The Babbel Blog

language learning in the digital age

Selbstbestimmtes Lernen – ein Einblick in das Sprachenlernen von den Babbel-Experten

Posted on July 5, 2017 by

Sara und Fidi sind Sprachlernexperten bei Babbel. Sie verraten dir, wie du dich in dem Meer von Sprachlernprodukten am besten zurechtfindest, wie du ganz bequem von deinem Sofa aus oder unterwegs in die Lernsprache eintauchen kannst und wie das Sprachenlernen mühelos Teil deiner Freizeit werden kann. Erfahre, wie die Sprachlernexperten bei Babbel selber Sprachen lernen: Nach dem Motto „Hauptsache, es macht Spaß!“ ist selbst eine Karaokebar vor ihren Methoden nicht sicher …

Es gibt kein Richtig oder Falsch – auf die Kombination kommt es an

Du bist hoch motiviert und willst endlich dein lang angestrebtes Vorhaben, eine Sprache zu erlernen, in die Tat umsetzen. Nun stehst du vor dem Riesenangebot an Sprachlernprodukten: Sprachkurse, Privatlehrer, Massen an Lehrwerken und Grammatiken, Podcasts, Video-Tutorials, Apps … die Liste ist unendlich! Wie sollst du dich entscheiden?

Hier die gute Nachricht: Es gibt kein Richtig oder Falsch. Beschränke dich nicht auf ein Lernprodukt, denn es gibt nicht die eine Wundermethode. Viel effektiver ist es, verschiedene didaktische Methoden und Lernprodukte auszuprobieren und miteinander zu kombinieren. Wenn dir Bücher zu langweilig sind, dir aber zeitliche und örtliche Flexibilität wichtig ist und du gleichzeitig nicht zu viel Geld investieren möchtest, kann eine Sprachlern-App wie Babbel eine gute Ergänzung sein. Der Vorteil ist, dass du selbst entscheiden kannst, wann, wo und wie viel du lernst. Du brauchst lediglich ein internetfähiges Gerät und eine Internetverbindung, lädst die App runter und los geht’s! So einfach ist das? Ja und nein.

Auch eine App hat ihre Grenzen. Es ist unsere Aufgabe, diese für die Lernenden so unsichtbar wie möglich zu machen. Dabei verzichten wir bewusst auf komplizierte Erklärungen mit linguistischem Fachvokabular. Stattdessen wählen wir Themen und Vokabeln, die schnell und sicher auf die erste Kommunikation vorbereiten. Und die Lerneinheiten sind didaktisch so aufgebaut und portioniert, dass sie sich einfach in den Alltag integrieren lassen.

Einer unserer wesentlichsten Ansätze ist das mehrkanalige Lernen, also das Lernen über die verschiedenen Sinne (Sehen, Hören, Sprechen etc.). Wird neuer Input an bereits vorhandenes Wissen angeknüpft und über verschiedene Kanäle verarbeitet, entstehen mehr Assoziations- und Verknüpfungspunkte im Gehirn der Lernenden. Diese machen den Lernprozess individuell und das Erlernte schneller abrufbar. Natürlich müssen die gespeicherten Informationen regelmäßig wiederholt und abgerufen werden, damit diese Wissenspfade nicht zuwachsen. Da es uns bewusst ist, dass es nicht immer einfach ist, die richtige Balance zwischen Lernen und Wiederholen zu finden, helfen wir dir dabei. Als Teil deines Lernprozesses werden dir in sinnvoll getakteten Abständen Regeln und Vokabeln aus vorherigen Lektionen vorgelegt, die du korrekt anwenden musst – denn Wiederholung ist einer der zentralen Punkte für erfolgreiches Sprachenlernen.

Es ist alles erlaubt, was Spaß macht

Finde heraus, welcher Lerntyp du bist: Wann und wie lange kannst du dich am besten konzentrieren? Lernst du besser mit Bildern oder eher übers Hören? Macht dir das Lernen in der Gruppe mehr Spaß oder bevorzugst du es, alleine zu lernen?

Entdecke, was dir am meisten Spaß macht, um die richtige Auswahl an Lernprodukten zu treffen, die sich gut kombinieren und gegenseitig ergänzen lassen. Lernst du Französisch mit Babbel, weil du regelmäßig in Frankreich Urlaub machst und selbstsicherer beim Sprechen werden möchtest? In diesem Fall könntest du beispielsweise mit jemandem Französisch sprechen, bevor du deine nächste Reise antrittst, zum Beispiel mit einem Privatlehrer, der sich individuell auf deine Bedürfnisse einstellen kann. Wenn du weniger Geld investieren möchtest, wäre ein Tandempartner eine kostenlose, aber dennoch effektive Option, um deine Sprachfertigkeiten zu trainieren.

Eine Sprache lernt man am effektivsten, wenn man möglichst viel von ihr umgeben ist. Natürlich empfehlen wir nicht jedem, einen Sprachkurs im Ausland zu besuchen, nur weil so die Immersion in die Sprache komplett gewährleistet wäre. Denn die wenigsten von uns haben Zeit dafür, von den Kosten einmal ganz abgesehen! Es gibt aber andere Möglichkeiten, um in eine Sprache einzutauchen, ohne sich dabei vom Sofa bewegen zu müssen oder dafür extra Zeit einplanen zu müssen. Entspannst du dich zum Beispiel abends am besten mit einer Serie? Such dir eine Serie in deiner Lernsprache aus und schau sie dir mit Untertiteln an. So hast du Spaß, musst dabei nicht auf deine Entspannung verzichten und trainierst nebenher dein Hörverständnis. Mit dieser Art der Immersion verinnerlichst du nicht nur die Sprachmelodie, sondern lernst auch Besonderheiten der Sprache kennen, die in keinem Lehrwerk stehen, sowie viel über die Kultur des Landes. Dasselbe gilt auch für Bücher, Podcasts, Radiosendungen oder Zeitungsartikel in der Originalsprache.

Doch geh es langsam an: Wenn du gerne liest und gerade erst angefangen hast, Russisch zu lernen, solltest du nicht unbedingt mit „Krieg und Frieden“ anfangen. Versuche es zunächst mit einfachen Zeitungsschlagzeilen. Überlege dir, was sich in der Lernsprache mühelos in deine Freizeit integrieren lässt. Du wirst sehen, wie motivierend das ist und wie schnell du Fortschritte machst!

Wir bei Babbel machen das genauso! Zusätzlich zur Babbel-App besuchen wir Präsenzkurse, reisen viel, sehen uns Filme im Original an oder hören Musik in der Lernsprache. Und an unseren multilingualen Karaokeabenden singen wir sogar in verschiedenen Fremdsprachen. Ein Riesenspaß für uns – weniger für die Zuhörer! Diejenigen unter uns, die keine großen Karaokefans sind, suchen sich lieber Muttersprachler in Berlin, mit denen sie regelmäßig üben. Denn wie überall gilt auch beim Sprachenlernen: Übung macht den Meister!

 

Leave a Reply