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language learning in the digital age

Von Plänen und Typen: Ergebnisse der Umfrage zum Sprachenlernen

Posted on September 20, 2011 by

Umfrageergebnisse zum Sprachenlernen
Von Ende Mai bis Juli lief hier im Babbel-Blog unsere große Umfrage zu Annes Lerntipps. 1774 Personen haben daran teilgenommen – auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch.

Das Feedback war überwältigend: allein die ausgedruckten Freitext-Kommentare umfassen weit über 100 Seiten. Wir haben sie alle gelesen. Wir haben gezählt, sortiert und ausgewertet. Jetzt können wir endlich die ersten Ergebnisse zurückgeben. Sie rütteln beträchtlich am Mythos vom auditiven, visuellen oder haptisch-motorischen Lerntyp.


Die allgemeine Zustimmung zu den Lernempfehlungen ist mit durchschnittlich 75% sehr hoch. Bei zwei Tipps allerdings gehen die Meinungen deutlich auseinander:

1. Mache einen Plan und halte dich nicht daran.
2. Dein Lerntyp ändert sich ständig.

Nur 57% stimmen diesen beiden Tipps zu. 24% sind sich nicht sicher. 18% würden sie nicht weiterempfehlen.

1. Lernen nach Plan

Mache einen Plan und halte dich nicht daran. Kommentare der Teilnehmer.

18% der Teilnehmer machen einen Plan und halten sich daran.

Ein Plan ist notwendig. Wenn man was richtig lernen will, muss man manchmal mit sich selbst streng sein.

29% fürchten sich zu verzetteln, wenn sie zu weit vom Plan abschweifen.

Man muss sich selbst dazu mehr als gut kennen. Vielleicht müsste man am Anfang doch einen ganz konkreten Plan haben.

35% haben einen Plan, von dem sie immer wieder abschweifen.

Man sollte nie stur nach Plan vorgehen, sondern auch mal improvisieren, das macht mehr Spaß.

Ich mache einen Plan, aber normalerweise fällt er schon nach der ersten Woche in sich zusammen… Panik auf der Arbeit oder Ablenkungen zu Hause etc.

16% brauchen gar keinen Plan.

Ich finde das Wichtige ist, einfach am Ball zu bleiben, und dafür braucht man keinen Plan sondern Engagement!

2. Lerntypen

Dein Lerntyp ändert sich ständig. Kommentare der Teilnehmer.

47% der Teilnehmer können sich keinem bestimmten Lerntyp zuordnen.

Mein Lehrer hat auch versucht meinen Lerntyp herauszufinden… es scheint, ich habe keinen, ich bin immer anders.

Niemand ist jeden Tag in derselben Verfassung.

33% haben darüber nie nachgedacht.

Ich dachte Lerntypen sind gefestigt. Wenn nicht, umso besser. Darüber würde ich gerne mehr erfahren.

18% halten Lerntypen für gefestigt.

Ich bin schon der Meinung, dass bei einer Person ein bestimmter Lerntyp vorherrscht, auch wenn alle vorhanden sind.

Deutscher Mythos Lerntyp?

Bei den Ergebnissen zum Lerntyp fallen zwei Dinge auf:

1. Von den deutschsprachigen Teilnehmern halten 23% Lerntypen für gefestigt. In den anderen Sprachen sind es nur 13 bis 16%.

2. Wenn in der Umfrage die Antwort “Ich denke schon, dass ich ein bestimmter Lerntyp bin” ausgewählt wurde, dann haben wir in einem extra Feld nachgefragt: “Was für ein Lerntyp bist du denn?” Nur 27% der darauf gegebenen Antworten beziehen sich auf ein Modell, das Lerntypen nach Sinneseindrücken (Sehen, Hören, Tasten) ordnet:

Lesen und handschriftlich festhalten

31% deuten hingegen auf einen ganz anderen Begriff von “Lerntyp”:

Ich brauch Zeit und Ruhe. Unter Zeitdruck oder Unruhe geht gar nichts!

Chaotischer Lerntyp

Von allen Teilnehmern an der Umfrage bezeichnen sich also nur knapp 5% als auditive, visuelle oder haptisch-motorische Lerntypen.

Wir haben nachgefragt bei Professor Dr. Dr. Juliane House, Sprachlernforscherin der Universität Hamburg. Sie bestätigt: „Für Lerntypen gibt es keine wissenschaftlichen Beweise. Menschen und ihre Arten zu lernen können demnach nicht kategorisch zugeordnet werden. Jeder Mensch lernt individuell.” Erfolgreiches Lernen funktioniere vor allem durch die Einbeziehung möglichst vieler Sinneskanäle. Durch die Stimulation mehrerer Bereiche im Gehirn könnten Informationen besser verknüpft und gespeichert werden.

Jeder Mensch lernt individuell

Jeder Mensch lernt individuell. Wir haben alle unsere eigenen Stärken, Schwächen, Tricks und Methoden. Wir bei Babbel bedanken uns ganz herzlich für das wunderbar vielfältige Feedback, aus dem wir wiederum sehr viel lernen. Wir geben es weiter, versprochen!

Ich höre mir an, wie es die anderen machen. Das gibt mir neue Ideen.

Dieser Post auf: Englisch (English), Französisch (Français), Spanisch (Español), Italienisch (Italiano)

Comments

Warum gibt’s denn kein Dänisch? :-(
Würde so gern babbel nutzen, weil es mir sehr empfohlen wurde..schade

[...] cet article en : Allemand (Deutsch), Anglais (English), Espagnol (Español), Italien [...]

Vielen Dank!

Denn ich habe überhaupt nicht mit der Bekanntgabe einer Auswertung gerechnet.

Das Lernen mit Babbel macht mir so schon Spaß, und ich einfach mal gespannt, wie Ihr diese Ergebnisse in die Programmierung einfließen lassen werdet
sara

من تلاش برای یادگیری زبان المانی چرا که من برای یک شرکت المانی به کار و با وجود زبان کسب و کار به زبان المانی است ، حداقل از حسن نیت ارائه میدهد کوچک بحث می خواستم schedisch.
بدون ساختار نسبتا در زبان المانی به من منصرف.
با Babbel من برخی از پیشرفت های من هرگز فکر نمی ممکن .
از همکاران المانی من شور و شوق.
خشک س sarah

Ich habe versucht schwedisch zu lernen da ich für eine schwedische Firma arbeite und trotz Unternehmenssprache englisch wenigstens aus Höflichkeit ein bisschen schedisch sprechen wollte.
Das relativ unstrukturierte in der schwedischen Sprache hat mich abgeschreckt.
Mit Babbel mache ich jedoch Fortschritte die ich nie für möglich gehalten hätte.
Meine schwedischen Kollegen sind begeister.
Tack så mycket Babbel

Ich schätze an meinem Schwedisch-Kursus vor allem die Kontrolle der Aussprache, die Vokabeln machen mir keine Schwierigkeiten,aber was nützt das, wenn man nicht verstanden wird. Habe Alt-Griechisch, Latein und Spanisch gelernt. Da enfällt die Kontrolle der Aussprache. Beim Lernen von Englisch und Französisch war die Kontrolle der Aussprache mäßig, konnte sie – vor allem im Englischen – nur in der Praxis erfahren. Vgl. English und American English.
Ansonsten reizt es mich, Schwedisch zu lernen, es ist eine
Herausforderung für mich, auch aus persönlichen Gründen.
Ich liebe den musikalischen Akzent in der schwedischen Sprache, klingt ähnlich dem rheinischen Akzent in Deutschland.

Ich kenne Babbel seit etwa einem Monat und finde es toll. Habe jeden Tag Lust italienisch zu lernen und muss mich nicht dazu zwingen, weil es Spaß macht und funktioniert! Endlich ein Programm, das zu mir passt. :-) Da kann ich es auch endlich in Angriff nehmen mein fanzösisch wieder aufzufrischen und neu spanisch zu lernen.

Es justo. A mi Babbel estaba util, pero ahora tengo la capacitad de cojer mis conocimientos de otro lado. Pedro

Hello everybody! I started with Babbel 3 days ago. So as every body is different, everybodie´s aquaintance is different,but your system is very good.. this will be my last
try, to learn a new language, i think…i´m 55… Sometimes i be a little bit borned, but in the next minutes–i make some mistakes….so– i think the system works..I ´m very interested to know, where it will end for me..
greetings from Tenerife
ELKE

Vielleicht weil ich mein erstes Französisch ganz ohne Vorkenntnisse gezwungenermaßen in Frankreich lernte, bevorzuge ich beim Sprachen Lernen die von Vera f. Birkenbihl vorgeschlagene Methode, weshalb mich die üblicherweise angebotenen Sprachkurse ganz und gar nicht überzeugen: zu ‘kopflastig’ (logisch-rational statt intuitiv-ganzheitlich), zu viele je muttersprachliche Erklärungen und dergleichen.

Weil ich französische Grundbegriffe in Frankreich lernte, also von Muttersprachlern und umgeben von Französisch, hatte sich bei mir die französische Sprachmelodie so gleichsam eingegraben, dass ich meine Sprachkenntnisse für den nächsten Urlaub allein mit Hilfe eines Buches erweitern konnte, Genug, um mich durchzuschlagen, dazu mit recht ordentlicher Aussprache (von deutschen Lehrern hätte ich deren Akzent ja gleich mitgelernt). Und nach weiteren 4 Wochen Frankreich dann war ich in der Lage, Zeitungen zu lesen und dem Sinn nach zu verstehen.

Eine weitere Grunderfahrung machte ich im Rahmen eines Spanisch-Sprachkurses im Sprachenzentrum mit einem mexikanischen Lehrer. Die vorgelegten Texte waren von Muttersprachlern gesprochen und über Kopfhörer zu hören, der schriftliche Text lag vor und war mitzulesen. Und wer erinnert sich nicht an die Mühsal und die lange Zeit, bis Zahlen endlich ‘sitzen’, in gesprochener Echtzeit gleich verstanden sind? – Im Kurs wurden erst mal die Zahlen von 0 bis 1.000 (und größer) eingeführt. So ab Mittag; Zeit genug also für den Text namens „Mexico en cifras“, gespickt mit allerlei (Zahlen-)Daten, gesprochen von Muttersprachlern, die krumme Zahlen schlicht ‘runterlassen statt vor jeder Zahl eine Kunstpause einzulegen, benötigt, diese sich im Kopf zusammen zu basteln. Und nun hat Mexiko nicht bequeme 300 Flughäfen, sondern – nur um eine Hausnummer zu nennen – sagen wie: 37. Und so ging es weiter. Ergebnis erst mal: komplette Überforderung, ich kam mit dem Lesen nicht mit. Doch irgendwann dann waren die Zahlen einfach da – und ‘sitzen’ immer noch. Wäre noch anzumerken: der Text war am Abend angefangen und wurde am nächsten Morgen fortgesetzt, eine Nacht lag dazwischen: auch ein Trick mit Wirkung.

Ähnlich meine Erfahrung, anfängliche Verständnisschwierigkeiten auf sich beruhen zu lassen, sie zur Kenntnis zu nehmen und dann weiter machen: einige Tage später ist das Verständnis wie von selbst da.

Klassisches Sprachenlernverständnis geht mehr oder weniger von dem Irrtum aus, eine Fremdsprache von der Muttersprache her – per Übersetzung quasi – entschlüsseln und endlich verstehen zu wollen: ein Umweg. Doch Sprache spricht in – auch abstrakten – Bildern (manche mit historischem Bezug, fazu noch unscharf, verwaschen – wo sind die Grenzen eines Begriffes oder eines Begriffspaares wie Freund – Bekannter, Spanisch ‘amigo’ und ‘connocido’. OK: der spanische ‘vonnocido’ ist immer ‘Bekannter’, der deutsche ‘Freund’ ist immer ‘amigo’. Doch dazwischen? – Im Spanischen ist alles, was über die schlichte Verknüpfung von Namen und Gesicht hinaus geht, bereits ‘amigo’ – im Deutschen ist dies noch lange nicht ‘Freund’. Und was deutsch schlicht ‘Schnee’ ist, vielleicht noch mit Ergänzungen wie ‘Pappschnee’, hat bei den Inuit (Eskimo) ganz verschiedene eigene Namen, auch, weil für sie die Unterscheidung von Schneearten (über-)lebenswichtig ist.

Warum nicht gleich in die Fremdsprache eintauchen? – Auch (und gerade weil) dies vom muttersprachlichen Verständnis her manchmal eine Überforderung ist – die sich aber schnell ‘von selbst’ erledigt.

Wir fanden – und das ist die Birkenbihl-Methode – mit der Fremdsprache an, und zwar mit vollständigen Sätzen und ganzen Szenen. Diese Sätze werden – sie nennt das ‘dekodiert’ – Wort für Wort literal übersetzt. So wird etwa finnisch ‘vaimoni’ zu ‘Fraumein’, ”vaimoni on hyvin kaunis’ zu ‘Fraumein ist guts schön’; ‘gut’ ginge auch – à la ‘se on hyvää’ – ‘es ist gut’. ‘Hän’ ließe sich mit er/sie oder je nach Zusammenhang mit ‘er’ oder ‘sie’ dekodieren, ‘se’ mit ‘es’. Auch, wenn ‘seÄ sich dann auf einen Fuchs bezieht, für den man im Deutschen nicht ‘es’ sagt: auch die Dekodierungen dürfen unscharf sein, das Verständnis stellt sich irgendwann schon ein, vorausgesetzt, es gibt auch Redundanzen, also sehr viel Text (der auch dem ‘Einschleifen’ von Begriffen und deren Bedeutungsbereich dient).

Manchmal gibt es keine genaue Entsprechungen. Fin ‘sataa’ meint eher ‘niederschlägt’, aus dem Zusammenhang auch ‘regnet’, was genau wiederum ‘sataa vettä’ wäre: ‘niederschlägt Wasservon’ (im Unterschied zu ‘sataa lunta’ – [' .. Schneevon - es schneit]).

Schritt (1) also: fremdsprachlicher Text, die deutsche Wort-für-Wort-Dekodierung darunter. Die kann vorgegeben sein (ich muss die immer selber machen, da passende Angebote fehlen – artet in – überflüssige – Arbeit aus).

Schritt (2): den fremdsprachlichen Text hören und zunächst anhand der muttersprachlichen Dekodierung folgen (der Fremdsprachentext wird dabei ohnehin mitgelesen). Die eigene Arbeit besteht darin. Sich das Geschehen so plastisch und bildhaft wie möglich darzustellen – sozusagen in dem Film zu sein, den die Sprache beschreibt. Dies so lange, bis ein beliebiger Beginn innerhalb des Textes den dazu gehörenden ‘Film’ ab dieser Stelle quasi ablaufen lässt.

Schritt (3): passiv hören. Einfach nur den Fremdsprachentext in einer Wiederholungsschleife im Hintergund laufen lassen, egal, was ich dabei tue. Selbst Fernsehen ist dabei OK, selbst, wenn ich bei einer spannenden Szene den Text gar nicht mehr (bewusst) wahrnehme.

Die Textlänge sollte dann je eine normal beschriebene DIN-A-4-Seite umfassen, anfangs hochgradig redundant.

Was insbesondere Schwedisch (vergleichbar auch Norwegisch und Dänisch,.mehr noch Niederländisch) anbelangt: diese Sprachen sind enger noch als mit dem Hochdeutschen mit dem norddeutschen Platt verwandt, mit diesem wiederum zum Englischen (‘Süster’ – ‘sister’ [Schwester - D – GB] ist sehr nahe). Das geht so weit, dass, wer norddeutsches Platt und Englisch kann, skandinavischen Text oft entschlüsseln kann: hier gibt es Abkürzungsmöglichkeiten, insbesondere im passiven Verstehen.

Así que me gusta Babbel, porque aquí puedo aprender cuando y con qué intensidad lo que quiero. Puedo revisar mi aprendidas y el conocimiento. Un plan que he creado también, pero yo no me considero más a mi plan. Luego están la familia, el trabajo y así sucesivamente. Así que cuando quiero aprender! Lo bueno, incluso si se necesita más tiempo.

Ich finde Babbel toll, weil ich nach meinem eigenen Tempo lernen kann, d.h. immer wenn ich Zeit habe. Und der Babbel Wiederhol-Manager speichert meinen Fortschritt, so dass mein Lernfortschritt ständig gemessen wird und ich die richtigen Sachen wiederhole. Das ist, als ob ein aufmerksamer Lehrer im Hintergrund mir hilft, dass mein Lernen nicht total chaotisch und planlos wird.

Thank you very much for this informations.
“bubble” is great indeed!

Molto grazie!

Margret

Thank you for ever!
Now I´ll have more success in learning foreign languages
because I´m sure now that I´m not a stupid learner…

Margret

Babbel ist gute Gehirntraining für 67-jährige. Ich wohne in Gran Kanaria seit 1 1/2 Jahren, und habe nicht besonders viel “nur so” gelernt.Jetzt geht es voran, es macht mir zwar Gedanken, ob im Kopf Alles bleibt.
Es ist gut, dass babbel etwas lustig gestaltet ist, mit einem langweiligen Kurs möchte man sich nicht die Tage vergolden.
Wir empfehle babbel überall und meine Frau auch auf ihrem Facebook.

Die Umfrage ist zu kompliziert.
Die Teilnehmer sind viel einfacher.

Vielen Dank!

Denn ich habe überhaupt nicht mit der Bekanntgabe einer Auswertung gerechnet.

Das Lernen mit Babbel macht mir so schon Spaß, und ich einfach mal gespannt, wie Ihr diese Ergebnisse in die Programmierung einfließen lassen werdet.

I really enjoy learning with Bubbel. English I study to fresh up my knowledge and the pronunciation.
Italian I do learn to be more comfortable when visiting Italy.
French I never was successful in learning for over 70 Years until I came across your programme. Now I enjoy to study French daily since over a year and the progress is quite impressive.

I am only by a chance to Babbel come(Groupon).In the meantime I learn every day, love it and don’t want anymore. I am very glad that it Babbel.

Babbel is great! I never imagined to have such a lot of fun and success when learning a lanuage.

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