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language learning in the digital age

Porträt: Mirelle aus Lausanne

Posted on Oktober 17, 2014 by

Portrait: Mirelle aus Lausanne
Wir starten eine neue Reihe:  Babbel-User-Porträts aus der ganzen Welt – ein Schnappschuss aus dem Leben der Babbel-User, die verraten, warum sie eine neue Sprache lernen. Wenn ihr auch eure Geschichte teilen wollt, schreibt uns einen Kommentar. In diesem Monat haben wir mit Mireille, einer 24-jährige Schweizerin, gesprochen, die Schwedisch aus einem ganz bestimmten Grund lernt: der Liebe.
Meine erste Begegnung mit dem Schwedischen war in der Schule. Als ich 16 war, habe ich dort meinen Freund, einen waschechten Schweden, kennengelernt. Wir sind fünf Jahre zusammen geblieben. Bei ihm zu Hause sprach die Familie oft Schwedisch miteinander, zu Tisch, beim Essen, am Telefon. Ich habe mich sofort in die schwedische Kultur verliebt und bin überzeugt, dass diese für die warmherzige Atmosphäre bei ihm zu Hause sorgte. Ich liebte es seiner Familie beim Sprechen dieser Sprache zuzuhören, die ich überhaupt nicht verstand und Laute zu hören, die ich selbst nicht richtig aussprechen konnte. In dieser Zeit habe ich nur zufällig ein paar Wörter aufgeschnappt, ohne wirklich die Sprache zu lernen. Sie erschien mir zu schwierig und die Aussprache war ganz anders als im Französischen.
Nach unserer Trennung habe ich zwar weiter schwedische Musik gehört, denn ich mochte den Klang dieser Sprache, aber ich habe nie angefangen Schwedisch zu lernen. Erst später, als ich meinen neuen Freund mit 21 Jahren traf, habe ich beschlossen diese Sprache wirklich zu lernen. Warum wohl? Na, stellt euch vor, mein neuer Freund kam auch aus dem hohen Norden, aus Schweden! Mir wurde bewusst, dass ich dieser Sprache wirklich verbunden bin und ich war sehr froh darüber, ihr wieder zu begegnen! So habe ich beschlossen, mich bei Babbel anzumelden und mit dem Grundlegenden anzufangen und zugleich von meinem ganz persönlichen Lehrer zu profitieren. Bevor ich angefangen habe zu lernen, konnte ich in der gesprochenen Sprache weder die Wörter voneinander unterscheiden, noch die Sätze voneinander trennen oder das wesentliche Thema einer Diskussion verstehen. Nach und nach, mit Durchhaltevermögen hat es sich gebessert …
Ich benutzte die Babbel App auf dem iPhone, wenn ich mit dem Zug zur Uni fahre. Ich fahre drei bis vier Stunden Zug am Tag, also habe ich genug Zeit. Oder ich lerne im Bett vor dem Einschlafen. Ich lerne in kurzen Einheiten von 20 Minuten ungefähr alle zwei bis drei Tage. Manchmal notiere ich in einem kleinen Heft Wörter oder Sätze, die mir Schwierigkeiten bereiten, denn ich habe mir schon immer Sachen besser merken können, wenn ich sie aufgeschrieben habe. Ich höre schwedische Musik und ich sehe schwedische Filme in Originalfassung. Ich versuche meinem Freund zu erzählen, was ich alles neues gelernt habe, um meine Aussprache zu verbessern. Manchmal lese ich Kinderbücher auf Schwedisch, die ich in einem alten Schrank meines Freundes gefunden habe.
Wir sind auch nach Schweden gereist, wo ich anwenden konnte, was ich gelernt hatte. Mein Freund bemüht sich, mich beim Lernen zu unterstützen, bringt mir lustige Wörter bei, stellt mir Fragen zur Wiederholung. Er will sogar Deutsch lernen, was meine zweite Sprache nach meiner Muttersprache ist.
Heute bleibe ich dran beim Lernen dieser Sprache, weil ich motiviert bin, mich in der Familie meines Freundes zu integrieren und mich mit der schwedischen Kultur zu identifizieren, die ich liebe. Manchmal stelle ich mir vor, eines Tages im Norden zu leben und diese Sprache richtig zu beherrschen.
 
Wenn ihr auch eure Geschichte teilen wollt, schreibt uns einen Kommentar!