The Babbel Blog

language learning in the digital age

Porträt: James & Anna-Louisa – Eine englisch-schwedische Liebesgeschichte

Posted on July 29, 2015 by

user portrait

In diesem Babbel-Nutzer-Porträt stellen wir euch den 20-jährigen James Nash aus Portsmouth in England vor. Hier erzählt er uns alles über seine englisch-schwedische Liebesgeschichte mit Anna-Louisa, die er bei seinem Erasmus-Aufenthalt in Ungarn kennengelernt hat.

 

Ich war nie besonders gut darin, Sprachen zu lernen, aber das trifft wohl auf viele Briten zu. Das erste Mal, dass es wirklich notwendig war in einer Fremdsprache zu sprechen, war mein Erasmus-Jahr in Budapest. Da Englisch hier nicht so stark verbreitet ist, wurde mir schnell klar, dass ich zumindest ein bisschen Ungarisch lernen muss.

Ich nahm ein paar Unterrichtsstunden und begann ziemlich schnell, Grundlegendes zu verstehen und zu sprechen. Mein Ungarisch reichte aus, um mich zu verständigen, was mir als guter Start erschien. Ich war wirklich frohen Mutes dabei.

Aber egal wie gut man in einer Sache ist, es gibt immer jemanden, der einen komplett in den Schatten stellen kann. Anna-Louisa ist so ein Mensch. Sie ist Schwedin, spricht  fließend Deutsch und ziemlich gut Niederländisch, Französisch und Italienisch. Und als wäre das nicht schon beeindruckend genug, spricht sie seit ihres Studiums in der Nähe von Manchester ein perfektes und akzentfreies britisches Englisch.

Schon kurze Zeit nach unserem Kennenlernen wurden wir ein Paar – und unterhielten uns zunächst ausschließlich auf Englisch miteinander. Die Kommunikation funktionierte zwar ohne Probleme, aber ich hatte immer das Gefühl, dass ich mir mehr Mühe geben sollte. Irgendwie schien es unfair, dass sie immer meine Sprache sprechen musste, auch wenn sie wirklich sehr gut darin ist.

Also beschloss ich, Schwedisch zu lernen. Und ich beschloss außerdem, ihr zunächst nichts davon zu sagen.

Mit meinem Mitbewohner als Komplizen und heimlichem Mitstreiter registrierte ich mich bei Babbel und wir begannen gemeinsam damit, Schwedisch zu lernen. Wir machten schnell Fortschritte, lernten immer mehr Verben und Zeitformen und auch meine Aussprache wurde besser. Schon bald konnte ich mühelos etwas über mich erzählen und mit meinem Mitbewohner einfache Unterhaltungen führen. Es hat mir sehr geholfen, jemanden zu haben, mit dem ich üben und die Kurse besprechen konnte.

Ein paar Mal habe ich mich fast verraten. Einmal erwischte Anna-Louisa mich, wie ich über ihre Schulter hinweg interessiert einen schwedischen Zeitungsartikel las, und ein andermal wurde sie skeptisch wegen meiner etwas zu guten Aussprache eines Wortes, das sie mir beibringen wollte. Aber insgesamt ist es mir ganz gut gelungen, mein Projekt zu verheimlichen – bis die Zeit schließlich reif war für die große Enthüllung.

Der Augenblick war gekommen, als ich nach Schweden reiste, um Anna-Louisas Eltern kennenzulernen – schließlich wollte ich einen guten ersten Eindruck hinterlassen!

Am ersten Abend saßen wir nach dem Essen im Wohnzimmer und Anna-Louisa zeigte mir einen schwedischen Comic aus ihrer Kindheit. Sie übersetzte mir ein paar schwedische Wörter und in diesem Moment hielt ich die Spannung einfach nicht mehr aus und trommelte die Familie für meine Bekanntmachung zusammen. Ich übergab ihren Eltern ein kleines Geschenk, das ich aus Budapest mitgebracht hatte und erzählte dann feierlich und ein bisschen nervös, dass ich mit Babbel Schwedisch gelernt habe.

Die Überraschung war riesig und sie freuten sich alle sehr darüber. Ich denke, dass Anna-Louisa irgendetwas ahnte, aber dass ich richtig Schwedisch lernen würde, hat sie sicher nicht erwartet.. Ich versprach ihren Eltern sogar, dass ich beim nächsten Treffen fast ausschließlich auf Schwedisch mit ihnen sprechen werde – ich habe also immer noch ein großes Ziel vor Augen!

Ich versuche seitdem, immer öfter Schwedisch mit Anna Louisa zu sprechen und zu üben. Wir leben inzwischen beide in Großbritannien und ziehen bald wegen unserer Jobs nach Milton Keynes. Ich finde es schön, durch das Schwedische eine Art Geheimsprache mit ihr zu haben, die unsere britischen Freunde und andere Menschen um uns herum nicht verstehen.”

 

Leave a Reply