luganda, der anderen Amtssprache Ugandas neben Englisch, mit „Ki kati!“.

 

Ob in einem reichen oder armen Land, in einem winzigen Dorf oder im Sog einer Millionenstadt: Es braucht nicht viel, um sich neue Perspektiven zu erschließen – zum Beispiel einen Zugang zum Internet und Freude am Lernen. Diese Erfahrung habe ich letztes Jahr in Uganda wieder einmal gemacht. Im Februar bin ich für einen Monat nach Uganda gereist und habe mich dort in Kampala, der Hauptstadt, mit Edmund Page vom Xavier-Projekt getroffen. Diese Initiative und ihr Schwesterprojekt YARID (Young African Refugees for Integral Development) haben es sich zur Aufgabe gemacht, den zahlreichen Flüchtlingen in der Stadt einen Zugang zu Bildung zu ermöglichen.

Die meisten Flüchtlinge stammen aus dem Kongo, dem Nachbarland, in dem seit über zwanzig Jahren immer wieder blutige Konflikte aufflammen, und versuchen, sich im friedlichen Uganda eine neue Existenz aufzubauen. Bisher sind über fünf Millionen Menschen in dem Krieg um Gold, Diamanten und Bodenschätze getötet worden und schätzungsweise ein bis zwei Millionen befinden sich derzeit auf der Flucht, davon leben allein etwa 50.000 in Kampala. Ihnen fehlt es an allem, an Unterkünften, Essen und ärztlicher Versorgung. Als Studenten, Händler, Mütter, Krankenschwestern oder Lehrer sind sie von den Rebellen vertrieben worden, aber als Flüchtlinge, die eine andere Sprache sprechen, werden sie in Uganda nicht gleich mit offenen Armen empfangen. Außer mit anderen Menschen in ihrer Lage können sie sich kaum verständigen, denn im Kongo wird neben den lokalen Sprachen überwiegend Französisch gesprochen, in Uganda dagegen hauptsächlich Englisch. Wer also in Kampala Arbeit finden und am öffentlichen Leben teilhaben möchte, ist auf gute Englischkenntnisse angewiesen!Bildschirmfoto 2014-02-03 um 15.30.21

Bei YARID haben einige der Flüchtlinge die Möglichkeit, kostenlos an einem Englischkurs teilzunehmen. Sie können sich aber oft nur mit viel Mühe auf das Lernen zu konzentrieren, da Anfänger und Fortgeschrittene zusammen unterrichtet werden, oft etwa 70 Menschen gleichzeitig in einem kleinen Raum. Einer der ehrenamtlichen Helfer ist Robert, der schon 2008 aus dem Kongo geflohen ist und nun seine selbsterworbenen Sprachkenntnisse an diejenigen vermittelt, die ihm nachgefolgt sind.
Ein Stündchen lang habe ich Robert dabei geholfen, die größtenteils erwachsenen Schüler zu unterrichten. Das hat richtig Spaß gemacht, denn die waren mit Feuereifer dabei! Nach dieser kurzen Zeit war ich allerdings ziemlich geschafft, weil ich gegen den Lärmpegel in der kleinen Wellblechhütte ankämpfen musste. Außerdem fand ich es sehr schade, nicht besser auf die verschiedenen Lernlevels der einzelnen Kursteilnehmer eingehen zu können – manche langweilten sich sichtlich, während andere große Mühe hatten, dem Unterricht zu folgen, bei dem meistens ganze Sätze an die Tafel geschrieben und laut im Chor nachgesprochen werden. Besonders die Frauen im Kurs sind sehr schüchtern und trauen sich nicht, sich zu melden und nachzufragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben.

Nachdem mein Gastgeber Edmund mir den Computerraum des Xavier-Projekts gezeigt hatte, kam ich auf die Idee, Babbel einzusetzen – Englisch-Kurse am Computer würden schließlich all diese Probleme lösen!

new laptop
Erstmal war das aber nur ein halber Erfolg: Von zwölf der veralteten Klapperkisten funktionierten nur zwei gut genug und die Internetverbindung war zum Haareraufen langsam. Ich stellte meinen eigenen Laptop noch dazu und setzte immer zwei bis drei Leute an einen Rechner. Die meisten von ihnen hatten überhaupt noch nie einen Computer bedient und mussten sich erstmal damit vertraut machen, wie man mit der Maus klickt oder welcher Buchstabe wo auf der Tastatur zu finden ist. Aber einmal auf der Babbel-Website angelangt, klappte alles wunderbar: Lektion um Lektion wurden Vokabeln nachgesprochen und eingetippt – so lange, bis es Abend war und der Raum geschlossen werden musste.

Bildschirmfoto 2014-02-03 um 15.32.06

In den kommenden Tagen habe ich mehrfach einen “Ladies’ Day” veranstaltet und explizit Frauen aus dem Englischunterricht nachmittags in den Computerraum eingeladen, darunter Fatou, die mit über 60 Jahren eine der älteren Kursteilnehmerinnen ist. Von ihrem anfänglichen Kampf mit der Tastatur ließ sie sich nicht entmutigen und postete nach kurzer Zeit Bildschirmfoto 2014-02-03 um 16.53.55auf ihrem Facebook-Account eine Aufforderung an alle “Mamas”, es ihr gleichzutun und ebenfalls Englisch zu lernen. Zu sehen, wieviel Spaß Fatou und die anderen Frauen am Computer hatten, hat mich motiviert, mich für einen verlässlichen Zugang der Flüchtlinge zu Babbel-Kursen einzusetzen.

 

Zurück in Berlin startete ich innerhalb von Babbel und meines Freundeskreises einen Spendenaufruf, der recht erfolgreich war. So konnte ich im November mit einigen Laptops, Lautsprechern und etwas Geld für eine bessere Internetverbindung nach Uganda zurückkehren. Diesmal zeigte ich dem neuen Angestellten des Xavier-Projekts, Alex, wie man in Babbel Accounts erstellt, gespendete Freischalt-Codes einlöst und Kurse auswählt, die dem eigenen Lernstand entsprechen. Alex führt seit diesem Monat regelmäßige Computerkurse durch, bei denen er seinen Teilnehmern unter anderem zeigt, wie sie Babbel nutzen können.

So können die Flüchtlinge im Projekt mit eigenem Account Englisch lernen, wann girlsimmer sie Zeit haben und dabei gleichzeitig den Umgang mit dem Computer üben, was Vorteile bringt bei der Suche nach einem Job. Dabei kann sich jeder die Zeit nehmen, die er oder sie braucht, um nach eigenem Lernstand Englisch sprechen und schreiben zu lernen.

Ich freue mich sehr darüber, dass die kongolesischen Flüchtlingen in Kampala mit relativ wenig Aufwand eine Möglichkeit haben, ihre Situation zu verbessern und hoffe, dass viele von ihnen bald in der ugandischen Gesellschaft angekommen sind. Oft genügt ja nur ein kleiner Anstoß, um etwas hervorzubringen, das die Welt viel größer macht. Oder, wie man in Uganda ganz pragmatisch sagt: „Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt.”

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Warum das Erlernen einer neuen Sprache sieben deiner guten Vorsätze erfüllt

Posted on December 31, 2012 by

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Dieser Post auf: Englisch (English)Französisch (Français)Spanisch (Español), Italienisch (Italiano)

Es ist wieder soweit. Das Jahresende naht, nachdenklich blickt man auf das vergangene Jahr zurück, zieht Bilanz, was gut und was weniger gut geklappt hat und nimmt sich vor, den Jahresanfang für positive Veränderung zu nutzen. Die guten Vorsätze halten jedoch meist nicht länger an als der Sylvester-Sekt im Körper. Oft strebt man einfach nach zu vielen Veränderungen zugleich. Bei dem Berliner Sprachlernportal babbel.com haben wir jetzt herausgefunden, wie du mindestens fünf deiner Vorsätze einhältst.

Ganz einfach: Lerne eine neue Sprache!

Die verbreitesten Vorsätze der Deutschen im letzten Jahr:

1. Weniger Stress

Einer der meist genannten Vorsätze für 2012 war es, den Stress im Alltag zu reduzieren. Jetzt denken du dir sicher: Wie kann ein Sprachkurs mit einem Spa-Aufenthalt mithalten? Schon einmal was von einem Flow-Erlebnis gehört? Der Flow-Zustand, auch als Tätigkeitsrausch bekannt, entspricht einem Gefühl der Konzentration und Entfaltung in einer geistigen Tätigkeit, die Spaß macht. Anatomisch gesehen zeigt sich das Flow-Erlebnis durch die Synchronisation von Herzschlag, Atmung und Blutdruck.

Lernen wird oft mit Mühsamkeit und Anstrengung in Verbindung gebracht. Bei babbel.com war dies den Entwicklern von Anfang an bewusst. Ziel der Gestaltung der Babbel-Sprachkurse ist es darum, die Kurse so einfach und spielerisch aufzustellen, dass der Lernprozess unbemerkt integriert wird und durch messbare Fortschritte und Erfolgserlebnisse Spaß macht.

2. Mehr Gesundheit

Lernen ist zwar nicht die bewegungsintensivste Aktivität, jedoch trainiert sie einen lebenswichtigen Muskel, das Gehirn. Das Lernen einer Fremdsprache hat einen direkten Einfluss auf das Wachstum Ihres Gehirns. Das haben schwedische Forscher der Universität Lund in einer Studie ermittelt1. Regelmäßiges Lernen neuer grammatikalischer Strukturen, das Aneignen eines neuen Wortschatzes sowie das Üben der Aussprache haben alle eine direkte Auswirkung auf unser Gedächtnisvermögen. Weitere Studien zeigen, dass bei zwei- oder mehrsprachigen Menschen eine Demenzerkrankung – wenn überhaupt – erst später einsetzt.

3. Weniger rauchen/ trinken

Sich mit einem neuen, spannenden Hobby zu beschäftigen, lenkt von anderen Gewohnheiten ab. Gesparte Ausgaben von nur zwei Päckchen Zigaretten im Monat finanzieren schon einen Monatskurs bei babbel.com (siehe Punkt 4).

4. Geld sparen

Ein Sprachkurs muss nicht unbedingt teuer sein. Die Sprachkursangebote im Netz sind im Vergleich zu traditionellen Kursen sehr günstig und bieten hochqualitative Inhalte an. Ferner lässt sich eine neue Sprache auch durch regelmäßiges Lesen von Artikeln und Texten in ausländischen Zeitungen, im Web oder über Filme in Originalversion erlernen. So lässt sich z.B. Geld für eine Reise sparen, was direkt zum nächsten Vorsatz führt.

5. Verreisen

Die Schwierigkeit beim Einhalten der guten Vorsätze liegt in fehlendem Ansporn und Motivation. In vielen Ländern reicht Englisch weitestgehend, in anderen Ländern sollte man jedoch die wichtigsten Wörter und Sätze in der Landessprache beherrschen.

6. Einen besseren Job finden

Eine Umfrage des Bundesinstituts für Bildung ergibt, dass jeder dritte Berufstätige wenigstens Grundkenntnisse und jeder sechste Fachkenntnisse in einer Fremdsprache braucht. „Je nach Stelle können weitere Fremdsprachenkenntnisse immer dann von Vorteil sein, wenn es gilt, sich von den anderen Mitbewerbern abzuheben, gerade mit einer etwas außergewöhnlichen Sprache”, so Anne Seeanner, Public Relations Manager bei Monster Deutschland.

7. Den Anderen helfen

Man muss Sprachen auch nicht ganz alleine lernen. In Tandemkursen begegnen sich Menschen, die sich gegenseitig die jeweils eigene Muttersprache beibringen. So einfach geht es mit den Vorsätzen.

Anlässlich dieser vielen Vorsätze bietet babbel.com ein Neujahrs-Special an. Zwischen den 3. und 14. Januar gibt es das Jahresabo einer beliebigen Lernsprache für 48€, im Vergleich kostet das Standard-3-Monatsabo 33,30€.

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Wir haben hitzefrei! – Mit Babbel durch den Sommer.

Posted on June 19, 2012 by

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Der Sommer stand irgendwie schon immer im Mittelpunkt. Schon als durchschnittliches (Schul-)Kind fieberte man jedes Jahr ganz besonders den Sommerferien entgegen. Wer will schon im Klassenzimmer sitzen und lernen, wenn draußen Schwimmbad, See, lange Tage und laue Nächte warten?

Auch auf Babbel ist weniger los, wenn es richtig heiß wird… die Nutzer haben dann manchmal „hitzefrei“. Wir verstehen das, denn an solchen Tagen wischen wir uns im Babbel-Hauptquartier in Berlin, Kreuzberg, auch den Schweiß aus der Stirn und malen uns vielleicht ein kühles Bier, ein echtes italienisches Eis oder ein Bad im Atlantik aus. Der Sommer spielt aber auch bei Babbel eine wichtige Rolle. Denn der Sommer ist – zumindest in unseren Breitengraden – Hauptreisezeit, die Zeit, in der viele Babbel-Lerner Ihre eifrig erworbenen Sprachkenntnisse erproben.

Als eine der ersten starten die Italiener in den Sommer. Die Sommerferien haben dieses Jahr für sie schon am 9. Juni begonnen, fast zeitgleich also mit der Fußball-EM in Polen und der Ukraine. Die Schüler in Polen haben hingegen erst ab dem 30.06. frei. So auch die Briten – mit reichlich Vorlaufzeit zu den Olympischen Spielen, die vom 27. Juli bis zum 12. August in London ausgetragen werden.

Die schwedischen Kinder bekommen Mitte Juni Ferien, und niemand zelebriert den Sommer und den Ferienanfang so wie unsere skandinavischen Nachbarn: Vom 22.-24. Juni wird der Mittsommer mit Musik, Tanz, reichlich Essen und Trinken und vielfältigen traditionellen, magischen Bräuchen ausgelassen gefeiert. Nichts wie hin da!

Ob beim Mittsommer in Schweden, Strandurlaub in Brasilien, Italien, Spanien, Frankreich, den Niederlanden oder der Türkei, ob beim Wellenreiten in Indonesien, beim Fußball in Polen oder bei Olympia in London – jetzt stellt sich nicht nur heraus, wie fleißig die Babbel-Nutzer das Jahr über gelernt, sondern auch, ob wir unsere Sache gut gemacht haben. Wie bewähren sich unsere regulären Urlaubskurse? Was erleben Fußball-Fans in Polen mit den Grundlagen, die unser Spezialkurs „Europameisterschaft 2012“ vermittelt?

Es soll ja Leute geben, die Fußball überhaupt und die EM-Spiele kalt lassen. Viele von uns tröstet das Turnier jedoch darüber hinweg, dass wir diesen Sommer nicht verreisen können, aus welchem Grund auch immer. So dribbelt wenigstens ganz Europa durch unsere Wohnzimmer.

Übrigens ist ein Urlaub auf „Balkonien“ (ein, und das kann man guten Gewissens sagen, typisch deutsches Konzept) nicht das Schlechteste: Wie schön ist nämlich die eigene Stadt im Sommer! Wie früher gehen wir ins Schwimmbad und danach ein Eis essen. Und sonst tun wir: nichts.

Schöne Ferien!

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