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Alle Wege führen nach Rom: 8½ Tipps, um in Italien zurechtzukommen

Posted on December 9, 2015 by

Italy

Wir haben bereits untersucht, wie man sich am besten unter die Spanier und die Franzosen mischt – jetzt richten wir unser Augenmerk auf die Italiener. Möchtest du das bel paese besuchen, ohne in Fettnäpfchen zu treten oder Modesünden zu begehen? Dann lies weiter!

 

(Für alle, die längere Zeit nach Italien gehen möchten, haben wir auch unseren nützlichen Leitfaden, um italienisch zu werden.)

 

1. Benimm dich bei Tisch …

Pizza, Lasagne, Spaghetti carbonara … Die Italiener haben wahrscheinlich mehr zu den Kochbüchern der Welt beigetragen als der Rest von uns zusammen. Zum Glück verlangen sie keine große Gegenleistung: nur dass wir Touristen die Regeln befolgen und uns an die Speisekarte halten. Zum Beispiel solltest du nicht einmal im Traum daran denken, Pasta mit Hähnchen zu bestellen – das gibt es in Italien einfach nicht. Das Gleiche gilt für die Kombination aus Olivenöl, Essig und Brot, die du vielleicht schon einmal in einem italienischen Restaurant hier bei uns gesehen hast.

Eine ausführlichere Einführung (auf Englisch) bekommst du hier. Oder probier einmal unsere Kurse zur italienischen Küche aus – damit du ja nicht prosciutto und pastasciutta verwechselst.

 

2. … und im Café

Essen bildet vielleicht das Herz der italienischen Kultur, aber Kaffee liegt ihr im Blut. Und ein Triple-Schoko-Mochaccino mit Sojamilch und Zimt ist eine verstopfte Arterie. Kaffee ist eine ernste Sache in Italien, aber glücklicherweise recht unkompliziert: Getränke auf Espresso-Basis mit Milch trinkt man zum Frühstück – ein Cappuccino mit etwas Süßem ist ein großartiger Start in den Tag. Wenn du nach dem Mittagessen deine Dosis Koffein brauchst, halte dich an das schwarze Zeug. Bestelle einfach einen caffè normale und trinke ihn an der Bar.

 

3. Triff die Einheimischen

Diejenigen unter euch, die auf etwas mehr Abstand Wert legen, können aufatmen: Italiener sind etwas zurückhaltender als ihre Nachbarländer, was das Küssen von Fremden angeht. Wenn du in Italien jemanden zum ersten Mal triffst, ist es in der Regel ausreichend, sich zur Begrüßung die Hand zu geben. Wenn du die Person dann etwas besser kennst, fühlst du dich vielleicht mit einem Küsschen auf die Wange wohl. Nicht vergessen: erst links, dann rechts.

 

4. Komm ein bisschen später

Wenn das Treffen mit den Einheimischen gut läuft, wirst du vielleicht mal zu einer italienischen Party eingeladen. Sehr gut! Jetzt vermassele es nicht, indem du pünktlich kommst. Wenn dir deine italienischen Freunde sagen, dass du „so gegen acht“ kommen sollst, meinen sie in Wirklichkeit: „Bitte komm auf keinen Fall vor halb neun. Vorher bin ich nicht fertig.“ Wein mitzubringen, ist sicherlich eine gute Idee, aber sieh zu, dass es ein guter ist.

 

5. Sei schick

Mach dir nichts vor: Die Italiener werden besser gekleidet sein als du. Aber das heißt nicht, dass du dich Fehl am Platz fühlen musst. Zuallererst solltest du den Socken-in-Sandalen-Look vermeiden (aber das wusstest du schon, nicht wahr?). Andere No-Gos sind an den meisten Orten Sportklamotten, Badekleidung und alles, was schon abgetragen aussieht. Ach, und wenn du einen der spektakulären italienischen Sakralbauten von innen sehen willst, achte darauf, dass deine Schultern bedeckt sind. Sonst lassen sie dich vielleicht nicht hinein.

 

6. Plane im Voraus

In großen Teilen Italiens macht ein bisschen Vorbereitung viel aus. Taxis müssen zum Beispiel im Voraus bestellt werden. Du kannst zwar versuchen, eins heranzuwinken, aber der Fahrer wird wahrscheinlich einfach zurückwinken. Ebenfalls ist es ratsam, Eintrittskarten für Museen und andere Sehenswürdigkeiten im Voraus zu kaufen. Schließlich gibt es so viel zu sehen und zu tun, dass du für einen gelungenen Urlaub Prioritäten setzen musst.

 

7. Lern die Sprache …

Wir haben es schon oft gesagt, aber es schadet nicht, es zu wiederholen: Die Sprache zu können, ist extrem hilfreich. Es kann bedeuten, dass du nicht deinen gesamten Urlaub (und dein gesamtes Budget) in mittelmäßigen Touristenfallen verschwendest, sondern in eine neue Kultur voller Überraschungen und bleibender Erinnerungen eintauchst. Wir haben sogar Italienischkurse für den Urlaub, damit du schnell auf Touren kommst.

 

8. … oder benutze deine Hände

Italiener sind berühmt für ihre Gesten, wenn sie sprechen – aber nicht, um theatralisch zu sein. Diese Gesten bilden quasi eine weitere Sprache – sie haben ihre ganz eigene Bedeutung und können das Gesagte abändern oder ganz unabhängig davon bestimmten Gedanken Ausdruck verleihen. Der italienische Künstler und Designer Bruno Monari hat sogar ein Bildwörterbuch dazu zusammengestellt, falls du schon einen kleinen Vorgeschmack haben willst.

 

8½. Wenn alles nichts nützt …

Sprich Englisch … irgendwie. So wie das Italienische der englischen Sprache essentielle Wörter wie graffiti oder broccoli beschert hat, steuerte umgekehrt auch das Englische einige interessante Dinge zur italienischen Sprache bei. Als die ersten italienischen Einwanderer nach New York kamen, übernahmen sie die englischen Ausdrücke, die sie hörten, in ihre eigene Sprache, aber nicht ohne sie etwas aufzupeppen: shoeshine (Schuhputzen) wurde zu sciuscià, car (Auto) wurde zu carro und „hurry up“ (beeil dich) wurde zu orrioppo.

 

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